Unfallstatistik

04. März 2014 13:28; Akt: 04.03.2014 14:40 Print

Strassen im Kanton Zürich werden immer sicherer

Seit 50 Jahren hat der Strassenverkehr so wenig Todesopfer und Verletzte gefordert wie 2013. Dafür gab es in Zürich mehr Schwerverletzte und viele betrunkene Velofahrer in Winterthur.

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Die Zürcher Strassen werden sicherer - viele Velounfälle gibt es dennoch. (Bild: Keystone)

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3255 Personen wurden verletzt, 34 getötet. Im Vorjahr waren es 3396 Verletzte und 38 Tote gewesen. Dies geht aus der Verkehrsunfallstatistik 2013 hervor. Besonders erfreulich ist laut Verkehrspolizeichef Frank Schwammberger, dass im Berichtsjahr wiederum kein Kind ums Leben gekommen ist. Dennoch: Von der «Vision Zero» sei man noch weit entfernt, sagte Schwammberger am Dienstag vor den Medien. Total 13'279 Unfälle wurden verzeichnet ( +13). 10'444 (10'319) gingen glimpflich mit Sachschaden aus.

Die Tendenz zu weniger Unfällen und weniger Opfern halte an. Und dies, obwohl jedes Jahr 10'000 Motorfahrzeuge mehr im Verkehr seien und die Bevölkerung jährlich um 20'000 Personen anwachse. Im Jahr 1971 waren 260 Menschen dem Strassenverkehr zum Opfer gefallen – ein trauriger Rekord. Seither sanken die Zahlen der Toten – mit einzelnen Ausnahmen – kontinuierlich.

Von «Vision Zero» weit entfernt

Gemäss dem Chef der Verkehrspolizei greifen verschiedene Faktoren für eine verbesserte Sicherheit auf den Strassen ineinander: konsequente Kontrollen und Sensibilisierungskampagnen der Polizei, Massnahmen aufgrund der Unfallauswertungen, neue Regelungen auf gesetzlicher Ebene, sicherer gebaute Autos und bessere medizinische Versorgung.

Allerdings sei man noch weit entfernt von der «Vision Zero», so Schwammberger – der Vision eines Strassenverkehrs ohne Opfer. Die Bemühungen der Polizei gehen denn auch weiter.

Weniger Unfälle an Zebrastreifen

Auf Kantonsgebiet ohne Städte Zürich und Winterthur wurden 8362 Unfälle (-47) gezählt. Dabei kamen 22 Menschen ums Leben (Vorjahr 31), 1732 wurden verletzt, davon 340 (359) schwer, wie Schwammberger ausführte.

Im Gegensatz zu früheren Jahren nahm im Kantonsgebiet das Unfallgeschehen auch an Zebrastreifen deutlich ab: Es kam zu 85 Unfällen, 16 weniger als 2012. Verletzt wurden 67 Personen (-24). Allerdings wurden drei Personen getötet, eine mehr als im Vorjahr. Besonders neuralgische Streifen gab es nicht: Auf keinem Fussgängerstreifen kam es zu mehr als einem Unfall, so Schwammberger.

Stadt Zürich: Senioren besonders gefährdet

In der Stadt Zürich registrierte die Polizei zwar etwas mehr Unfälle als im Vorjahr, nämlich 3632 (Vorjahr 3566), wie Verkehrssicherheitschef Wernher Brucks sagte. Die Zahl der Verletzten sank jedoch auf 1241 (-68). Darunter waren allerdings mehr Schwerverletzte, nämlich 247 ( 5). Zehn Menschen (6) wurden getötet.

Besonders verletzliche Personengruppen sind laut Brucks neben Kindern zunehmend auch ältere Menschen. Diese Entwicklung dürfte anhalten angesichts der demografischen Entwicklung und der Tatsache, dass Senioren heute mobiler sind als früher. Mit 69 verunfallten Kindern (davon 61 verletzte) wurden so wenige registriert wie seit 20 Jahren nicht mehr. Dafür nahmen die Velounfalle um 3 Prozent zu.

Winterthur: Blaufahrer auf dem Velo

Einen neuen Tiefststand des Unfallgeschehens verzeichnete die Stadt Winterthur, nämlich 1099 (Vorjahr 1150), wie Daniel Beckmann von der Stadtpolizei Winterthur sagte. 253 Personen wurden verletzt, zwei getötet.

Einen deutlichen Anstieg beobachtet die Polizei bei den Velounfällen. Dies dürfte laut Beckmann mit dem «Bilderbuchsommer 2013» zusammenhängen. Mit 125 Velounfällen liege man über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt von 120,6. In jedem zweiten war der Velofahrer Hauptunfallverursacher.

Häufig wurde das Vortrittsrecht missachtet. Auch wegen «mangelhafter Bedienung des Fahrzeuges», beispielsweise freihändigen Fahrens, kam es immer wieder zu Unfällen. Und wegen Alkohols am Lenker: Bei jedem dritten von einem Velofahrer verursachten Unfall war Alkohol im Spiel, so Beckmann. Auf das Auto zu verzichten nach dem Trinken sei zwar gut – das Velo sollte man dann aber auch stehen lassen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bruno Weibel am 04.03.2014 23:26 Report Diesen Beitrag melden

    Na klar..

    Im Stau kann natürlich weniger passieren

    einklappen einklappen
  • sepp am 04.03.2014 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist weil

    ... man nur noch steht mit dem Auto.

    einklappen einklappen
  • Beat Feuzli am 05.03.2014 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein, ...

    ... ich will nicht in die EU!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Boriz am 05.03.2014 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja...

    Also die Fahrzeuge sind vielleicht sicherer geworden, oder mehr Fahrer haben sich angeschnallt, auf den Strassen gab es per se ja mehr Unfälle...

  • Beat Feuzli am 05.03.2014 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein, ...

    ... ich will nicht in die EU!

  • kevin am 05.03.2014 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    judihudigeissefudi

    bei zunehmender verkehrsichte runter mit den tempolimiten. logisch, oder?

  • manfred am 05.03.2014 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    velo

    ich fahre täglich ca. 90km überland und in der stadt und wenn ich in zürich sehe wie die velofahrer kopflos kreuz und quer fahren ohne die signalisation zu beachten wundern mich diese zahlen überhaupt nicht. wenn ich nicht so aufmerksam wäre würde sich jede woche einer auf meine haube legen. und wenn man dann aufs horn steht bekommste noch den vogel gezeigt.

  • Ruedi am 05.03.2014 06:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Velofahrer fahren oft kriminell

    So wie die velofahrer manchmal kopflos auf dem Dratesel herumkurven verwundert mich das nicht. Aber eben, der Autofahrer ist ja schuld. Eine Fahrschule für velofahrer wär manchmal auch kein seich!!