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26. August 2015 21:07; Akt: 26.08.2015 21:07 Print

Tierschutz leistet sich am Zürichberg ein neues Haus

Auf den Spuren der Fifa: Auch der Zürcher Tierschutz hat am noblen Zürichberg ein neues Hauptquartier erstellt – für 7,5 Millionen Franken. Nächste Woche ziehen die Tiere ein.

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Rundherum Glas und innen Beton, das sind die Markenzeichen des neuen Hauptgebäudes des Zürcher Tierschutzes. Es ersetzt das bisherige 70-jährige Haus auf dem vereinseigenen Grundstück direkt neben dem Zoo Zürich.

«Als die Tierschutzverordnung vor einigen Jahren geändert wurde und mehr Platz für Tierhaltung verlangte, war für uns schnell klar, dass wir diese Auflagen nicht wirtschaftlich sinnvoll einhalten können», sagt Rommy Los, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Tierschutzes. Deshalb habe man sich auch gegen einen Umbau und für einen Neubau entschieden.

Katzenleitern und reflektierende Fassaden

Vom Neubau sollen vor allem die Tiere profitieren. Das Gebäude ist schlicht gehalten, es gibt keine Teppiche oder Wandanstriche. Dafür stimmt bei der Tierhaltung alles bis ins letzte Detail. Besonders stolz ist Los auf die Katzenleitern, die auf den Dachauslauf des Hauses führen. Aber auch an die Vögel hat man gedacht: Das aluminiumbeschichtete Gewebe in der Glasfassade verhindert, dass sie in die Scheiben fliegen.

«Wir hatten den Anspruch, dass das neue Gebäude vor allem funktional sein soll. Das sind wir unseren Spendern schuldig», sagt Los. Das Bauprojekt hat 7,5 Millionen Franken gekostet – finanziert durch Rücklagen, Stiftungen, grosszügige Spenden und ein Darlehen.

Alle zwei Tage ein neues Tier

Das neue Tierhaus vom Zürcher Tierschutz bietet primär Platz für Hunde, Katzen, Kleintiere und neu auch für Exoten wie Echsen und Schlangen. Die Tiere, die vorübergehend unter seinem Dach leben, wurden entweder abgegeben, aufgelesen, beschlagnahmt oder verbringen ihre Ferien dort.

Im Jahr 2014 fanden 182 Tiere ein vorübergehendes Zuhause beim Tierschutz. «Im Schnitt kommt alle zwei Tage ein neues Tier zu uns und alle zwei Tage übergeben wir ein Tier in ein neues Zuhause», sagt Los. Hunde bleiben durchschnittlich sechs Monate im Heim, Katzen etwas weniger. Im neuen Gebäude finden rund 50 Hunde und 90 Katzen gleichzeitig Platz.

Am Sonntag, 30. August, ist von 11 bis 16 Uhr Tag der offenen Tür im Tierhaus. Die Tiere ziehen aber erst nächste Woche aus dem Zeltprovisorium in ihre neue Bleibe um. Dort erwartet sie dann ebenfalls professionelle ärztliche Unterstützung und wissenschaftliche Betreuung.

(zed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rick am 26.08.2015 21:35 Report Diesen Beitrag melden

    Geht's noch?

    Irgendwo in Schlieren hätte man mit 7.5 Mio. einen Palast bauen können. Als ob die Tiere die Lage interessiert, was für eine Geldverschwendung...

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  • ruedi h. meier am 26.08.2015 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    nobel

    Das nenn ich doch mal "sinnvoll eingesetzte Spendengelder" (Ironie off). Mir scheint, das ganze ist eher auf nobel wohnen wollende Menschen ausgerichtet, als auf Tiere.

  • Susi am 26.08.2015 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für heimatlose Tiere

    Ich freue mich für die Tiere,die hier untergebracht werden.Hoffentlich bleibt es ein Tierheim für heimatlose Tiere und nicht nur ein gewinnbringendes Tierhotel.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bernhard Trachsel am 27.08.2015 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst sehen und dann urteilen

    An alle, die sich hier so echauffieren und zum Teil auch den Artikel nicht richtig gelesen haben: Geht hin, schaut es euch an und lasst euch am Besuchstag informieren. Es gibt übrigens auch eine Webseite, wo man sich über den Zürcher Tierschutz informieren kann.

  • Elias am 27.08.2015 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gigantismus mit Spendengeldern

    Ob die Tiere diesen gläsernen Luxus schätzen? Es darf geraten werden. Ich spende nichts mehr

  • Bernd Braig am 27.08.2015 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Ich finde das toll! Schön dass auch für Tiere etwas gemacht wird und nicht nur für Asylanten

    • Regi am 27.08.2015 11:27 Report Diesen Beitrag melden

      Bist nicht alleine

      Vielleicht nicht gerade die "feine" Art, aber es war absolut auch mein erster Gedanke......

    • Mahatma Blocher am 27.08.2015 14:01 Report Diesen Beitrag melden

      Menschenhaltung

      Ja stimmt, die "Menschenhaltung" der Asylsuchenden und die Haltung, die Ihr zu Tage legt, ist ja sehr menschenwürdig. Euch beiden würde wohl nur eines helfen: ein Jahr so gehalten zu werden wie die Asylsuchenden oder noch einprägsamer wäre es, das mitzumachen, was eine wirklich verzweifelte, kriegsgeschädigte Flüchtlingsfamilie mitmacht und dann hier auf Regis und Bernds "Verständnis" stösst. Und nebenbei, Tierfreund bin ich auch, auch wenn mich ein 7.5 Millionen-Bau befremdet.

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  • Techfreak am 27.08.2015 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum ein Betonbunker ?

    Gespiegelte Scheiben, hm da hat sich der Zürcher Tierschutz auch nichts überlegt, was ist mit den Vögeln die da rum fliegen, die bekommen mit so einem Gebäude Probleme. Warum baut man so einen Betonbunker, die Tiere brauchen doch ein wenig Natur ?

    • Beat Meyer am 27.08.2015 11:05 Report Diesen Beitrag melden

      Vogelfreundliche Schreiben

      Hallo Techfreak. Im Artikel steht: Aber auch an die Vögel hat man gedacht: Das aluminiumbeschichtete Gewebe in der Glasfassade verhindert, dass sie in die Scheiben fliegen. Hat also durchaus Vorbildcharakter, hoffen wir, dass Bauherren in Zukunft nur noch solche Scheiben verwenden.

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  • W.Wegmann am 27.08.2015 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierschutz

    Für diesen Geld baut man 15 Einfamilienhäuser auf eigenem Grundstück, 15Küchen,15Badezimmer,15Wohnzimmer,45Schlafzimmer,15Garagen,mit Grünzeug ums Haus.Wo sich die Tiere auch wohl fühlen und in der Natur sich rumtollen können! DennDie Pfeifen auf super Aussicht auf Betonierten Balkon !