Übernahme und Expansion

31. Mai 2017 12:00; Akt: 31.05.2017 19:28 Print

Take-away Hitzberger gehört neu zur Migros

Die Migros Zürich hat Hitzberger übernommen, den Take-away für gesundes Fast Food. Sie plant die Anzahl Standorte von heute sechs auf mindestens elf zu erhöhen.

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Viel Bio, viel Fairtrade, viel Veganes und alles gesund – dafür ist der Fastfood von Hitzberger bekannt. Die Rezepte für die Salate, Wraps, Sandwiches oder auch den mit Spannung erwarteten Insekten-Burger entwickelt Spitzenkoch Eduard Hitzberger (18 Gault Millau Punkte und 2 Michelin Sterne) immer wieder neu. Nun haben die Gründer das 2009 gegründete Start-Up an die Migros Zürich verkauft – über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.

«Die Migros und Hitzberger haben sich quasi gefunden – wir sind auf einer Wellenlänge», sagt Francesco Laratta, Sprecher der Migros Zürich. «Hitzberger spricht urbane, ernährungsbewusste Menschen an, das ist eine ideale Ergänzung zu unseren bisherigen Gastro-Konzepten.» Hitzberger ist aktuell vier Mal in Zürich, und je einmal im Glattzentrum und in Basel präsent.

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Wieder ein Hitzberger in Bern

Bald kommen weitere Standorte hinzu: So wandelt die Migros ihre bisherigen Bio-Take-aways im Zürcher HB und in Oerlikon in Hitzberger um. «Es macht Sinn, die gemeinsamen Bemühungen in Bezug auf Bio und Nachhaltigkeit zu bündeln und so zu stärken», so Laratta. Auch der Migros Take-away im Bahnhof Hardbrücke wird zu Hitzberger. «Das Umfeld im Kreis 5 mit den vielen Büroangestellten entspricht eher der Zielgruppe von gesundem Fast-food.» Weitere Filialen folgen noch dieses Jahr am Bahnhof Bern und in der Migros-City Zürich. Und es sei eine Expansion in weitere Städte geplant.

Laut Laratta wird das Hitzberger-Konzept beibehalten, nirgends wird ein Migros-Logo zu sehen sein und es werden auch keine Migros-Produkte angeboten: «Hitzberger ist bereits eine starke Marke und das soll so bleiben.» Die 70 Mitarbeitenden werden übernommen. Zudem führen die Gründer ihr Unternehmen innerhalb der Migros Zürich weiter.

«Es ging nicht um Kapitalbeschaffung»

Einer der Gründer, Andy Schwarzenbach, sagt zum Verkauf: «Uns ging es nicht in erster Linie um die Kapitalbeschaffung, wir hatten immer wieder Anfragen von Finanzinvestoren, sondern wir wollten uns weiterentwickeln.» Bei der Migros profitiere man von deren IT, Logistik, dem Know-how allgemein «und wir haben so besten Zugriff auf weitere begehrte Hochfrequenz-Standorte».

Als Beispiel nennt Schwarzenbach den künftigen Standort im Bahnhof Bern. «Das ist ein Top-Standort, kostet entsprechend und ist schwierig zu kriegen.» Hitzberger habe es schon mal in Bern versucht – und sei gescheitert. «Wir waren zwar an der bekannten Spitalgasse präsent, aber leider etwas versteckt nach hinten versetzt.»

Nur: Als kleines Unternehmen kommt man nicht an jeden Standort ran. «Wer in der Schweiz eine Gastro-Kette aufbauen will, braucht viel Durchhaltewillen», so Schwarzenbach. «Das Zusammengehen mit der Migros eröffnet neue, erfreuliche Perspektiven.»

(rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rora am 31.05.2017 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Echt mühsam

    Bald gehört die ganze Schweiz den beiden Orangen. Es nervt.

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  • Leser am 31.05.2017 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die WeKo?

    Wann wird etwas gegen die immer grösser werdenden Duopolisten M und C unternommen? Wieso dürfen die alle KMUs in den Bereichen in die sie eindringen zerstören und alle aus Politik und Behörden schauen zu? Läuft ja wie...geschmiert?

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  • Guido am 31.05.2017 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefallener Stern

    Typisch Mogros: verpasst man den Anschluss an den (kreativeren) Mitbewerber, kauft man einfach was dazu. Wie damals mit dem Zukauf der deutschen Bio-Kette... Dutti dreht sich im Grabe - schade!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mehrwettbewerb am 05.06.2017 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Duttweiler ade

    Woher nehmen Migros und COOP die Mittel für ihre Einkaufstourneen ? Ganz einfach, man kaufe in Europa ein (Euro) und gebe den Währungsvorteil nicht an die CH-Kunden weiter .. und reduziere stetig die Kaufkraft in der CH. Zum Glück gibt es LIDL und ALDI, dort kriegt man (auch) CH-Produkte. Duttweiler würde sich im Grabe umdrehen .. Gruss Mehrwettbewerb

  • Jeremias am 02.06.2017 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Trauriges Spiel

    Bis jetzt sind die meisten Firmen die Migros gekauft hat irgend wann eingegangen oder wurden verkauft (Versicherungen, PC etc.). Ein Denner behält man nur weil man sich dadurch über die Standorte die Konkurrenz vom leibe hält. Die WEKO macht seit jeher mit bei M und C aber auch sonst bei allen Staatsnahen wie Swisscom etc.

  • Lucy Dubs Horgen am 01.06.2017 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    take away

    2 Riesen jedoch 20 x teurer als in Deutschland ! Qir verdienen nicht 20x mehr als als andere Länder- Migros ist zum Abreißer geworden !

  • Donna am 01.06.2017 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ab sofort uninteressant

    Es gibt kaum was langweiligeres als Migros Restaurants. Gourmessa ist der Inbegriff von dem was ich nicht essen will. Die Marke ist inhaltlich und formal längst über dem Ablaufdatum. Wenn Hitzberger da nun auch dazugehört wird er für mich uninteressant.

    • Boris am 01.06.2017 20:18 Report Diesen Beitrag melden

      Du hast recht

      Alles schmeckt gleich und hat keinen Geschmack in den Migros Restaurants und zu Teuer ist das Essen auch.

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  • tom am 01.06.2017 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mega

    Viel Bio, viel Fairtrade, viel Veganes und alles gesund....und megateuer