Studio Leutschenbach

23. Oktober 2019 14:38; Akt: 23.10.2019 14:38 Print

Stadt Zürich will die SRG zur Kasse bitten

Die SRG darf das Areal im Leutschenbach in Zürich schon seit Langem gratis nutzen. Nun soll sich dies aber ändern.

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Die Stadt Zürich lässt die SRG seit über 50 Jahren das Grundstück im Leutschenbach gratis nutzen. Damit soll nun aber Schluss sein. Die Stadt will die SRG zur Kasse bitten.

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Der Stadtrat will dafür den Baurechtsvertrag anpassen. Neu soll die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG 159'000 Franken pro Jahr zahlen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Ob dieser Betrag fällig wird, entscheidet der Gemeinderat in einer seiner kommenden Sitzungen.

Die Vertragsanpassung dürfte aber unbestritten sein. Denn die SRG sorgte bei der Stadt Zürich im vergangenen Frühling für ordentlich rote Köpfe. Die Stadt war auf der Suche nach einem Grundstück für Schulen, Kindergärten und bezahlbare Wohnungen und interessierte sich für ein SRG-Areal. Die SRG gab jedoch nicht der Stadt Zürich den Zuschlag, sondern dem Versicherungskonzern Swiss Life.

SRG verdiente mit Landverkauf Millionen

So verdiente die SRG 81 Millionen Franken – doppelt so viel, wie die Stadt bieten konnte. Und dies obwohl «der Leutschenbach» seit 1963 gratis auf städtischem Land steht. Als Retourkutsche soll nun der Vertrag abgeändert werden. So will die Stadt dies aber nicht bezeichnen. Sie fand einen anderen Weg, um die SRG zur Kasse zu bitten.

Im Vertrag sei die Nutzung auf die Produktion von Fernsehprogrammen eingeschränkt, teilte der Stadtrat mit. Die SRG beabsichtigt jedoch, das Radiostudio Brunnenhof in der Nähe des Bucheggplatzes in den Leutschenbach zu zügeln. Geplant ist dies im Jahr 2021.

«Intensive Verhandlungen»

Unter dem Titel «Radio Hall» soll eine Halle, in der heute Produktionsfahrzeuge stehen, zu einem Radiostudio umgebaut werden. Diese Nutzung sei nicht im Vertrag vorgesehen, schreibt der Stadtrat dazu. Deshalb habe man mit der SRG «intensive Verhandlungen» über eine Anpassung des Baurechtsvertrages geführt.

Man habe sich dann darauf geeinigt, dass die SRG einen Teil des städtischen Landes für das Radiostudio nutzen dürfe, im Gegenzug aber ein jährlicher Baurechtszins von 159'000 Franken fällig wird. Die von der SRG durch diesen Umzug erhofften Einsparungen werden somit schmerzlich geschmälert.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Black Pearl am 23.10.2019 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sauerei

    Die SRG soll zur Kasse gebeten werden vielleicht hört dann endlich die unnötige Geldverschleuderung auf. In jedem Studio nur Designermöbel ganze Lüftungsanlagen die locker noch 30 Jahren halten würden, werden ersetzt usw.

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  • Seppetoni am 23.10.2019 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    da steckt noch viel mehr dahinter

    Die SP Klientel wurde und wird auch weiterhin grosszügig bedient. Baurecht, Genossenschaftswohungen, Stellenbesetzung, ist nur die Spitze des Linksberges.

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  • ruth am 23.10.2019 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich

    die sollen nicht so hohe löhne zahlen dann reichts auch fürs areal ich finde das unglaublich

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Neo Leskuler am 24.10.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    NoBillag/Serafe

    Ein ja zur NoBillag/Serafe hätte als die erübrigt. Viva.

  • Fabian am 24.10.2019 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich!

    Heisst das jetzt, dass wir Stadt-Zürcher die SRG doppelt finanzieren? Einmal durch Empfangsgebühren und zusätzlich als Steuerzahler durch Ausgleich von jährlich entgangenen Einnahmen von 159000? Warum wurde das nicht VOR der Abstimmung zu NoBillag aufgezeigt? Wäre ganz klar ein deutliches Argument für die Abschaffung der Gebühren gewesen..

  • Susanne am 23.10.2019 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nein!!!!!

    Keine Miete für SRG! Die werden unsere Fernsehgebüren dafür missbrauchen!!

    • Reto F am 23.10.2019 21:59 Report Diesen Beitrag melden

      Peanuts

      Rechne mal nach. Die SRG erhält min. 4 mio x, die 365.- das sind ca. 1.4 mia. Firmen und Werbe Einnahmen sind noch nicht mit eingerechnet. Für 160000 braucht es gerade mal etwa 400 SRG-Zahler.

    • Peter Müller am 24.10.2019 09:35 Report Diesen Beitrag melden

      Gerettet nicht missbraucht

      Wenn das Geld bei der SRG ist wird es für G&G verbrannt, also es wird gerettet sie bezahlen dadurch weniger Steuern.

    • Emma am 24.10.2019 09:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto F

      Also wenn es für Falschinformationen einen Nobelpreis gäbe, bekämst du den. Über die Verteilung der Gebühren findest du alles korrekt im Internet. Lies mal nach!

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  • Heidi A. am 23.10.2019 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Keine gute Idee!

    Das war wohl zu erwarten... Jetzt fängt die Gier und das Aushöhlen der Zwangsgebühren an, (und deren langsamen jährlichen Erhöhung) wie bei der obligatorischen Krankenkasse. Deshalb: Finger weg von unseren Fernsehgebühren für Miete!

    • Pascal am 23.10.2019 20:48 Report Diesen Beitrag melden

      Lern bitte rechnen

      Die Summe ist mit 500 Fernsehgebührenzahlenden schon wieder drin. Die Summe macht wohl nicht mal 1.- Erhöhung aus. Bitte informier dich mal wo wirklich das meiste Geld ausgegeben wird.

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  • Paul am 23.10.2019 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und wer

    soll es bezahlen, wir mit den Gebühren. Oder mit der Erhöhung der Treibstoff und Heizölpreise. Damit würde das Geld der Bevölkerung zurückfliesen

    • An Paul am 23.10.2019 19:59 Report Diesen Beitrag melden

      Treibstoff und Ölpreise

      würden von der Bevölkerung genommen, nicht zurückfliessen.

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