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26. November 2019 11:34; Akt: 26.11.2019 14:54 Print

Stadionverbot für 83 Personen nach Prügelei

Nach heftigen Ausschreitungen rund um ein Spiel Rapperswil gegen Fribourg reagiert der Schweizer Hockeyverband. 83 Personen erhalten Stadionverbot.

Bereits im Stadion war die Stimmung unter den Anhängern der Mannschaft Fribourg-Gottéron aufgeheizt. (Video:Leser-Reporter)
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Schon vor dem Spiel der Rapperswil-Jona Lakers gegen Fribourg-Gottéron am 16. November kam es zu Ausschreitungen, bei denen Gottéron-Fans die Gastgeber provozierten. Die Rapperswil-Fans gingen auf die Provokationen nicht ein. Während des Spiels verwüsteten die Fans im Gastsektor die Aussenabgrenzungen und wurden gewalttätig gegenüber der Polizei. Auf der Rückreise der Gottéron-Gruppe kam es auf einem Rastplatz auf der A1 dann erneut zu Gewalt gegenüber weiteren Fan-Gruppen.

Jetzt reagiert die Swiss Ice Hockey Federation und erteilt 83 Anhängern von Fribourg-Gottéron ein schweizweites Stadionverbot. Unter den 83 Personen befinden sich 22 deutsche Staatsangehörige einer Fangruppierung aus dem Raum Trier. Alle übrigen Personen sind in der Schweiz wohnhaft, insgesamt wurden Stadionverbote gegen 78 Männer und fünf Frauen ausgesprochen.

«Wollen so einen Ärger nicht»

«Wir waren Austragungsort und dadurch mitbetroffen. Für diese Ausschreitungen trifft aus meiner Sicht auch der Club Gottéron keine Schuld. Das hatte nichts mit dem Spiel oder dem Sport zu tun, es ging ihnen darum, Ärger zu machen. Zum Leidtragen der Fans, die wegen des Sports gekommen sind», sagt Lakers-Geschäftsführer Markus Bütler auf Anfrage von 20 Minuten. Der Club und die Fans «wollen so einen Ärger nicht». Sie hätten sich daran nicht beteiligt und sich vorbildlich verhalten.

Auch Gottéron-Generaldirektor Raphaël Berger begrüsst den Entscheid. «Wir waren in diesen Prozess involviert und diejenigen, die das Verbot bekommen haben, haben das verdient.» Es sei ein gutes Zeichen für den Sport, «denn das Verhalten, wie wir es am 16. November gesehen haben, wird nicht toleriert».

83 Stadionverbote nach Streit auf Rastplatz

Gesperrt für Hockey und Fussball

Alle 83 Personen haben für mindestens drei Jahre Zutrittsverbot zu sämtlichen Eishockey- und Fussballstadien und -spielen in der Schweiz, wie der Verband mitteilt.

Schon kurz nach den Vorfällen um das Spiel äusserte sich der Gastgeberclub. «Die Fribourg-Fans waren wohl wegen der vielen Gegen-Goals frustriert», sagt René Schmid, Medienchef bei den SC Rapperswil-Jona Lakers. Die Chaoten hätten Sicherheitsmitarbeiter tätlich angegriffen, es musste Pfefferspray eingesetzt werden. Wegen des Angriffs hat der Club Anzeige erstattet.

(bla)