VBZ-Statistik

31. Juli 2014 12:32; Akt: 31.07.2014 13:14 Print

Täglich mindestens ein Unfall mit Verletzten

Insgesamt 253 Unfälle mit Verletzten gab es bei den Trams und Bussen der VBZ im ersten Halbjahr 2014 – mehr als in den beiden Vorjahren. Rückläufig sind hingegen Vandalenakte.

storybild

817 Schadenereignisse zählte die VBZ im ersten Halbjahr 2014 wie hier im Januar, als zwei Trams auf dem Paradeplatz kollidierten. Bei insgesamt 253 Unfällen gab es Verletzte. (KEYSTONE/Ennio Leanza) (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bei den Zürcher Verkehrsbetrieben (VBZ) haben sich im ersten Halbjahr 2014 mehr Unfälle mit Verletzten ereignet als in den Vergleichsperioden der letzten Jahre. Insgesamt gab es 817 «Schadenereignisse» mit Bussen und Trams, etwas weniger als 2013 (826) und deutlich mehr als 2012 (726).

Bei 253 Unfällen mit Bus oder Tram gab es Verletzte, wie der VBZ-Mitteilung vom Donnerstag zu entnehmen ist. Für das erste Halbjahr 2013 wurden in der Statistik 221 «Unfälle mit Körperverletzung» registriert, auch in den drei Jahren davor lag die Zahl unter jener von 2014. Wie im Vorjahr ereigneten sich zwei Unfälle mit tödlichem Ausgang.

Auch Stoppunfälle haben zugenommen

Trotz einer im Frühling 2013 gestarteten Präventionskampagne haben die sogenannten Stoppunfälle zugenommen. 112 Mal kam es zu einem Unfall, weil das Fahrpersonal wegen eines anderen Verkehrsteilnehmenden einen Notstopp einleiten musste. In der Vorjahresperiode gab es 104 solcher Stoppunfälle.

Um diese Vorfälle zu reduzieren, intensivieren die VBZ ihre Bemühungen, wie sie in ihrer Mitteilung schreiben. Flyer mit Tipps zum sicheren Verhalten würden in Bussen und Trams aufgelegt, weitere mögliche Massnahmen derzeit erarbeitet.

Mehr Unfälle beim Ein- und Aussteigen

Deutlich zugenommen haben die Unfälle beim Ein- und Aussteigen. Verzeichnet wurden 70 Ereignisse, 22 mehr als im ersten Halbjahr 2013. 354 Mal kollidierte ein Bus oder ein Tram mit einem Fahrzeug, 2013 waren es etwas mehr gewesen, nämlich 370 Kollisionen.

Die Zahl der böswilligen Beschädigungen gingen von 59 auf 43 zurück. Seit der Ausrüstung der Fahrzeuge mit Video-Überwachungskameras haben sich die böswilligen Beschädigungen zunehmend auf die Haltestelleninfrastruktur verschoben, wie die VBZ schreiben.

Um die Zahl der eingeschlagenen Scheiben, Sprayereien und Beschädigungen der Ticketautomaten einzudämmen, werden die VBZ weitere Haltestellen mit Videoüberwachungsanlagen ausgerüstet.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom Marty am 31.07.2014 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wen wunderts

    Gerade heute Morgen, lauft eine Dame über die Strasse (in der Mitte Tramgleise), während sie auf ihr Smartphone schaut. Hätte der Tramführer nicht auf die Glocke gedrückt, wäre sie voll ins Tram gelaufen. Unglaublich.

  • cesima am 31.07.2014 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Fahrgäste selber schuld

    Dass es mehr Unfälle gibt liegt nur daran, dass unsere Gesellschaft leider langsam am verblöden ist. Jeder muss noch schnell, schnell aufs Tram oder Bus..... schliesslich kommt ja bis zum nächsten Jahr keiner mehr. Und Jede/r muss im Tram/Bus unbedingt auf sein Handy schauen anstatt sich festzuhalten. Alles ist Wichtiger. Aber dann immer das Fahrpersonal für seine Dämlichkeit verantwortlich machen. Schaut doch mal selber was Ihr alles so falsch macht und urteilt dann darüber. Ihr habt keine Ahnung was das Fahrpersonal alles durchmacht und unter welchem Druck die stehen.

    einklappen einklappen
  • Jacky M. am 31.07.2014 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht erstaunlich

    Wenn man sieht, wie sich die Leute im Strassenverkehr verhalten, überrascht es eher, dass nicht mehr passiert! Mit Ohrstöpseln (von i-Pod, MP3, etc) einfach über die Strasse gehen. Strassenverkehrsregeln kennen die wenigsten Automobilisten noch - und sind dann überrascht, wenn sie mal gebüsst werden. Die Berufschauffeure müssen sogar noch für andere denken!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kurt Lüscher am 01.08.2014 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesetze gelten auch für die VBZ

    Jeden Tag erlebe ich dies, dass die VBZ bei rot "horizontaler Querbalken" trotzdem über Kreuzungen fährt. Macht des Stärkeren. Eigentlich müssten 2-3x mehr Unfälle passieren

  • r.vetterli am 01.08.2014 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    termindruck

    noch mehr fahrten pro stunde und noch ein dichteres netz dann läuft bald gar nichts mehr, besser mal wieder grössere abstände zwischen den fahrzeiten ... und jeder hatt wieder mehr zeit und weniger stress!!

  • Oli am 01.08.2014 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Dummheit der agegenwart...

    Schaut mal einige Zeit den Strassenverkehrsteilnehmern zu. Früher hatte man halbe Treppen in Zugwaggons, Falttüren wo man sich einklemmen konnte, Türen die einem fast erschlugen beim Schliessen, Gleisübergönge an Bahnhöfen statt unterführungen, weniger Lichtsignale und und und... Heute ist man zu doof die Füsse hochzuheben, eine Klapptür erst zu öffnen wenn der Zug steht, man ist unfähig in die Rückspiegel zu kucken vor dem Abbiegen, ja nicht mal fähig zu leseh auf welchem Gleis / Kannte das nöchste ÖV fährt. Der sich in der Öaffentlichkeit bewegende Mensch ist blöd geworden, nicht die ÖV!

  • SueR am 31.07.2014 23:34 Report Diesen Beitrag melden

    etwas draus gelernt?

    Hat mich einerseits geärgert und andererseits gefreut: Vor einer Woche in ZH-Schwamendingen: eine Dame latscht quer über die Strasse ohne auch nur im geringsten auf dieselbe zu schauen, dabei hat es dort eine grosse Baustelle im Moment. Der Buschauffeur hält, aufmerksam wie immer, rechtzeitig an, erst da schaut sie auf, vor sich einen grossen Bus. Der Schrecken stand ihr deutlich in's Gesicht geschrieben. Hoffe, es wird ihr eine Lehre gewesen sein.

  • D. Unedan am 31.07.2014 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    Vortrittregeln

    Aufgefallen ist mir in Zürich, dass viele Busfahrer Fussgängerstreifen überfahren. Klar ist der Notstopp in diesem Fall auf Grund eines anderen Verkehrsteilnehmer. Überfahren wollen die Busfahrer ja niemand. Aber wenn sich die Busfahrer etwas öfters an die geltenden Vortrittsregeln halten und weniger agressiv fahren würden, könnten viele Notstopps verhindert werden.