Tötungsdelikt in Dübendorf

15. Februar 2019 11:38; Akt: 15.02.2019 17:06 Print

Stalker hat Kita-Angestellte (29) getötet

Am Mittwochmorgen wurde eine 29-jährige Frau in Dübendorf tot aufgefunden. Nun wurde eine Person verhaftet.

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Das Tötungsdelikt an einer 29-jährigen Frau in Dübendorf ZH ist geklärt. Die Kantonspolizei Zürich hat am Donnerstag einen Mann verhaftet, der die Tat gestanden hat.

Hinweise aus der Bevölkerung haben zur Identifizierung des Täters geführt. Der psychisch beeinträchtigte Schweizer aus dem Kanton Zürich wurde am Donnerstag an seinem Wohnort durch die Kantonspolizei Zürich festgenommen und der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zugeführt.

Die Hintergründe und das Motiv der Tat sind Gegenstand der laufenden Untersuchung. Die Staatsanwaltschaft hat beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragt.

Kita-Betreuerin hatte einen Stalker

Wie Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft Erich Wenzinger auf Anfrage sagt, geht man derzeit davon aus, dass der Verhaftete das Opfer zuvor gestalkt hatte. Was er genau machte, ist laut Wenzinger noch unklar. Ebenfalls werde ermittelt, in welcher Beziehung Opfer und Täter zueinander standen.

Gegenüber verschiedenen Medien sagt die Mutter der 29-Jährigen, dass ihre Tochter einen Mann einst wegen Stalking angezeigt hatte. Ob es sich dabei um den Täter handelt, ist unklar. Der verhaftete Täter war vor dem Tötungsdelikt jedoch weder bei der Kantonspolizei Zürich noch bei der Zürcher Staatsanwaltschaft bekannt.

Auf Instagram belästigt

Auch auf dem Instagram-Profil der toten Kita-Betreuerin sind belästigende Kommentare zu finden. Beim Verfasser handelt es sich aber nicht um den Täter. Auf ein «Hoi» des Mannes antwortet sie mit «was willst du, lass mich in Ruhe». Darauf antwortet der Nutzer mit «Nein», fordert sie auf, ein Nacktfoto zu schicken und ihre Brüste zu zeigen, – «du bist sehr sexy.»

Die Familie des vermeintlichen Verfassers der Kommentare hatte den Mann am Mittwochabend nicht mehr erreicht: «Wir machen uns Sorgen und haben uns auf die Suche nach ihm gemacht.» Auch im betreuten Wohnheim wisse man nicht, wo er sich zurzeit aufhält: «Wir haben den Betreuern gesagt, sie sollen sich melden, sobald er auftaucht.» Eigentlich sei er krank geschrieben und sollte Zuhause sein.

(mon)