Stadt Zürich

01. Juli 2014 14:08; Akt: 01.07.2014 14:13 Print

Stadtrat Wolff legt Hand an für die Velofahrer

Das 2011 gestartete Pilotprojekt mit rot eingefärbten Velostreifen ist laut Stadt Zürich ein Erfolg. An den Teststellen konnte die Verkehrssicherheit deutlich erhöht werden.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Um den Veloverkehr in der Stadt sicherer zu machen, werden darum bis Ende 2015 an vierzig gefährlichen Stellen die Velostreifen rot eingefärbt. Die ersten zwanzig Stellen sollen noch in diesem Jahr bezeichnet werden, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.

Bei einer davon legte Polizeivorsteher Richard Wolff (AL) am Dienstagvormittag gleich selber Hand an: An der Leonhardstrasse bei der Universität schnappte er sich einen Kübel rote Farbe und goss diese über den Asphalt. «Falls ich mal abgewählt werde, wäre dies vielleicht ein neuer Job für mich», scherzte er.

Mit Swarovski-Perlen versetzt

Um die Gefahrenstellen allen bewusst zu machen, will die Stadt die Markierungen, die dank Swarovski-Perlen gut sichtbar sind, allerdings zurückhaltend einsetzen. Zu viele solche Streifen minderten die Wirkung. «Ich bin überzeugt, dass die Rot-Einfärbungen einen Beitrag leisten, um die motorisierten Verkehrsteilnehmenden beim Queren von Radstreifen auf vortrittsberechtigte Velofahrende aufmerksam zu machen», sagte Wolff.

Im Rahmen des Pilotprojekts waren an fünf Orten die Gefahrenstellen rot eingefärbt worden. Die gesammelten Erfahrungen seien durchwegs positiv, sagte Heiko Ciceri, Kommunikationsverantwortlicher der Dienstabteilung Verkehr, auf Anfrage.

Gute Erfahrungen in Oerlikon

So habe es beispielsweise an der Kreuzung Dörfli-/Schwamendingerstrasse seit 2011 keinen einzigen Unfall mehr gegeben. Früher sei es dort jährlich zu ein bis zwei Unfällen gekommen. Zudem setzten Autofahrer an den rot eingefärbten Stellen häufiger den Blinker ein. Dies hätten Beobachtungen vor Ort ergeben.

Seit Anfang Januar ist auf Bundesebene die nötige gesetzliche Grundlage für die roten Markierungen in Kraft. Damit kann das Pilotprojekt nun durch definitive Massnahmen ersetzt werden. Die Einfärbung ist Teil des Programms «Stadtverkehr 2025», mit dem die Attraktivität des Veloverkehrs erhöht werden soll.

Pro Velo zeigt sich zufrieden

Positiv äussert sich auch Dave Durner, Geschäftsführer von Pro Velo Kanton Zürich: «Es ist der richtige Weg, gerade auch weil die Stadt rote Farbe nur dort aufträgt, wo es auch wirklich nötig ist.» Pro Velo sei von Anfang an ins Projekt miteinbezogen worden und habe eng mit der Dienstabteilung Verkehr zusammengearbeitet. «Wir gaben auch Inputs bezüglich neuralgischer Orte», sagt Durner. «Jetzt hoffen wir, dass die Neuerung funktionieren wird.»

(sda/rom)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Muster am 01.07.2014 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hallo Velofahrer

    Ich bin ein leidenschaftlicher Autofahrer, unterstütze jedoch sämtliche ausbauten für Velofahrer, damit diese sicher durch den Strassenverkehr kommen, doch bitte, bitte: Benützt die Velowege, fahrt nicht auf Trottoir, haltet euch an die Verkehrregeln, und zeigt das Ihr mit eurem guten Benehmen Charakter habt. Das wäre der Zivilisation würdig, nicht das anarchistische Verhalten.

  • Marko am 01.07.2014 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Was macht der Typ da im Video?

    Hat er noch nie im Leben mit einer einem Farbroller gestrichen? Der soll das gefälligst sauber machen wenn er schon unser Geld dafür ausgeben darf und sonst soll er es dem fähigen MA neben ihm überlassen. Echt, sowas von unfähig.

    einklappen einklappen
  • Kunibert am 01.07.2014 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei Nässe Abflug?

    wurde auch darauf geschaut, das es uns bei Regen auf der Farbe nicht auf die Schnauze haut?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Walter am 02.07.2014 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Velo-Steuer muss kommen

    Man kann nicht Fünfer + das Weggli von den Steuernzahlern haben - jetzt muss gehandelt werden.

  • Meinrad am 02.07.2014 02:34 Report Diesen Beitrag melden

    Kurios

    Stadt Zürich, ein Eldorado für Linksgrüne Velofahrer und Staatsbeamte, bravo. Bald wird man wohl einen Bedürfnisnachweis erbringen müssen, wenn man noch Autofahren will in der Stadt.

  • Mike am 01.07.2014 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rutschig

    Super macht noch mehr solche Farbe auf den Boden! Damit auch schön viele beim Bremsen auf die Schnauze fallen. Velo, Töff etc... in gewissen Städten z.B. Olten muss man schon eine geeignete Fläche zum Bremsen suchen.

  • Singer Peter am 01.07.2014 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    Unzureichend

    Das ist absolut unzureichend! Auf jeder Strasse braucht es zwingend von der Strasse abgetrennte Velobahnen! Analog Autobahnen, um die Sicherheit zu garantieren sind die Fahrwege der Autostrasse zu Begrenzen zugunsten der Velobahnen! Ebenso muss jede Strasse in beiden Richtungen von Velos befahrbar sein! Das Velo muss eh wegen der CO2 Bilanz dem Auto bevorzugt werden!

  • Autofahrer und Fußgänger am 01.07.2014 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Veloweg abschaffen

    Die Stadt soll die Velowege abschaffen. Die meisten Drahteselfahrer benützen eh den Gehsteig auch wenn daneben eine für sie reservierte und ungefährliche Fahrspur vorhanden ist. Beobachte dies täglich an der Hardturmstrasse.