Auftritt an Uni Zürich

07. Mai 2012 21:24; Akt: 07.05.2012 22:45 Print

Studierende demonstrieren gegen IWF-Chefin

Einen Auftritt der IWF-Chefin Christine Lagarde an der Uni Zürich versuchte eine Gruppe von Studierenden zu verhindern - so wie im Jahr 2009 eine Vasella-Rede. Doch Lagarde kam dennoch zum reden.

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Rund 100 Studierende und Linksaktivisten haben am Montag gegen einen Auftritt von IWF-Chefin Christine Lagarde an der Universität Zürich demonstriert. Lagarde konnte ihre Rede zum Thema «Geteilter Wohlstand in einer globalisierten Welt» aber wie geplant halten. Eingeladen war Lagarde allerdings nicht von der Uni selber, sondern vom Schweizerischen Institut für Auslandforschung SIAF. Auch dagegen richtete sich die Kritik der Demonstrierenden: Dass der «neoliberale Thinktank» (Zitat aus dem Aufruf gegen den Auftritt von Lagarde) in einer Universität eine Plattform für eine prestigeträchtigen Auftritt erhält.

Wie ein Sprecher der Universität Zürich auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, waren auch einzelne Vermummte unter den Demonstranten. Die Stimmung sei aggressiv gewesen. Die Polizei, die vorsorglich mit einem Aufgebot ausrückte, musste aber nicht einschreiten. Offenbar sind einige Studierende, die sich vor der Uni mit Transparenten und Megafon besammelt hatten, von der Polizei weggewiesen worden. Das berichtet die «Zürcher Studierendenzeitung».

Feuerwehr musste aufgeboten werden

Die Demonstranten besetzten den Eingang zum Vorlesungssaal während rund 20 Minuten, berichtete ein Leser-Reporter. Danach zog die Gruppe selbstständig ab, «zündete im Gebäude allerdings noch Rauchpetarden und sorgte für eine aggressive Stimmung». Gemäss einem Mitarbeiter der Universität Zürich musste wegen der starken Rauchentwicklung die Feuerwehr aufgeboten werden.

Zur Demonstration aufgerufen hatte die Gruppierung «Uni von unten». Sie kritisiert, dass die Uni Zürich «immer wieder neoliberalen Akteuren ermöglicht, ihr Handeln in ein gutes Licht zu rücken». Auch ein früherer Auftritt von Nestlé-Chef Peter Brabeck wurde von Protesten begleitet. Ein Vortrag von Novartis-Chef Daniel Vasella im Jahr 2009 wurde aus Sicherheitsgründen sogar abgesagt.


Demo im Lichthof der Uni Zürich
(Video: Youtube/zuerireporter)

(jam/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nurmalso am 08.05.2012 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    Kann mich erinnern

    Schon lustig, dass hier von "Studenten" die Rede ist. Im Normalfall sind bei solchen Aktionen mindestens die Hälfte aller Teilnehmer Leute, die man nie in einer Vorlesung geschweige denn an einer Prüfung antreffen würde, sondern von Papi finanzierte "ewige Studenten" oder schlicht Linksaktivisten ohne jeglichen studentischen Hintergrund.

  • Tino Cavalli am 08.05.2012 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut sinnlos

    Die sogenannte "Uni von unten" setzt sich erfolgreich für Repression und gegen freie Meinungsäusserung ein. "Weil's cool ist" oder "de Kolleg isch au da", wie zwei von ihnen mir gestern sagten...

  • Rastapopoulos am 08.05.2012 00:44 Report Diesen Beitrag melden

    Das Übliche bei Extremisten

    Andersdenkende werden niedergeschrien oder in Lager gesteckt, viel neues kommt da weder von den Links- noch von den Rechtsextremisten. Später werden sich die Leutchen, die sich hier hervorgetan haben, in irgendwelchen "Verbänden" und Gewerkschaften beschäftigen, um sich dann irgendwann in ein politisches Amt wählen zu lassen. Dort werden sie dann der Allgemeinheit ihre profunde Lebenserfahrung und praktischen Kenntnisse von Wirtschaft und Gesellschaft angedeihen lassen. Die entsprechend ausgegorenen "Ideen" dürfen daher nicht weiter erstaunen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marie am 08.05.2012 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ich stimme David Hume unten zu

    Das passt mal wieder. Zudem: Lagarde kratzt das nicht. Vielleicht hustet sie im Rauch der Petarden, aber mehr auch nicht. Sie war vor noch nicht allzu langer Zeit meine Vorgesetzte (sie hatte damals noch einen anderen Job). Diese Frau ist total souverän und geht ihren Weg, schaut zwar nach links und nach rechts, hört und sieht sich auch alles an, aber marschiert trotzdem geradewegs durch. Sie ist fähig und liebenswürdig und auch humorvoll. Sie ist eine typische Französin: Ihr könnt kommen, aber passt auf was Ihr macht. Die macht das schon richtig.

  • nurmalso am 08.05.2012 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    Kann mich erinnern

    Schon lustig, dass hier von "Studenten" die Rede ist. Im Normalfall sind bei solchen Aktionen mindestens die Hälfte aller Teilnehmer Leute, die man nie in einer Vorlesung geschweige denn an einer Prüfung antreffen würde, sondern von Papi finanzierte "ewige Studenten" oder schlicht Linksaktivisten ohne jeglichen studentischen Hintergrund.

  • Tino Cavalli am 08.05.2012 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut sinnlos

    Die sogenannte "Uni von unten" setzt sich erfolgreich für Repression und gegen freie Meinungsäusserung ein. "Weil's cool ist" oder "de Kolleg isch au da", wie zwei von ihnen mir gestern sagten...

  • Mäge am 08.05.2012 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Uni von unten..

    ist wohl der peinlichste Club den es gibt. Ich finds aber immer wieder witzig zu sehen was für Gestalten da mitmachen haha.

  • R.Meier am 08.05.2012 03:19 Report Diesen Beitrag melden

    Christine Lagarde auf Promotion-Tour

    IWF-Chefin Christine Lagarde,hat es nach Zuerich in die Unversitaet geweht um den Studenten ein Falsch-Bild der Tatsachen und der Zukunft einzufloessen.