Geld-Engpass im Ausgang

21. Februar 2011 23:01; Akt: 21.02.2011 22:05 Print

Stift überfiel Passant brutal

von Roman Hodel - Um im Ausgang das leere Portemonnaie wieder zu füllen, hat KV-Lehrling A.E. Passant J.G. überfallen und ihm die Nase gebrochen. Es war nicht die einzige Tat des jungen Kickboxers.

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Wenn KV-Lehrling A.E.* etwas un­bedingt wollte, schlug er zu: Letzten August war dem 19-jährigen Libyer im Ausgang an der Langstrasse das Geld ausgegangen.

Völlig unvermittelt verpasste der angetrunkene Kickboxer dem 40-jährigen, betrunkenen Passanten J.G.* einen Fusstritt ins ­Gesicht und brach ihm so das Nasenbein. Dann nahm er dem Opfer 70 Franken ab. Im September brach A.E. in Oerlikon ein Auto auf, weil er Geld brauchte fürs Oxa. Einen Monat später bedrängte er in einer Gruppe zwei junge Frauen. Als A.A.* den ­beiden helfen wollte, wurde dieser brutal verprügelt. An vorderster Front dabei: der Angeklagte – er trat mehrmals gegen den Kopf des am Boden liegenden Opfers.

Gestern nun stand der einschlägig vorbestrafte A.E. vor dem Bezirks­gericht Zürich. Zur Verhandlung kam er schon mal zu spät. «Die Taten tun mir leid», flüsterte der schmächtige junge Mann – die Richterin musste ihn x-mal auffordern, lauter zu sprechen. «Ich will ein neues Leben anfangen – ohne Gewalt, Kiffen und zu viel Alkohol.» Eine Therapie sei aufgegleist. Trotzdem verurteilte das Gericht den KV-Lehrling zu 22 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung. «Ein Fehler in den nächsten vier Jahren und Sie wandern ins Gefängnis», warnte die Richterin. «Immerhin haben Sie sich bei den Opfern schriftlich entschuldigt.» Bei J.G. tat er dies allerdings nur auf dessen Druck hin und auch erst kurz vor der Gerichtsverhandlung.

*Namen der Redaktion bekannt

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ray Ban am 22.02.2011 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Täter kriegt Chance - und die Opfer

    Wie bitte? Nochmal eine Chance¨Die hat er seinen Opfern aber auch nicht gegeben - warum kriegt er eine!?

  • Hans Eichenberger, Zürich am 22.02.2011 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Kampfsportausbildung als Therapie

    Dank an unsere Sozialromantiker. Sie verpassen ihren Sozialfällen und anderen die Ausbildung in einer Kampfsportart, um den "inneren Frust" abzubauen. Das Resultat sehen wir. Andere Frage, warum wird dieser Typ nicht sofort ausgeschafft? ist ja volljährig.

  • Lindo Anjo am 22.02.2011 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Verständnis

    Ich möchte nur einmal erleben, dass man so verständnisvoll und hilfsbereit mit den Opfern umgeht wie man es immer mit den Tätern macht! Bezahlte Therapien gibt es auch immer nur für den 'armen Täter/in'!

Die neusten Leser-Kommentare

  • René Kälin am 22.02.2011 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Die Richter strafen die Opfer

    Was soll das? Wieso wieder nur bedingt? Braucht es wirklich erst einen Totschlag, schwer oder nur schon verletzt reicht nicht!? Diese Schläger wissen ganz genau, dass sie nichts befürchten müssen. Die Richter sind auf ihrer Seite!!! Näme mich Wunder wie diese reagieren würden, wären sie selbst einmal Opfer?

  • Schweizer am 22.02.2011 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Rausschmeissen, keine Kuscheljustitz

    Sofort in seine Heimat zurückschicken. Da gibt es n ichts zu diskutieren. Ausserdem, wieso ist das Photo verfremdet? Die Öffentlichkeit hat ein zwingendes Recht diesen Verbrecher zu kennen. Das inklusive kompletter Adresse. Auch das Urteil ist ein Witz. Nur 22 Monate bedingt und das bei diesen Vorstrafen. Hier wären mindestens 5 - 8 Jahre Zuchthaus angemessen.

  • max hart am 22.02.2011 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    meine meinung

    ich als kampfsportler könnte mich im ausgang auch prügeln. doch wer ein kleines bischen was vom sport begriffen hat weis, dass man sein können nicht wahllos ausserhalb des rings einsetzt. ich ziehe im Ausgang immer den kürzeren, denn lieber krieche ich vor nem andern rum als mit ihm ne schlägerei anzufangen, denn ich weis ich würde gewinnen und warscheinlich von der polizei bestrafft werden. Kampfsportler sollten es besser wissen als diese bahnhofsprügler schande!

    • Susanne Reich am 23.02.2011 23:03 Report Diesen Beitrag melden

      kein Können

      In Ihrem Fall ist es sicher Können und Sie haben die dazu notwendige Einstellung, sehr wichtig für Kampfsportler. Doch dies was dieser junge Mann getan hat, kann ich nicht als Können bezeichnen. Dies ist schlicht und einfach brutale Gewalt zum Eigennutz.

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  • Lindo Anjo am 22.02.2011 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Verständnis

    Ich möchte nur einmal erleben, dass man so verständnisvoll und hilfsbereit mit den Opfern umgeht wie man es immer mit den Tätern macht! Bezahlte Therapien gibt es auch immer nur für den 'armen Täter/in'!

  • Hans Christoffel am 22.02.2011 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Sicherheit mehr

    Es vergeht kaum ein Tag, an welchem es Prügeleien, Gewalttaten, Raubüberfälle von Jugendlichen schon ab ca. 14 Jahren gibt. Die Opfer sind geschockt, verletzt, schwerverletzt, gelähmt oder sogar tot. Sie werden geschlagen, niedergestochen noch an den Kopf und ins Gesicht getreten. Wer solches tut nimmt den Tod des Opfers in Kauf. Es ist ihnen egal, jemanden für ein paar Franken zum Krüppel zu schlagen oder umzubringen. Wegen unserer Gesetze, aber vor allem wegen der Kuscheljustiz unserer Richter/inen werden dieBürger bei solchen Gewalttaten bald einmal zur Selbstjustiz greifen.