Mobilitäts-Alleskönner

09. Oktober 2018 05:49; Akt: 09.10.2018 05:49 Print

VBZ erstellen neue Super-App

Die VBZ wollen eine App anbieten, die ÖV, Velo, Carsharing und Taxi miteinander vereint. Sie soll im Sommer 2019 auf den Markt kommen.

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Die österreichische App Wienmobil verbindet ÖV, Velo, Taxi, Carsharing und Fussweg. Nutzer erhalten so schnell eine Übersicht, welches die schnellste, günstigste oder auch umweltfreundlichste Route ist, um von A nach B zu kommen.

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Dabei berücksichtigt die App auch ÖV-Abonnemente oder Carsharing-Mitgliedschaften der jeweiligen Personen. Wenn man sich für eine Route entschieden hat, kann man das ÖV-Ticket, das Carsharing-Auto oder das Taxi gleich über die App buchen.

Wie Inside-it.ch berichtet, will die Stadt Zürich nun auch eine solche Alleskönner-App und überweist der österreichischen Entwicklerfirma, die WienMobil erstellt hat, dafür 605'000 Euro.

App soll im Sommer 2019 auf den Markt kommen

Damit wolle man auf das geänderte Mobilitätsbedürfnis der Stadtzürcher Bevölkerung reagieren, sagt VBZ-Sprecherin Elina Fleischmann zu 20 Minuten: «Die App soll ähnlich funktionieren wie das Vorbild aus Wien – durch die Digitalisierung können bisher unabhängige Mobilitätsangebote miteinander kombiniert werden.»

Wenn alles nach Plan läuft, kommt die App im Sommer 2019 auf den Markt. «Neben den öffentlichen Verkehrsmitteln sollen je ein Angebot für Velo- und Autosharing sowie ein Taxiunternehmen integriert werden», erklärt Fleischmann. Auch die Integration von E-Trottinetts sei in einem zweiten Schritt denkbar.

Datenhoheit ist bei der Stadt Zürich

Dass der Auftrag freihändig an die österreichische Firma vergeben wurde, begründet Fleischmann mit den vielen Vorteilen der ausgewählten Lösung: «Die Entwicklerfirma bietet die Möglichkeit, ein bestehendes Produkt zu übernehmen und selbstständig weiterzuentwickeln.» So sei man nicht abhängig vom Anbieter.

«Und das System gewährleistet, dass die durch die App erhobenen Daten nicht beim Anbieter gespeichert werden», sagt Fleischmann. «Das wäre nämlich ein Vertrauensbruch gegenüber unseren Kunden.»


(tam/wed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Elias Meier am 09.10.2018 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld aus dem Fenster geworfen

    605'000 Euro für eine "neue" App, was aber Google Maps bereits gratis anbietet.

  • Legion 9 am 09.10.2018 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Recht viel

    605000.- erscheint mir recht viel das die App dan selber weiterentwickelt werden muss, darf die VBZ sowas einfach einkaufen ?

  • Trämler am 09.10.2018 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Richtung

    VBZ: Immer zuwenig Fahrpersonal, aber kein Geld für gesunde, anständige Arbeitsbedingungen und belastungsgerechte Löhne! Für die Fahrgäste ist kein Experiment zuviel...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike Huber am 09.10.2018 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Unnütz

    605'000 Euro für eine unnütze App, deren Inhalt bereits von diversen anderen Apps abgedeckt wird. Bravo Stadt Zürich! Jetzt sehen wir wieder mal wo unsere Steuern und Billettpreise hingehen.

  • claudia am 09.10.2018 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sparen nun nicht mehr?

    ..die Stadt Zürich führt strenge Spar-Vorlagen ein und leistet sich dann so was..

  • Peter Luginsland am 09.10.2018 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Welche Velo-Sharing Anbieter

    Bin ja extrem gespannt, welcher Velo-Sharing Partner in die App aufgenommen wird. Schafft es Smide oder Lime als Private Anbieter oder kommt doch Publibike zum Zug. Schliesslich ist Publibike eng mit der Postauto AG verbunden und die arbeiten sehr erfolgreich mit dem ZVV zusammen. Auch die ZKB und EWZ ist dort mit im Boot. Hoffentlich wird ein unabhängiges Unternehmen mit der Evaluation beauftragt, welcher Anbieter nun den meisten Merwert dem Kunden bringt.

  • Herr AnachB am 09.10.2018 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Für welche Zielgruppe ist das relevant?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass mehr als ein ganz kleiner Bruchteil der Zürcher in dieser App ein Bedürfnis gestillt sehen wird. Ausserdem, will die VBZ ihren Kunden tatsächlich sagen, sie sollen mit dem Auto fahren? Ich kann mich @Elias Meier nur anschliessen. Aus dem Fenster geworfenes Geld. Und man betreibt doch ein wenig Marktforschung, bevor man ein solches Projekt initiert? Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dies passiert ist, sonst würde die VBZ ja darauf verzichten.

  • Nath am 09.10.2018 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Zukunftsmusik

    Grundsätzlich finde ich die Bemühungen toll, zum jetztigen Zeitpunkt kann aber noch nicht beurteilt werden, ob das Projekt auch etwas hergeben wird. Positiv ist sicher, dass die Firma schon Erfahrung mit einem ähnlichen Projekt hat.