Zürich

09. März 2011 17:58; Akt: 09.03.2011 18:04 Print

Stadt-Personal auf der Strasse

Mehrere hundert städtische Angestellte haben in Zürich lautstark gegen die Budget-Kürzungen protestiert. Sie zogen vor das Rathaus, wo das Gemeindeparlament tagte.

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Das Stadt-Personal protestiert. (Bild: Leser-Reporter)

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Mit Fahnen und Transparenten und durchdringendem Pfeifen aus unzähligen Trillerpfeifen bewegte sich der Protestmarsch unter dem Motto «Zürich steht still» vom Bürkliplatz am See zum Rathaus am Limmatquai. Vertreten waren die verschiedensten Berufssparten des städtischen Personals. Die Demonstrierenden fordern faire Löhne, Weiterbildungen und die Besetzung bereits gesprochener Stellen.

Einzig die Stadtpolizisten hatten kurzfristig ihre ursprünglich vorgesehene Teilnahme abgesagt. Dass der Revolutionäre Aufbau Zürich angekündigt hatte, er werde mit von der Partie sein, war für den städtischen Polizei-Beamten-Verband nicht akzeptabel. Zu Beginn der Kundgebung war von den Mitgliedern des Revolutionären Aufbaus indes nichts zu sehen.

Seit Jahren sorgt die Gruppierung bei grundsätzlich friedlichen Demonstrationen für Gewaltexzesse. Mit ihrer Teilnahme sei nicht mehr gewährleistet, dass es beim Protestmarsch nicht zu Sachbeschädigungen und Ausschreitungen komme, hatte der Polizei- Beamten-Verband mitgeteilt. Dies verunmögliche es den Polizeibeamten, ihr demokratisches Grundrecht wahrzunehmen und mitzumarschieren.

Aufgrund der Kürzungsforderung der Mitte-rechts-Parteien im Stadtparlament hatte der Stadtrat im überarbeiteten Budget 2011 zahlreiche Abstriche in allen Bereichen gemacht. Allein 26 Millionen Franken kürzte er bei den Löhnen des städtischen Personals, zudem sind Reka-Checks und Lunch-Checks für dieses Jahr gestrichen.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leon am 09.03.2011 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    Überdurchschnittlich

    Die Staatsangestellten sind einfach verwöhnt! 5 Wochen Ferien, überdurchschnittlicher Lohn (Quelle: Eidg. Amt für Statistik) einen sehr, sehr sicheren Arbeitsplatz, u.s.w.

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  • Eine Pflegefachfrau HF am 10.03.2011 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Auf die Welt kommen

    Liebe Komentarschreiber es geht nicht nur um Reka-und Lunch-Checks sondern auch um Stellen die nicht bewilligt werden um Weiter-und Fortbildungen die nicht mehr bewilligt bzw bezahlt werden können usw..denke all diejenigen die hier das Gefühl haben wir als Stadtangestellte leben wie die Maden im Speck sollen doch einmal an unsere Stelle arbeiten kommen,in meinem Fall in einem grossen Stadtspital,ihr würdet auf die Welt kommen

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  • ZH-Unterländer am 09.03.2011 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten

    An alle städtischen Angestellten.Ihr müsst arbeiten und nicht Demonstrieren auf unsere kosten,andere Arbeitnehmer haben auch seit Jahren keinen Teuerungsausgleich,geschweige denn Reka-Checks oder Lunch-Checks.Schön auf dem Boden bleiben!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz Hochbrugger am 10.03.2011 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    solidarität

    Ich spreche hiermit meine Solidarität mit den Menschen aus, die von diesen erneuten Sparmassnahmen betroffen sind. Schön zu sehen, wenn nicht alles kampflos hingenommen wird. Nur Mut und kämpft weiter!

  • normalo am 10.03.2011 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde das einfach nur eine Frechheit

    Ich habe seit 5 jahren keine Lohnerhöhung bekommen, habe nie weder reka noch Lunch checks bekommen und mein Bruder der beim Staat arbeitet verdient gleich viel für die identische Arbeit nur hat er bessere pensionskasse und kann seinen Schalter um 16 zu machen. Alle die jammern sollen doch in die Privatwirtschaft gehen ! Viel Glück dabei. Ihr habt schon alle gemerkt das wir für Euren Lohn arbeiten, oder ? Die anderen sollten mal streiken beim Steuern bezahlen.

    • Ein städtischer Angestellter am 11.03.2011 17:16 Report Diesen Beitrag melden

      Kommental total vorbeigeschossen!

      Wieso haben Sie dann noch nicht zum Staat gewechselt, wenn die Arbeit die selbe ist und sie schon seit 5 Jahren keine Lohnerhöhung mehr bekamen. Wahscheinlich verdienen Sie auch sonst noch viel mehr als ein städtischer Büetzer! Hauptsache andere verurteilen, welche sich noch für eine Sache einsetzen! Es hört sich so an, als hätten Sie schon bei der Stadt gearbeitet. Übrigens die Stadt bringt auch den Müll weg etc..... mal schauen wie es rauskäme, wenn dem nicht so wäre.

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  • Eine Pflegefachfrau HF am 10.03.2011 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Auf die Welt kommen

    Liebe Komentarschreiber es geht nicht nur um Reka-und Lunch-Checks sondern auch um Stellen die nicht bewilligt werden um Weiter-und Fortbildungen die nicht mehr bewilligt bzw bezahlt werden können usw..denke all diejenigen die hier das Gefühl haben wir als Stadtangestellte leben wie die Maden im Speck sollen doch einmal an unsere Stelle arbeiten kommen,in meinem Fall in einem grossen Stadtspital,ihr würdet auf die Welt kommen

    • Daniel am 10.03.2011 12:39 Report Diesen Beitrag melden

      Spital

      Ich habe die grösste Achtung vor den Leuten, die im Spital arbeiten. Was hier tagtäglich auf diese Leute zukommt übersteigt jede Vorstellungskraft. Von schwer verletzten Kindern, über gewalttätige Betrunkene sieht man wohl alles. Zudem werden immer mehr unmögliche und sozial unverträgliche Arbeitszeiten gefordert.

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  • Cerberus am 10.03.2011 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Tja, so ist es

    Willkommen in der Realität. In der Privatwirtschaft gibt es auch Jahre, wo es keine oder nur eine sehr kleine Lohnerhöhung gibt oder wo auf Fringe Benefits verzichtet werden muss. Nur der Staatsangestellte glaubt ein Recht auf regelmässige Lohnerhöhung, optimale Pensionskasse und maximale Urlaubsregelung zu haben. Und dies alles auf Kosten der übrigen Steuerzahler.

    • Susanne Reich am 10.03.2011 12:54 Report Diesen Beitrag melden

      Kürzungen?

      Und was ist mit Kürzungen beim 13. Monatslohn? Z.B. 2/3 weniger. Es verdienen nicht alle Stadtangestellten ein so hohes Salär, so dass sie darauf verzichten könnten.

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  • Reto am 09.03.2011 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    Kaempft fuer Euer Lohn

    Warum hat man den Martin Vollenweider nicht den Lohn um 20 Prozent gekuerzt?Da wird wieder beim armen Buetzer gespart wo den sonst.