Attacke auf Hans Fehr

30. Januar 2011 13:45; Akt: 30.01.2011 14:24 Print

Stauffacher macht SVP verantwortlich

Die «Spaltungspolitik» der SVP sei der Grund «für die Gewalt innerhalb der Arbeiterklasse», sagt die Wortführerin des Revolutionären Aufbaus Zürich.

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Andrea Stauffacher 2003 an einer Kundgebung in Zürich. (Bild: Keystone)

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Bei der Prügelattacke auf den Zürcher SVP-Nationalrat Hans Fehr sei «nicht die Frage, wer was getan hat», findet Andrea Stauffacher. Laut der Sprecherin des Revolutionären Aufbaus Zürich geht es darum, wer in der Schweiz «strukturelle wie offene Gewalt ausüben darf».

In einem Interview in der Zeitung «Der Sonntag» sagte die 61-jährige Chefin des Schwarzen Blocks weiter, die «Spaltungspolitik» der SVP sei «für die Gewalt innerhalb der Arbeiterklasse» verantwortlich. Die SVP sei nicht die Ursache, aber «die treibende Kraft in der Rechtsentwicklung und der rassistischen Hetze».

Die Prügelattacke auf Fehr habe eine Hysterie ausgelöst. Es liege auf der Hand, «dass die SVP die Gunst der Stunde riecht». Zum konkreten Angriff auf Fehr sagte die Autonomen-Chefin, es gebe Aussagen, dass nicht ein ganzer Mob, sondern zwei Leute hinter dem Angriff stünden. Auf die Frage, ob es zutreffe, dass sie versucht habe, die Attacke zu stoppen, wollte Stauffacher nicht eingehen.

Auf offener Strasse mit Faustschlägen traktiert

Nationalrat Hans Fehr war am 21. Januar zu Fuss unterwegs gewesen zur Albisgüetlitagung der SVP des Kantons Zürich, als ihn mehrere demonstrierende Linksautonome erkannten. Fehr wurde auf offener Strasse mit Faustschlägen und Fusstritten traktiert. Er erlitt mehrere Schrammen und eine Rippenprellung. Nach dem Angriff musste Fehr im Spital behandeln lassen. Er hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bianca am 30.01.2011 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Angriff auf die Demokratie

    Wer anders Denkende tätlich angreift oder nach einem unerwünschten Abstimmungsresultat randaliert, der ist meiner Meinung nach ein Feind der Demokratie. Klar steht die Schweiz vor einigen Herausforderungen bezüglich steigender Mieten und Krankenkassenprämien, bezüglich den Sozialsystemen und der demographischen Entwicklungen, etc. Es ist jedoch klar, dass man solche Probleme NICHT mit Krawall lösen kann! Man muss den Tatsachen ins Auge sehen und gemeinsam, d.h. alle Parteien zusammen, umsetzbare Lösungen suchen, die mehrheitsfähig sind und funktionieren können.

  • jey am 30.01.2011 21:56 Report Diesen Beitrag melden

    Lange gehts ja nicht mehr so weiter...

    Ich staune, hier werden ja pro-Rechte Kommentare abgebildet, na dann: Schon traurig, wenn sich die linken Leute in der Politik sowie im Alltag so unfähig benehmen. In 10 Jahren wird man die Linken vergebens in unserer Politik suchen, denn dann werden sie Ernten, was sie in den letzen 20 Jahren gesät haben...

  • Martin Lüthi am 30.01.2011 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Lernt den Dialog!

    "Revolutionärer Aufbau Zürich"? So einen Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Wisst ihr, wo das Problem in der politischen Landschaft der Schweiz liegt? Ganz einfach. Jede Idee, jeder Vorstoss, mag sie/er noch so gut sein, wird aus partei-ideologischen Gründen vorerst einmal in Abrede gestellt und bekämpft. Ginge ja gar nicht, wenn die SP an einer Idee der SVP Gefallen finden würde, oder umgekehrt. Ihr Politiker/Innen der Schweiz: lernt den Dialog. Zusammen geht's besser! Oder glaubt ihr, dass Aufstände wie in Kairo hier nicht auch einmal geschehen könnten?

Die neusten Leser-Kommentare

  • M.R. am 28.09.2011 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Katastrophal...

    Wenn man sich vorstellt, woher Fr. Stauffacher ihre Ideen hat, und was passiert ist, als Leute mit solchen Ideologien an die Macht kamen (cf. Lenin, Stalin, Mao, Kim Il Sung, Hoxha,...), dann läuft es mir kalt den Rücken runter beim Gedanken, dass heute in der Schweiz immer noch Leute dieser Verblendung erliegen. Viel Glück bei der Genesung, Frau Stauffacher.

    • simon müller am 28.09.2011 21:37 Report Diesen Beitrag melden

      beide seiten

      ja das selbe besteht aber auch auf die andere seite von gewissen politikern...

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  • Dr. Motte am 31.01.2011 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wo der Schuh drückt...

    Schwache Argumentation von Fr. Stauffacher. Die SVP ist schuld, na klar. Und wenn ich den Bus verpasse, ist der Chauffeur schuld. Motive zählen bei Taten als Motivation, alles andere ist Kabis ! Gähn !

  • Adrian am 31.01.2011 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt

    Lasst doch der armen alten Dame ihr Hobby. Sie hat sonst ja nur Geld. So kümmert sie sich wenigstens um ein paar verblendete Jugendliche, die meinen, sie wüssten wie die Welt auszusehen hat. Wehe dem, der anderer Meinung ist. Der wird dann gleich von diesen Jugendlich auf seinen Fehler hingewiesen.

  • Susanne Baselland am 31.01.2011 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie ???

    War oder ist Frau Stauffacher nicht Sozialpädagogin? Die haben doch die Löhne vom Staat! Die SVP hat genauso wie SP, CVP, FDP.. laut Bundesverfassung: Art. 16 Meinungs- und Informationsfreiheit Art. 22 Versammlungsfreiheit Art. 23 Vereinigungsfreiheit !!!

  • Daniel am 30.01.2011 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wer Fr Stauffacher Unrecht gibt, leugnet sich selb

    Immerwieder interessant wie kindlich das Benehmen vieler Schweizer ist. Ein Problem muss immer an der Ursache gepackt werden! Es bringt nichts die Symptome zu bekämpfen, die Ursache ist ja das Problem! So nun für die etwas weniger beleuchteten, was ist denn für euch eine Hetze? Für mich ist die SVP klar dafür verantwortlich dass die Gewalt steigend ist! Ich weiss es ist nicht für jeden so offensichtlich aber etwas denken und recherchieren würde niemandem schaden!

    • Marlis am 31.01.2011 20:02 Report Diesen Beitrag melden

      Politik muss man machen - und nicht mit

      Gewalt + Sachbeschädigungen bekämpfen, aber wenn man eben keine Argumentationen hat, dann greift man zu billigen Metoden.

    • Andreas Weber am 29.09.2011 14:34 Report Diesen Beitrag melden

      Klare Sache!

      Dass die linke mit physischer Gewalt auf die Rhetorik der SVP antwortet zeigt mir lediglich, dass sie a) unfähig sind schlüssig und überzeugend zu Argumentieren, b) dass sie vielleicht wissen dass sie im Unrecht sind, dies aber aus ideologischen Gründen (oder Verblendung) nicht zugeben können und deshalb aus Frustration agressiv sind.

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