«Unzumutbar»

08. April 2019 04:54; Akt: 08.04.2019 04:54 Print

Goldküsten-Baustelle nervt Autofahrer gewaltig

Wegen einer Baustelle an der Seestrasse in Küsnacht bildet sich derzeit Stau. Weil die Polizei Quartierstrassen vor kurzem gesperrt hatte, mussten sich Autofahrer besonders gedulden.

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Ärger an der Zürcher Goldküste: Wegen Bauarbeiten an der Seestrasse in Küsnacht bildet sich seit Wochen ein langer Stau Richtung Zürich. Vor allem in den frühen Morgenstunden müssen die Autofahrer Geduld beweisen. Letzte Woche war es besonders schlimm. Eine Änderung in der Verkehrsregelung führte zu einem Chaos.

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«Ich habe eine halbe Stunde länger gebraucht»

Wie ein Herrliberger berichtet, konnte man die etwa 400 Meter lange Baustelle am rechten Zürchseeufer bisher mit vernünftigem Aufwand umfahren.

Letzten Mittwoch stand er aber bereits ab der Ortsgrenze Erlenbach: «Ich habe an diesem Tag insgesamt 45 Minuten von Herrliberg bis nach Zollikon gebraucht. Das sind 30 Minuten mehr als sonst.»

«Nichts bewegte sich»

Besonders ärgerlich: Die Polizei hatte für die Zürichstrasse und weitere Quartierstrassen ein Fahrverbot Richtung Zürich verhängt. Autofahrer waren gezwungen, auf die Alte Landstrasse auszuweichen: «Wie es dort ausgesehen hat, kann sich jeder vorstellen.»

Auch ein Leser aus Küsnacht berichtet über kilometerlange Staus: «Ich stand am Mittwoch bereits nach der Bahnunterführung in Küsnacht – nichts bewegte sich.» Irgendwann habe er die Geduld verloren und die Fähre von Meilen nach Horgen genommen. Am Freitag stand der Mann erneut im Stau, wie er sagt: «Das ist unzumutbar.»

«Lässt sich nicht vermeiden»

Die Baudirektion Kanton Zürich bestätigt auf Anfrage, dass sich Anwohner und Autofahrer bereits beschwert hätten: «Uns war bewusst, dass die Bauarbeiten an der Seestrasse zu längeren Reisezeiten führen werden», sagt Sprecherin Isabelle Rüegg. Ein Stau bei einer solch vielbefahrenen Strasse sei kaum zu vermeiden.

Letzten Mittwoch habe sich die Situation kurzzeitig verschärft: «Die Gemeindepolizei hat in Absprache mit uns einzelne Seitenstrassen gesperrt.» Damit wollte man den Schleichverkehr in den Quartieren unterbinden. Mittlerweile seien diese Sperrungen wieder aufgehoben.

Die jetzige Verkehrsführung soll laut Rüegg bis Bauende bestehen bleiben: «Unseren Berechnungen und Erfahrungen zufolge ist die aktuelle Umleitung die beste Option.» Man beobachte aber die Situation laufend und werde Verbesserungen vornehmen, wenn man Potenzial sehe.

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Helen am 08.04.2019 06:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ineffizient und schikane

    Alles wegen einer relativ kleinen Baustelle welche im Ausland innert 48 Stunden im 24 Stunden Betrieb erledigt wäre. Bei uns dauert es Monate und man sieht selten Bauarbeiter.

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  • L.K. am 08.04.2019 06:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ärgerlich

    Wenn mal eine Baustelle kommt, geht es sehr lange bis diese beendet wird. Ich bin mir nicht sicher, ob es absichtlich so gemacht wird um die Autofahrer zu schikanieren, oder nach dem Motto:Zeit ist Geld , je länger um so höher die Rechnung. Bei uns in Brügg brauchten die Strassenarbeiter 8 Monate nur für einen neuen Kreisel. Andere Länder bauen in 2 Jahren den grössten Flughafen der Welt. Hier zulande wird sehr lasch gearbeitet. Unglaublich ärgerlich!

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  • René am 08.04.2019 06:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erbarmen

    Die armen Goldküstler . Versucht doch mal von Dübendorf her nach Zürich zu gelangen , oder nur nach Regensdorf und das jeden Tag am Morgen auf dem Weg zur Arbeit . Und das die nächsten 5 Jahre dank der unnötigen Einhausung vor dem Schöneichtunnel oder wie der heisst .

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Autofahrer am 08.04.2019 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Küsnacht Hinwil

    Schlimm sowas. Könnte man auch nachts machen. Oder die Baustelle in Hinwil bei der Ampel. Geduldsprobe.

  • Ines am 08.04.2019 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Im Stadtrat knallen die Sektkorken!

    Ziel erreicht, wieder mal die reichen Goldküsten Bewohner erfolgreich schikaniert

  • El Loco am 08.04.2019 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Autodemo

    An die Besserwisser, die den Zug nehmen: Vielleicht müssten sich mal die Autofahrer zusammentun und eine Autodemo veranstalten Analog Klimademo? Wie wäre das denn? Mal das Auto ein Jahr stehen lassen, Schild abmelden, Versicherung kündigen. Benzin braucht man dann ja auch nicht. Was meinen Sie würde am Morgen auf den Bahnhöfen geschehen wenn der Zug einfährt? Wilde Schlägereien? Und mit Ihrem netten Bahnbillet? Wird wohl noch teurer. Aktzeptieren Sie doch einfach, dass es Menschen gibt, die Auto fahren wollen/müssen und seien Sie gottenfroh, dass sie nicht auf Ihren Zug umsteigen!

  • Arnaldo Camisa Nalim am 08.04.2019 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Goldküsten-Bewohner

    Was wirklich erbärmlich ist, sind die Kommentare in Bezug auf die Goldküste, diese Schadenfreude, die viele hier zum Ausdruck bringen und gar nicht das Thema kommentieren. Ich lebe seit Geburt an der Goldküste und bin nicht reich. Es ist ein wuderschöner Ort wie viele andere in der Schweiz. Dieser Hass, Neid und Missgunst, gegen die Goldküstenbewohner ist wirklich fehl am Platz. An dieser Baustelle stimmt wirklich etwas nicht, sonst wäre nicht alles still gestanden. Logisch gibt es an anderen Baustellen auch Stau. Schreibt doch einfach zu diesem Thema und fertig.

  • Ampelsystem auf Seestr. am 08.04.2019 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    D.C.

    Bleibt zu hoffen, dass dieses Erlebnis einmalig war. Die Behörden zeigten sich wenigstens was die Fahrverbote anbelangt Einsichtig. Zumindest hatte es seit Mittwoch kein Fahrverbot mehr auf der Zürichstr. Warum man diese Baustelle, wie dutzend andere auf der Seestr., nicht auch mittels Ampelsystem bedient, bleibt allerdings das Geheimnis der Baudirektion. Der Schleichverkehr würde sowieso stattfinden, aber nicht in diesem Ausmass, wie es jetzt stattfindet.