Selber reparieren

12. Februar 2019 14:07; Akt: 12.02.2019 14:07 Print

Studenten haben Gratis-Velowerkstatt eingerichtet

Auf dem ETH-Campus Hönggerberg gibt es eine Velowerkstatt, die Studenten und Mitglieder gratis nutzen dürfen. Ein Ärgernis für die Profis?

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Ein kaputter Pneu, ein defektes Bremskabel: Wer sein Velo selbst reparieren will, braucht nicht nur die passenden Ersatzteile, sondern auch einige Spezialwerkzeuge. Auf dem ETH-Campus Hönggerberg haben Studenten gemäss der «Zürcher Studierendenzeitung» kürzlich eine Velowerkstatt eingerichtet. Darin können sie die Zweiräder selbstständig flicken.

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«Früher musste ich auf dem kalten Kellerboden sitzen – jetzt haben wir eine warme, gut ausgestattete Werkstatt», sagt Mitgründer Hannes Heller (27). Zusammen mit Kollegen hat er vor bald einem Jahr den Verein Velove gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, Studenten aufs Velo zu bringen. «Das Velo ist billig und effizient. Das ist eine Chance für den Städtebau und den Klimawandel.»

«Es ist gar nicht so schwierig»

Das Angebot kommt an: «An schönen Tagen können auch mal 25 Leute in der Werkstatt sein», sagt der angehende Bauingenieur. Es kämen auch Doktoranden vorbei, die noch nie einen Schraubenzieher in den Händen gehabt hätten. «Unsere passionierten Freiwilligen helfen ihnen, das Velo wieder in Schuss zu bringen. Viele merken, dass das gar nicht so schwierig ist und manchmal sogar Spass macht.»

Das von der ETH unterstützte Angebot richtet sich primär an Studenten aus Zürich. Als Vereinsmitglied können auch Externe von der Infrastruktur profitieren. Dafür muss man aber auf den Hönggerberg pedalen: «Leider konnten wir keinen Platz im Zentrum ergattern. Dieser ist hart umkämpft.» Dafür habe man nun einen Lagerraum für Velos.

«Ich erwarte keine Umsatzeinbusse»

Als Konkurrenz zu professionellen Werkstätten sieht Heller das studentische Projekt nicht: «Wenn Studenten aufs Velo umsteigen, bleiben sie dabei und werden später zu guten Kunden von Mechanikern.» Ganz in der Nähe der studentischen Velowerkstatt befindet sich die Höngger Filiale von VeloLukas. «Klar, könnte ich das Angebot als Konkurrenz ansehen», sagt Inhaber Lukas Staub. Eine Umsatzeinbusse erwarte er aber nicht.

«Es gibt immer noch Arbeiten, die man nicht selbst machen will oder die man sich nicht zutraut», so Staub. Ein Restaurantbesitzer habe auch kein Problem damit, wenn Studenten zu Hause selbst kochen. «Die Initiative ist eine gute Sache, weil sie ein Bewusstsein fürs Zweirad schafft und im besten Fall Leute aufs Velo bringt.» Vorstellen könnte sich Staub auch eine Zusammenarbeit mit der Werkstatt, etwa bei der Bestellung von Ersatzteilen.

Beim Laden Velo Elsener im Zürcher Seefeld stösst das Angebot ebenfalls auf Zustimmung. «Vor unserem Laden haben wir Werkzeuge, die von Velofahrern zum Teil rege benutzt werden, um selbst kleinere Reparaturen vorzunehmen», sagt Inhaber Christian Elsener. Je mehr Velofahrer es gebe, desto besser sei das für das Geschäft.

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Küde Bike am 12.02.2019 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Velolicht

    Und gebt denn Studenten unbedingt ein Velo Licht für vorne und hinten. Die Montage ist dabei ganz einfach, aber der Effekt im Strassenverkehr um so besser.

  • marko 34 am 12.02.2019 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich

    Schrecklich

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  • Küde Bike am 12.02.2019 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Velolicht

    Und gebt denn Studenten unbedingt ein Velo Licht für vorne und hinten. Die Montage ist dabei ganz einfach, aber der Effekt im Strassenverkehr um so besser.

  • marko 34 am 12.02.2019 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich

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