Unispital Zürich

19. Juni 2019 04:51; Akt: 19.06.2019 04:51 Print

Baulärm lässt Spital-Patientin nicht schlafen

Am Unispital Zürich wird zurzeit gebaut – teils auch nachts. Das ärgert eine Patientin.

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Corinne H. (36) aus Wettswil ZH wollte nach einer Notfall-OP am Mittelohr im Unispital Zürich nur ihre Ruhe haben. Das stellte sich aber als Problem heraus, denn im Nord 2, wo sie letzte Woche stationiert war, wird zurzeit gebaut. Als sie darum bat, sich verlegen zu lassen, meinte das Pflegepersonal nur, die Situation sei überall gleich schlimm, und das schon seit Monaten.

«Der Lärm wegen der Bauarbeiter gerade vor dem Fenster war tagsüber sehr störend», sagt H. «Vor allem nach einer OP am Ohr!» Sie könne nicht verstehen, dass es in diesem Fall keine Möglichkeit gab, ein ruhigeres Zimmer zu bekommen. Auch in der Nacht kommt sie nicht zur Ruhe. Am Samstagmorgen gegen 3 Uhr weckt sie der Lärm. «Ich konnte es nicht glauben: sie waren noch am Arbeiten», sagt sie. «Das ist skandalös und eine Zumutung.»

Ausnahmegenehmigung für Nachtarbeit

Das Unispital ist sich des Problems bewusst. «Der Lärm ist natürlich unangenehm und ich kann verstehen, dass sich die Patientin dadurch sehr gestört fühlte», sagt Mediensprecherin Barbara Beccaro. In der Regel informiere das Spital-Personal bei lärmintensiven Bauarbeiten die Patientinnen und Patienten vorab. «Der Trakt Nord 2 ist eine Betonkonstruktion. Es ist daher möglich, dass man überall auf der Abteilung hört, wenn zum Beispiel in die Decke gebohrt wird», erklärt Beccaro.

Auch wenn die Patientin in ein anderes Zimmer verlegt worden wäre, wäre deshalb der Lärm zu hören gewesen. Für die Nachtarbeit lag eine Ausnahmegenehmigung vor. «Als die Patientin bei uns auf der Station lag, wurden komplexe Arbeiten an der Lüftung eines OP-Saals durchgeführt. Diese konnten nur während der Nacht ausgeführt werden», sagt Beccaro. Man bedauere natürlich die Unannehmlichkeiten, die der Patientin dadurch entstanden seien.

(maz)