Stau im Gubristtunnel

27. Juni 2019 12:29; Akt: 27.06.2019 14:48 Print

Zuerst wendete ein BMW, dann hatten zwei Sex

Im Gubristtunnel auf der A1 kam es am Mittwoch zu einem Stau. Ein BMW-Lenker wendete deshalb mitten im Tunnel. In einem anderen Auto hatten die Insassen Sex.

Ein BMW-Lenker wendete auf der A1 im Gubristtunnel. (Video: Leser-Reporter)
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Das war eine erlebnisreiche Fahrt für einen 18-jährigen Leser-Reporter. Er geriet am Mittwochabend auf der A1 im Gubristtunnel in den Stau. Wegen Unterhaltsarbeiten war eine Röhre gesperrt und der Verkehr wurde deshalb mit Gegenverkehr durch eine Röhre geführt. Ausgerechnet dann ereignete sich in Richtung St. Gallen ein Auffahrunfall.

«Über eine Stunde lang hat sich nichts bewegt», sagt der 18-jährige Autofahrer. Die Polizei habe ihm auf Nachfrage mitgeteilt, dass es etwas Geduld brauche. Dem BMW-Fahrer, der vor ihm stand, dauerte das aber offenbar zu lang. Der BMW-Fahrer wendete mitten im Tunnel und fuhr davon. «Das war ein gefährliches Manöver. Nur wenig hat gefehlt, dass es zu einem zweiten Unfall gekommen wäre.»

«Es war langweilig, ich verstehe, dass sie es getrieben haben»

Als der BMW weg war und der 18-Jährige zum nächsten Auto aufgeschlossen hatte, beobachtete er wilde Szenen auf der Fahrerseite des Autos vor ihm. «Nach einer Stunde war es schon langweilig. Ich verstehe, dass sie es getrieben haben.»

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt den Unfall im Gubristtunnel auf Anfrage. Die Meldung sei um 21.50 Uhr eingegangen. Verletzt wurde niemand. «Kurzzeitig war auch die zweite Röhre gesperrt», sagt Sprecherin Carmen Surber, die selbst in den Stau geraten war. So sei es in beiden Richtungen zu langen Staus gekommen. Um 23.15 Uhr sei die Unfallstelle geräumt gewesen. Bis zur Auflösung des Rückstaus habe es aber noch etwas länger gedauert.

Zum Manöver des BMW-Lenkers sagt Surber: «Wenden auf der Autobahn ist eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln.» Dem Lenker drohe in so einem Fall nicht nur eine Busse, sondern auch ein Ausweisentzug. Die Kantonspolizei habe Ermittlungen aufgenommen. Ob die Insassen, die Sex hatten, strafrechtlich belangt werden können, werde derzeit geprüft. «Mögliche Tatbestände sind etwa mangelnde Aufmerksamkeit im Strassenverkehr oder Exhibitionismus.»

(tam)