Bezirksgericht Zürich

27. März 2014 16:57; Akt: 27.03.2014 16:57 Print

Unglückliche Happy Hour für Barbetreiber

von Attila Szenogrady - Die Eidgenössische Alkoholverwaltung hat den Betreiber einer Zürcher Espresso-Bar wegen eine Happy Hour mit 500 Franken gebüsst. Zu Unrecht, findet die Verteidigung.

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Zwei Gäste in einer Bar in Zürich. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi/ Archivbild)

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Nach dem Zürcher Fondue-Krieg beschäftigte nun auch der Kampf um die Happy Hour das Bezirksgericht Zürich. So stand am Donnerstag ein 50-jähriger Betreiber einer Espresso-Bar in der Zürcher Innenstadt vor Gericht und wehrte sich gegen eine Strafverfügung der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV).

Diese hatte den Gastronomen mit 500 Franken gebüsst, da er im Herbst 2012 seinen Gästen eine Happy Hour mit Aperol-Sprizz angeboten hatte. Laut Anklage ein verbotenes Versprechen einer Vergünstigung von gemischten alkoholischen Getränken.

Freispruch gefordert

Der Verteidiger des Barbetreibers, der sich übrigens alles andere als happy zeigte, warf der EAV einen absurden Tunnelblick vor und forderte einen vollen Freispruch. Umso mehr, als das Parlament das alkoholgesetzliche Happy Hour-Verbot inzwischen bereits gestrichen habe. «Ich habe von den Werbebeschränkungen gar nichts gewusst», wehrte sich der Beschuldigte und sprach von einem Rätsel.

Das Gericht kam noch zu keinem Urteil und wird seinen Entscheid den Parteien schriftlich zustellen. Der Beschuldigte hofft jedenfalls auf ein Happy End.