Hochschulen

05. September 2017 18:50; Akt: 05.09.2017 18:51 Print

Universität Zürich verliert bei Ranking 30 Plätze

Sieben Schweizer Hochschulen rangieren unter den Top 200 der besten Hochschulen der Welt. Die Uni Zürich büsste allerdings ziemlich Plätze ein beim Ranking.

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Blick in den Lichthof der Universität Zürich. (Bild: Keystone/Petra Orosz)

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Die Schweizer Hochschulen stehen im weltweiten Vergleich des «THE World University Rankings» gut da: Die ETHs Zürich und Lausanne, sowie die Universitäten Basel, Bern, Genf, Zürich und Lausanne sind unter den besten 200 Hochschulen der Welt. Die Unis Basel, Bern und Genf konnten im Vergleich zum Vorjahr sogar einige Plätze gut machen und landeten auf den Plätzen 95 (zuvor 98), 105 (110) und 130 (137).

Auch die ETH Zürich kann ihren Platz unter den Top 10 verteidigen, auch wenn sie vom 9. auf den 10. Platz abgestiegen ist. Sie bleibt damit beste Hochschule Kontinentaleuropas. Besser platzieren konnten sich unter den europäischen Hochschulen nur britische Institutionen, mit der University of Oxford auf Platz 1 und der University of Cambridge auf Platz 2 sowie dem Imperial College London auf Platz 8. Ansonsten dominieren US-Hochschulen die vorderen 20 Ränge.

Uni Zürich auf Rang 136

Acht Plätze verlor auch die ETH Lausanne im Vergleich zum Vorjahr und landet neu auf Rang 38. Noch mehr rutschte jedoch die Universität Zürich nach hinten, von Rang 106 auf Rang 136. Dies sei einer schlechteren Bewertung im Bereich Lehre, der 15 Prozent der Gesamtbewertung ausmacht, und einer geringeren Forschungsproduktivität geschuldet, schrieb THE in einer Mitteilung zum neuen Ranking.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erklärte THE, die Bewertung der Lehre beruhe auf 10'500 Antworten einer repräsentativen, weltweiten Umfrage zum wahrgenommenen Prestige einer Hochschule in Sachen Lehre. Aufgrund der harten Konkurrenz unter den Top 200 der Hochschulen weltweit könnte ein Unterschied von wenigen Stimmen bereits grosse Auswirkungen auf die Gesamtplatzierung haben.

Weniger Publikationen pro Kopf

Der Abstieg der Universität Zürich beruhe aber auf mehreren Faktoren: So habe beispielsweise die Anzahl vergebener Doktortitel pro Bachelor abgenommen. Aber vor allem habe sich die Bewertung der Forschungsproduktivität im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, also die Anzahl Publikationen pro Forschendem. In Sachen Forschungsreputation und eingeworbenen Forschungsgeldern konnte sich die Uni Zürich hingegen sogar leicht verbessern.

Von der Hochschule selbst hiess es auf Anfrage der sda, man nehme das Ranking zur Kenntnis, wolle es aber nicht im Detail kommentieren.

Das THE Ranking umfasst insgesamt eine Liste der 1000 besten Hochschulen aus 77 Ländern. Es beruht auf Leistungsbewertungen in fünf Kernbereichen: Lehre, Forschung, Internationalität der Fakultätsangehörigen, Wissenstransfer in die Industrie, sowie wissenschaftlichem Einfluss, also wie oft die Forschung einer Institution referenziert wird.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman M. am 05.09.2017 19:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lachhaft

    Wenn eine Hochschule also möglichst viele Doktortitel verteilt ist sie automatisch besser?! Bei solch einem Bewertungsmassstab muss sogar ich als Nichtakademiker ohne Doktortitel lachen. Sache gits!

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  • wie viel % der Uni-Absolv. sind echte CH am 05.09.2017 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    nur halb so schlimm

    Ach, nur halb so schlimm, vielleicht müsste die CH mehr an ausländische Unis bezahlen, dann käm's "vielleicht" besser???

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  • Typhoeus am 05.09.2017 19:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man sich auf den Lorbeeren

    ausruht, ist es vorbei mit der Spitze.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom am 06.09.2017 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach!

    Durch Rankings von wissenschaftlichen Instituten sinkt automatisch die Qualität von Wissenschaft und Forschung... so einfach ist das!

  • Denker am 06.09.2017 18:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rankings von Schulen???

    So ziemlich einer der blödesten Auswüchse der Wirtschaft! Ich empfehle das Buch: Sinnlose Wettbewerbe von Matthias Binswanger. Da zeigt er sehr schön auf, dass Wettbewerb in der Bildung schlicht Quatsch ist!!

  • den Abstieg am 06.09.2017 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da verstehe ich

    in primarschulklassen in kleinbasel hat es maximal zwei Schweizer.

    • Realist am 08.09.2017 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @den Abstieg

      Und in Harvard unterrichten akademische Lehrer aus der ganzen Welt. Die besten nähmlich. Harvard will die besten und nicht die Amerikaner.

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  • Swissgirl am 06.09.2017 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Innovativ bleiben

    Es gibt immer Sachen die verbessert werden können. Um eine Verbesserung herbeizuführen darf man sich aber nicht im Erfolg der vergangenen Jahre sonnen sondern muss innovativ bleiben und sich dem Wettbewerb über die Landesgrenzen hinaus stellen. Nur wer über die Grenzen schaut, reflektiert. Alles andere wäre Selbstbeweihräucherung.

  • UZH Studi am 06.09.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Organisatorisches Chaos

    Hat die UZH verdient. Jedoch sollte der Grund die schreckliche Bürokratie der Uni und das haarsträubende Buchungssystem sein.