Nach brutaler Tiertötung

07. Januar 2016 09:58; Akt: 07.01.2016 11:43 Print

Tierschutz fordert Alkoholtest für Jäger

Nachdem eine Jägerin einen verletzten Fuchs von ihrem Hund totbeissen liess, statt ihn zu erschiessen, verlangt der Zürcher Tierschutz härtere Strafen für Jäger.

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Müssen Jäger künftig jährlich zum Schiesstest? (Bild: Keystone/AP/Barbara Gindl)

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Eine Jagdpächterin sollte einen angefahrenen Fuchs erschiessen. Stattdessen liess sie ihren Hund das Tier töten – ein Augenzeuge berichtete von grausamen Schreien des Fuchses und erstattete Anzeige. Das Zürcher Obergericht verurteilte die Jägerin am Dienstag zu einer bedingten Geldstrafe von 40'000 Franken.

Beat Hauenstein vom Zürcher Tierschutz ist laut dem SRF-Regionaljournal mit diesem Urteil nicht zufrieden. Er kritisiert, dass Strafen in Tierschutzfällen generell zu milde ausfielen. Das könne so nicht weitergehen.

Promillegrenze für Jäger

Deshalb fordert Hauenstein, dass das Zürcher Jagdgesetz verschärft wird und schlägt eine Alkoholpromillegrenze für Jäger vor. «Mit zu viel Alkohol nimmt die Risikobereitschaft zu und die Treffsicherheit bei der Schussabgabe ab», sagt er zum SRF. Jürg Zinggeler von der Jagdverwaltung des Kantons Zürich hält dies aber nicht für nötig – Alkohol sei bei Jägern sowieso tabu.

Der Tierschutz will zudem, dass Jäger künftig jedes Jahr statt nur alle zwei Jahre zum Schiesstest müssen. Bei dieser Forderung erhalten sie Unterstützung vom Kanton: Der Regierungsrat hat dieser Verschärfung bereits zugestimmt. Ein Rekurs verhindert jedoch bis anhin die Umsetzung.

(ced)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • alki am 07.01.2016 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Promillegrenze für Jäger?

    Sollte nicht eine 0 Promillegrenze für ALLE, die mit Waffen hantieren gelten? Egal in welcher Situation?

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  • Dr. Gabber am 07.01.2016 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alkohol und Waffen

    Gehören genau so zusammen wie sämtliche psychoaktiven Stoffe und Waffen oder autofahren. nämlich überhaupt nicht. Das sollte einem doch nur schon der gesunde Menschenverstand sagen.

  • PaSchi am 07.01.2016 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strafe !?

    Bedingt, bedingt, bedingt. Sehr geehrte Richter, das sind keine Strafen, das ist Täterschutz !!! Versucht endlich für die Bürger nachvollziehbare Urteile zu sprechen. Die Gesetze dazu habt ihr ja. Dies bezieht sich nicht nur auf Verbrechen gegen Tiere, sondern auch gegen Menschen !!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Waidmann am 07.01.2016 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Lärm um nichts

    Hier wurde wieder einmal Steuergeld zum Fenster hinaus geworfen. Leute es geht hier um einen toten Fuchs und nicht um ein Menschenleben. Die Jägerin hat sicher nicht ganz optimal gehandelt, aber sie hat das Risiko für die beteiligten und unbeteiligten Personen auf das kleinst mögliche gesenkt. Ein Fangschuss und das auf hartem Untergrund birgt die grosse Gefahr eines unkontrollierbaren Querschlägers und damit eine viel zu grosse Gefahr für die Umwelt. Ausserdem tötet der Fuchs seine Opfer genau gleich. Man sollte nicht immer Menschen und Tiere vergleichen.

    • Sabo am 07.01.2016 13:07 Report Diesen Beitrag melden

      Lebewesen mit Gefühlen

      eine sehr primitive Aussage, es ist ein Lebewesen, welches fühlt und in diesem Falle hat es wohl grosse Schmerzen gespürt....

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  • Mike Litoris am 07.01.2016 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Gesünder als ihr

    Ich als veganer bin gegen die Einschränkung der jäger, denn wenn sie in nüchternem zustand jagen treffen sie besser. Ergo sterben mehr tiere. Ergo gibt es weniger tiere.

  • Vera Jura am 07.01.2016 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Unbedingt unbedingt!

    Schuldige werden immer öfters nur bedingt verurteilt. Es soll ja die Chance zur Besserung haben. Beim Umgang mit Waffen gibt es aber kein Pardon. Entweder ich halte mich an die Regeln oder ich muss meine Waffe abgeben. Jeder der eine Waffe besoffen in die Hand nimmt, weiss dass er andere damit gefährdet. Hier darf es kein Pardon geben. Solche Jäger müssen veruteilt werden - unbedingt. Jagdschein weg, Waffenschein weg, Waffen weg. Dasselbe gilt für Raser. Strafen sollen nicht nur erzieherisch wirken nachdem etwas passiert ist, sondern voallem abschreckend BEVOR etwas passiert.

  • Sepp am 07.01.2016 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    falsche Begründung, aber korrekt

    Es sollte nicht nur aus dem Grunde des Tierschutzes eine absolute 0.0 Promille Grenze herrschen, sondern auch aus Menschenschutz ! Wir haben mal erlebt, dass ein Fuchs vor uns aus dem Wald rannte, dann knallte es und der Fuchs war erwischt. Ca 10 Meter vor uns auf dem Waldweg, ohne Absperrung, nichts. Wenn der Herr betrunken gewesen wäre, weiss ich nicht ob wir noch leben würden.....

  • Robin Ausdemwald am 07.01.2016 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Definition "Jäger"

    das ist ein Alkoholiker, der auf dem Weg zur Promille-Bar eine Abkürzung durch den Wald nimmt

    • jagdfieber am 07.01.2016 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      jagd mit vorurteil.

      lieber robin ich selbst jäger. jage aus leidenschaft und kann es nicht verantworten mit alkohol zu jagen. dem tier und mitmenschen gegenüber. aber am abend nach beendigung der jagd und gemütlicher runde trinkt mann schon mal was. es ist wie überal es hat schwarze schafe und die ziehen den ruf der jäger runter. bitte bedenke das alle anderen sich daran halten.

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