Stadt Zürich

12. September 2019 12:31; Akt: 12.09.2019 13:16 Print

Zürcher Tram-Knappheit hat weitere Auswirkungen

Bei den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich sind die Trams knapp. Auf der Linie 8 kommt es deshalb zu Einschränkungen.

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Auf der Tramlinie 8 kommt es wegen dem knappen Fahrzeugbestand bei den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich (VBZ) zu Einschränkungen. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, müssen sogenannte Tram-2000-Solo-Wagen eingesetzt werden. Diese sind hochflurig. Sie können also etwa mit Kinderwagen oder Rollstühlen nicht stufenlos betreten werden.

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«Die VBZ bedauern die Einschränkungen für alle betroffenen Fahrgäste», schreibt das Unternehmen. Weil damit die übliche Niederflurigkeit nicht mehr gewährleisten könne, werde für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität bis auf Weiteres ein zusätzliches Angebot der Stiftung Behinderten-Transporte Zürich (BTZ) zur Verfügung gestellt.

Flexity soll im Sommer 2020 kommen

«Die Beschaffung der neuen Flexity-Trams wurde bekanntlich durch Einsprachen verzögert, was zu einer verspäteten Auslieferung und einem knappen Fahrzeugbestand geführt hat», heisst es in der Mitteilung. In den letzten Wochen habe sich die Situation aufgrund von zahlreichen Kollisionsschäden sowie umfangreicheren Instandhaltungsarbeiten noch verschärft.

Mit einer Normalisierung des Trambestands ist auf das Fahrplanjahr 2021 zu rechnen. Das erste neue Flexity-Tram wird plangemäss im November 2019 in Zürich erwartet. Es wird nach umfangreichen Tests und der Zulassung im Sommer 2020 in den Linienbetrieb überführt.

Niedrige Auslastung der Linie 8

Massgebend für die Wahl der eingesetzten Fahrzeuge sei die Auslastung der Kurse in der Hauptverkehrszeit. «Hier weist die Linie 8 die zweitniedrigste Auslastung im Tramnetz der VBZ aus», schreiben die VBZ. Da mit Ausnahme der Haltestelle «Englischviertelstrasse» alle Haltestellen der Linie 8 auch mit anderen Bus- oder Tramlinien erreichbar sind, besteht jeweils ein alternatives Angebot mit niederflurigen Fahrzeugen.

«Den VBZ ist bewusst, dass dies zu Unannehmlichkeiten und längeren Reisezeiten für die Fahrgäste führen kann», so das Unternehmen. Insbesondere Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität könnten davon betroffen sein, weshalb die VBZ in Zusammenarbeit mit der Stiftung Behinderten-Transporte Zürich (BTZ) ein erweitertes Angebot zur Verfügung stellten, das direkt über BTZ gebucht werden kann.

Massnahmen zur Überbrückung bleiben bestehen

Auf den übrigen Tramlinien, wo teilweise Alternativen fehlen oder die Auslastung grösser ist, könne das Niederflurkonzept somit weitgehend eingehalten werden. Die bisherigen Überbrückungsmassnahmen kommen laut der Mitteilung weiterhin zum Einsatz: eine angepasste Instandhaltungs- und Einsatzplanung der Fahrzeugflotte, eine Anpassung der Durchlaufzeiten bei Revisionen sowie ein Verzicht auf Extra-Fahrten, Ausbildungs- und Dienstfahrten in der Hauptverkehrszeit.

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gero F am 12.09.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Velo-Fahrradfahrende

    Wer schaut schon in der Rot Grün regierten Stadt Zürich auf Rollstuhlfahrende oder Kinderwagen führende. Wichtig sind doch nur die Velo-Fahrradfahrende, und dies benötigen kein Niederfluriges Tram.

  • stucki am 12.09.2019 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ausreden einer unprofessionellen stadt

    typisch stadt! die ganze ausschreibung war unprofessionel und jahre zu spät! jede öffentliche ausschreibungen sieht einsprachefristen vor und müsste die berücksichtigen. alles faule ausreden!

  • DD am 12.09.2019 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weltstadt

    Ich schäme mich richtig für Zürich, möchte gerne Weltstadt..... schafft es nicht einmal zur richtigen Zeit die Trams zu bestellen....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alois Frei am 14.09.2019 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo bleibt die Dienstleistung

    immer mehr Strecken ausbauen, aber dan keine Fahrzeuge vorhanden, bevor ihr mehrere Strecken ausbaut, sollte mann genug Fahrzeuge zuverfügungung haben!!!

  • Toa am 12.09.2019 21:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wieso nicht vorher prüfen

    ist ja wieder typisch,Tram 17 soll auch mit alten Tram vorlieb nehmen,Werdhölzli wird wieder mal zum Ghetto gemacht,dabei haben wir neue Bauten (Werdwies)bekommen und andere Firmen z.B.Sika,tagsüber mag es ruhiger sein,da die Leute ja schon zum Arbeiten sind,aber alte Leute kommen so fast nicht mehr ins Tram,Schade,wieso wurde da nicht schon vorher geprüft,bevor man Linien baut,die eigentlich keiner braucht (Limmattalbahn!!)

  • stucki am 12.09.2019 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ausreden einer unprofessionellen stadt

    typisch stadt! die ganze ausschreibung war unprofessionel und jahre zu spät! jede öffentliche ausschreibungen sieht einsprachefristen vor und müsste die berücksichtigen. alles faule ausreden!

  • Gjuri am 12.09.2019 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Verschmäht

    Tja liebe VBZ - jetzt ist die Lage im Trammangel vorübergehend bis 2021 verschärft. Woran Ihr aber auch nicht ganz Unschuldig seid - hättet Ihr die Helfende Hand aus Basel angenommen & die 6 BLT Tram's mit Niederflurbereich nicht verschmäht. Sicher leidet Euer Betrieb jetzt darunter - nochmehr aber die Mobilitäts Eingeschränkten Menschen im Rollstuhl & Mütter mit Kinderwagen.

  • ehemaliger Trämler am 12.09.2019 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Vorhersehbar

    Der knappe Fahrzeugbestand ist schon seit Jahren bekannt. Leider wurden sämtliche Mirage-Trams (bis auf zwei) ausrangiert bzw. nach Vinitsa abgegeben. Der ZVV mit seinen Kostenvorgaben hat das seine auch noch dazu beigetragen. Das Problem müssen nun die Fahrgäste, aber auch das VBZ Fahr- und Unterhaltpersonal, ausbaden. Mein Vorschlag wäre die Linie 15 vorübergehend einzustellen oder nur noch jeden zweiten Kurs fahren zu lassen, so gäbe es einige wenige Reservefahrzeuge.