Zürich

03. März 2010 23:04; Akt: 03.03.2010 21:33 Print

VBZ-Gäste werden immer aggressiver

von David Torcasso - 2009 wurden in Zürich rund 40 000 VBZ-Gäste ohne Ticket erwischt. Und: Die Schwarzfahrer werden immer aggressiver.

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Grosskontrolle: Die VBZ und die Polizei sind ein gut eingespieltes Team. (Keystone)

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Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) müssen nach den Vorgaben des Zürcher Verkehrsverbunds pro Jahr rund drei Millionen Fahrgäste kontrollieren – das entspricht rund einem Prozent der Fahrgäste, die jährlich auf dem VBZ-Netz verkehren. Im vergangenen Jahr haben die VBZ 3,3 Millionen Gäste auf ihren Tram- und Busstrecken überprüft. Die Schwarzfahrerquote betrug dabei 1,21 Prozent, wie die neusten Zahlen der VBZ belegen. Das sind rund 110 Schwarzfahrer pro Tag. 2008 lag die Schwarzfahrerquote noch bei 1,17 Prozent.

Die VBZ nahmen bei ihren Kontrollen im letzten Jahr vermehrt die Hilfe der Stadtpolizei in Anspruch: «Das Aggressionspotential der kontrollierten Fahrgäste und vor allem der Schwarzfahrer hat zugenommen», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler. «Die Polizei stellt sicher, dass unsere Kundenberater nicht tätlich angegriffen werden.» Das komme leider immer wieder vor. Zudem könne man mit der Polizei die Kontrollen effizienter und schneller abwickeln, weil die Beamten Personen, die sich nicht ausweisen, gleich an Ort und Stelle kontrollieren können. Wie viel die VBZ die Polizeieinsätze kosten, wollte Tobler nicht sagen. Die VBZ investieren rund 40 000 Stunden für die Kontrolle ihrer Fahrgäste. «Der leichte Anstieg zeigt, dass Kontrollen nötig sind, und wir werden diese auch künftig mindestens in diesem Rahmen halten.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • AW am 04.03.2010 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Vergünstigung

    Wie wäre es, würden alle einfach ihr Ticket bezahlen? Die vielen Kosten für die Kontrolle könnten gespart werden und die Fahrpreise gesenkt! All die vielen böswilligen Materialschäden und Verschmutzungen kosten ebenfalls eine Menge. Oder hat der Schwarzfahrer keinen Lohn für seine Arbeit? Bin sehr zufrieden mit dem öffentlichen Verkehr, wir sind zu verwöhnt und schätzen es nicht mehr! Es braucht so wenig um höflich zu bleiben.

  • Ché Libertad am 05.03.2010 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    VBZ, SBB und Polizei super Trio

    Lächerlich ist, dass die VBZ sich aufregt, dass die Schwarzfahrer aggressiver werden. Ich sah einmal bei einer Grosskontrolle, dass Schüler verfolgt wurde und mit dem Knie zu Boden gedrückt worden sind von diesen angeblichen lieben VBZ-Kontrolleuren. Eines Tagen wurde sogar eine Schule von den VBZ-Kontrolleuren während eines ganzen Nachmittags umzingelt um einen einzigen entflohenen Schülers zu büssen. Da niemand etwas gegen die Diktatur des VBZ, SBB und der sowieso schon vordringlichen Polizei tun kann, wehrt sich das Volk selbst.

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  • Lars Samenström am 04.03.2010 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Schwarzfahren auch touristen

    letzthin als ich vom Flughafen Richtung Oerlikon mit der S 16 unterwegs war. Bekam ich mit wie das Kontrollpersonal die Reisenden Schikanierte und beinahe zum Raptus brachte. Fakt war das Personal konnte kein Englisch und beharrte auf das Bussgeld von Franke 80.- CHF Die Touristen zeigten Ihre Flugticket und baten um milde. Da sie sich auf durchreise befanden und nur wenig Bargeld dabei hatten. Aber die Kulanz war nicht vorhanden so das die Reisenden Ihr wenig Geld zahlen mussten. Also zum Thema Respektlos und Aggressiv!!! Wer schlecht Pflanzt kann auch nichts gutes Ernten....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peterli am 05.03.2010 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    Man stellt wieder für jedes Tram und Bus Billett-Kontrolleure ein wie früher. Das schafft Arbeitsplätze. Oder Drehkreuze wie in den U-Bahnen oder Skiliften. Schwarzfahrer sind arrogant, "die Anderen sollen bezahlen".

  • Susanne Reich am 05.03.2010 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    auf Kosten anderer

    Das Ganze ist ja nur notwendig, weil es immer wieder und anscheinend immer mehr Leute gibt, welche meinen die öffentlichen Verkehrsmittel gratis benützen zu dürfen. Dies geschieht auf Kosten aller anderen. Nicht korrekt sowas! Ich stell mir manchmal vor, niemand würde bezahlen - irgendwann würden keine Züge und auch sonst keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren. Es gibt viele Vergünstigungen, doch gratis geht es leider nicht. Immerhin haben wir ein gutes öffentliches Transportnetz!

  • invincible am 05.03.2010 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    verkehrte Ansichten

    Wenn es hier um Aggressionen geht so ist hierfür allein das VBZ-Personal zu nennen von dem stets eine masslose Arroganz und Überheblichkeit ausgeht, oft verbunden mit Schnoddrigkeit und aggressivem Verhalten. Ich sah in anderen Ländern ausschliesslich freundliches Kontrollpersonal, hätten die Zürcher Wichtigtuer nur 1% davon sähe das Image der VBZ schon ganz anders aus.

  • Ché Libertad am 05.03.2010 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    VBZ, SBB und Polizei super Trio

    Lächerlich ist, dass die VBZ sich aufregt, dass die Schwarzfahrer aggressiver werden. Ich sah einmal bei einer Grosskontrolle, dass Schüler verfolgt wurde und mit dem Knie zu Boden gedrückt worden sind von diesen angeblichen lieben VBZ-Kontrolleuren. Eines Tagen wurde sogar eine Schule von den VBZ-Kontrolleuren während eines ganzen Nachmittags umzingelt um einen einzigen entflohenen Schülers zu büssen. Da niemand etwas gegen die Diktatur des VBZ, SBB und der sowieso schon vordringlichen Polizei tun kann, wehrt sich das Volk selbst.

    • Adrian Meier am 06.03.2010 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      Es ist ganz einfach

      Bezahle deine Fahrt und niemand hat ein Problem. Wenn du aber meinst, dann setze dich dafür ein, dass die vorgenannten Dienste sprich Polizei, VBZ-Personal ect. aufgelöst werden. Danch kannst du deine aggression anderen auslassen.

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  • maja naef am 05.03.2010 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Persönlicher

    Das waren noch Zeiten als es die Kondukteure gab, da konnte keiner schwarzfahren. Man konnte die Billette im Tram/Bus lösen. Am Morgen wenn die Leute schlecht drauf waren wurde man von den Kondukteuren mit einem lustigen Spruch aufgemuntert. Es war einfach viel persönlicher.