Entscheid des Bundesgerichts

23. Juli 2014 12:44; Akt: 23.07.2014 13:06 Print

Teure Spritzfahrt mit Papas Porsche

Ein junger Mann geriet mit Papas Porsche in Wetzikon ZH auf Abwege und machte sich aus dem Staub. Nun muss er für die Reinigung von Wiese und Strasse rund 10'000 Franken blechen.

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Auf der Tösstalstrasse in Wetzikon verlor der junge Autofahrer im Mai 2011 die Kontrolle über sein Fahrzeug. (Bild: Google Earth)

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Der Vorfall geht auf den Mai 2011 zurück. Der damals 20-jährige Mann aus dem Bezirk Meilen ZH fuhr in hohem Tempo über die Tösstalstrasse in Wetzikon. Dort verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Strasse ab und fuhr ein Wiesenbord hoch. Nach kurzem Halt fuhr der Lenker einfach weiter.

Die Polizei musste damals nur der Ölspur des demolierten Wagens folgen und konnte den unter Alkohol- und Betäubungsmitteleinfluss stehenden jungen Mann rund zehn Kilometer weiter anhalten.

Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich stellte ihm nicht nur 4700 Franken für die Strassensperrung und Umleitung in Rechnung, sondern auch einen Betrag von 10'000 Franken für den am Unfallort notwendigen Ölwehreinsatz. Auf der Strasse musste Ölbindematerial gestreut und danach wieder entfernt werden.

Bis vor Bundesgericht abgeblitzt

Und auch auf der Wiese, wo der Mann mit dem Porsche seines Vaters zum Stillstand gekommen war, hatte Öl den Boden verunreinigt. Dafür musste die verunreinigte Erdschicht abgetragen, entsorgt und ersetzt werden.

Schon mit der Beschwerde bis ans Bundesgericht für die Kosten der Strassensperrung blitzte der Porschefahrer ab. Und nun haben die Lausanner Richter beschlossen, dass sie auch betreffend der Rechnung über 10'000 Franken nicht korrigierend eingreifen müssen.

(sda/rom)