Fahrplananpassung

21. Oktober 2019 10:25; Akt: 21.10.2019 11:12 Print

VBZ muss wegen Tram-Engpass Linie streichen

Wegen dem andauernden Tram-Engpass bei den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich wird der Fahrplan ausgedünnt. Dabei werden auch ganze Linien gestrichen.

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Der Tram-Engpass lässt die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) eine unpopuläre Massnahme beschliessen: Per 25. November wird das Tramnetz ausgedünnt. Die VBZ hoffen, dass dadurch aber weiterhin ein zuverlässiger Betrieb aufrecht erhalten werden kann.

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Bereits im September mussten die VBZ erste Massnahmen treffen, um den Tram-Engpass zu bewältigen. Sie nahmen damals alte Modelle wieder in Betrieb. Seither fahren deshalb auch wieder Trams, die wegen ihrem Stufen-Einstieg nicht behindertengerecht sind.

Linie 17 wird gestrichen

Gleichzeitig wurden Ausbildungs- und Dienstfahrten während der Hauptverkehrszeit gestrichen, es gibt keine Extrafahrten mehr und die Instandhaltungs- und Einsatzplanung wurde geändert. Doch das reicht offenbar nicht, um den Fahrplan aufrecht erhalten zu können.

Wie die VBZ am Montag mitteilten, werden auch ganze Linien gestrichen, so die Linie 17, die vom Albisgütli nach Werdhölzli führt. Sie wird durch anders geführte Linien 6 und 10 ersetzt.

Kundenlenkerinnen im Einsatz

Zudem wird etwa auf der Linie 15 der Takt verändert. Unter der Woche fährt dort nur noch alle 15 Minuten ein Tram. Heute müssen die Passagiere nur maximal 7 oder 8 Minuten warten. Es fahren also nur noch halb so viele 15-er.

Die Fahrgäste würden im Online-Fahrplan, an den Haltestellen und über Durchsagen über alle Änderungen informiert. In den ersten Tagen werden zudem Kundenlenkerinnen und Kundenlenker im Einsatz stehen. Die Änderungen sind auch auf der VBZ-Website im Detail erklärt.

Das neue Tram hat Verspätung

Ursache für den Tram-Engpass ist die Verzögerung bei der Tram-Beschaffung. Wegen Rekursen wird das erste so genannte «Flexity«-Tram erst in diesem November geliefert. Auf die Schiene kann es dann aber noch nicht direkt. Es muss zunächst getestet und zugelassen werden. In Betrieb wird es erst im Sommer 2020 sein.

Die VBZ rechnen damit, dass mit einer Normalisierung des Trambestandes erst auf das Fahrplanjahr 2021 zu rechnen ist.

(mon/jen/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pendler am 21.10.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Parkplätze und Spuren gestrichen...

    ... und wenn die Leute auf den ÖV wechseln, sind keine Trams da. Schöne neue (grüne) Welt.

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  • EinLeser am 21.10.2019 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Flexity

    Der ist von Bombardier, ich würde darum mal eher mit der Normalisierung um 2025 rechnen.

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  • Herr Tram am 21.10.2019 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Neues Tram von Bombardier

    Das neue Tram kommt von Bombardier. Sprich es wird noch länger mit Knappheit zu rechnen sein, da es wohl wie der Dosto unzuverlässig sein wird...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cavi33 am 21.10.2019 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inkompetenz und Geldverschwendung

    In diesen Gremien hat es nur inkompetente Politiker und Leute die nichts verstehen von Verkehrspolitik. Die Leidtragenden sind dann Pendler und solche die nur öV benutzen. Der schwarze Peter landet dann beim ZVV.

  • Anwohnerin am 21.10.2019 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Tram in Affoltern - Nein Danke!

    Da besteht für uns Affoltemer ja Hoffnung, dass weder Geld noch Trams da sein werden, und die Stimmbürger den geforderten Baukredit in den Sand setzen. Ich kenne nämlich keinen einzigen Affoltemer, der dieses Tram will.

  • Schreiber Kurt am 21.10.2019 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Warten - Rekursen sei Dank!!

    Ob sich der Engpass ohne Rekurse hätte vermeiden lassen, sei jetzt einmal dahingestellt. Trotzdem - diese Einsprachen wären nicht nötig gewesen. Es ist alles so geblieben, wie es vorgesehen war, nur dass es jetzt ein wenig später wird. Für einmal ist im Uebrigen Bombardier nur teilweise schuldig. Vielmehr haben wir dies den Rekurrenten zu verdanken...

  • Leser am 21.10.2019 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Das passiert, wenn...

    unaufmerksame Auto- und LKW Fahrer nicht darauf achten, dass ein Tram von hinten kommt bzw. schon vor ihm steht. Diesen Fahrern sollte der Führerausweis für immer entzogen werden!!

  • Sugus am 21.10.2019 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aber das Geld vom Steuerzahler angenommen

    Jede VBZ Linie wird subventioniert über den ZVV durch den Steuerzahler. Also streicht dem Direktor den hohen Lohn, denn er hat ja auch weniger Fahrzeuge und Fahrer zu überwachen. Es ist übrigens ein Unternehmen, dass dem kleinen Angestellten bei einem geringen Fehler Sanktionen und die Kündigung androht. Und für ein solches stümperhaft und dilettantisch geführtes Unternehmen zahlt jeder Steuerzahler X Franken Subventionen.