Sparprogramm

12. März 2015 10:41; Akt: 12.03.2015 12:40 Print

Stadt Winterthur streicht 110 Jobs

Die Stadt Winterthur muss sparen. Mit dem Programm «Balance» soll der Haushalt mit 43,6 Millionen Franken entlastet werden. Vierzig Lehrstellen werden nicht mehr angeboten.

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12. Mai: Beim Kabelhersteller Huber Suhner gehen 50 Stellen in Herisau und Pfäffikon ZH verloren. 7. Mai: Syngenta streicht 116 Jobs im Werk in Monthey VS. 29. April: HSBC Schweiz streicht 260 Jobs. 12. März - Die Stadt Winterthur streicht 110 Stellen. 5. März - Swissgrid baut in den nächsten vier Jahren 40 Stellen ab. 3. März - der Bauausrüster AFG streicht beim Fensterhersteller EgoKiefer zwischen 150 und 200 Stellen. 2 März: Der Hörgerätehersteller Sonova mit Sitz in Stäfa gibt die Verlagerung von 100 Jobs nach China und Grossbritannien bekannt. Dabei werde es auch zu Entlassungen kommen. 27. Februar 2015: Das Flugzeugwartungsunternehmen SR Technics plant den Abbau von bis zu 250 ihrer 2400 Stellen in Zürich. UPC Cablecom streicht 250 Stellen in der Schweiz und Österreich - die Mehrheit davon in der Schweiz. Julius Bär: 200 Stellen. Alstom: 50 bis 60 Stellen. Ebay: Mindestens 30 Stellen. Coca Cola Schweiz: 90 Arbeitsplätze. Jakem AG: 80 Arbeitsplätze wegen Schliessung. CCI: 50 Stellen. Tamoil: 252 Arbeitsplätze. Meyer Burger: 43 Stellen. Ziegler Druck/Tamedia: 73 Stellen. Weidplas: 40 Stellen. Electrolux: 120 Stellen wegen Schliessung des Standortes Schwanden. Alu Menziken: 40 Stellen. Syngenta: 1800 Stellen, 500 davon in der Schweiz. Im Von Roll Infratec-Giessereiwerk Choindez JU werden 27 der insgesamt 135 Mitarbeitenden entlassen.Der Grund ist den Angaben zufolge die Frankenstärke. Ruag: 20 Stellen. Amag hat per Ende April 25 Mitarbeitenden gekündigt.

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Die Stadt Winterthur baut 110 Stellen ab. Die einschneidende Massnahme ist Bestandteil des Sparprogramms «Balance», das der Stadtrat am Donnerstag den Medien vorstellte. Insgesamt bringt es eine Haushaltsentlastung um rund 43,6 Millionen Franken jährlich.

Die Reduktion des Stellenplans umfasse Abbau und Verzicht auf Aufstockungen. Zusätzlich werde die Stadt künftig rund 40 Lehrstellen nicht mehr anbieten. Es sei anzunehmen, dass ein grosser Teil des Abbaus durch natürliche Fluktuation aufgefangen werden könne.

Sozialplan wird erstellt

Für die vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden werde die Stadt bis Ende April einen Sozialplan erstellen, heisst es in einer Mitteilung zur Medienkonferenz. Dieser werde mit den Personalverbänden ausgehandelt.

Das Programm «Balance» umfasst laut Mitteilung eine Vielzahl von Einzelmassnahmen. 45 Prozent davon fallen in die Kompetenz des Stadtparlamentes, des Grossen Gemeinderates. Bei 11 Prozent haben die Stimmberechtigten das letzte Wort.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Clive Brook am 12.03.2015 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    #gahtsgarned

    sie haben also geld den Holidi zu ersetzen mit einem Millionen Projekt, welches dazu aussieht wie eine Zahnbürste, aber Lehrstellen streichen... WOW richtig toll macht ihr das -.-

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  • Baschi Misteli am 12.03.2015 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sparpotenzial

    Mir fehlt der Hinweis, dass auch beim Stadtrat 1-2 gute bezahlte Stellen abgebaut werden .............

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  • ChaCha am 12.03.2015 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Abbau um Abbau...

    doch die Kosten für die "soziale Wohlfahrt" steigen und steigen und steigen... ohne Limit... hier schreit noch niemand und wird einfach so hingenommen... bald ist es nicht mehr jeder dritte Steuerfranken, sondern bald jeder zweite welche in die Taschen von Sozialhilfebezügern fliesst... gut zu wissen, wofür ich jährlich Geld in die Stadtkasse "spende"...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ritschi am 13.03.2015 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon irrsinnig

    Winterthur hat einen neuen Rekord verbuchen können und Rekordsummen im Sozialen veschmissen. Aber Arbeitende und vor allem Lernende verträgt das System nicht ?! Wie lange ist unser System noch bezahlbar ? Ich meine unser System mit Beiden Händen Geld ins Ausland zu werfen und die Grenzen zu öffnen um diese dann hier durchfuttern und verwalten und verKESBen zu können ? Das geht nicht ewig auf...

  • Miau am 13.03.2015 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sparen wie üblich am falschen Ende

    40 Lehrstellen werden gestrichen und die mit dem dicken Salär bleiben. Genau die geben sich wohl demnächst für ihre tollen Ideen noch eine Lohnerhöhung. Schliesslich müssen rostige Zäune um die Kehrichtanlage und überteuerte Holzzahnbürsten ja bezahlt werden.

  • Hope am 13.03.2015 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaum zu glauben

    Kaum zu glauben,da werden 40 Lehrlinge entlassen und gleichzeitig wird der Wasserkopf bei Alter und Pflege ausgebaut und neue Geldverdunster eingestellt.

    • Peter Kamber am 13.03.2015 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      Entlassen?

      Kein Lehrling wird entlassen. Nur werden künftig 40 weniger eingestellt.

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  • Mani am 13.03.2015 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    braucht es so viele???

    Da in den letzten Jahren in der ganzen Schweiz, der Verwaltungsapparat bis zum "geht nicht mehr" aufgeblasen wurde, wird in Zukunft dieser Schritt Schule machen.

  • Ein Mitdenker am 13.03.2015 05:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verlagerung der Kosten

    Komischerweise zahlz, dann die Arbeitslosenkasse und dann das Sozialamt. Man nennt das Kostenverlagerung. Unter dem Stricht zahlt beides der Steuerzahlhler. Ein totaler Irrsinn. Würde man an den tatsächlich möglichenm Sparen, müsste nicht immer am Personal gespart werden!

    • Chancengeber am 13.03.2015 12:02 Report Diesen Beitrag melden

      Optimistischer

      Naja, die Arbeitslosenkasse bezahlt die Versicherung und bis dann jemand auf dem Sozialamt landet, dauert es insgesamt ca. 2 Jahre, wenn er dann noch angespartes hat noch länger. Geben Sie doch den Entlassenen die Zeit eine neue Stelle zu finden. Viele werden dies in dieser Zeit schaffen.

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