Zürich

03. April 2015 15:05; Akt: 07.04.2015 10:55 Print

VBZ und SAH werben mit fast gleicher Kampagne

Nach der VBZ startete auch das Schweizerische Arbeiterhilfswerk Zürich eine Kampagne, in der Personen mit dem Hintergrund verschmelzen. Wer die Idee zuerst hatte, ist unklar.

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In Zürich sind seit März Flyer, Postkarten und Inserate des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks (SAH) zu sehen, auf denen Personen wie ihre jeweilige Umgebung bemalt wurden und so mit ihr verschmelzen. Dieselbe Camouflage-Technik haben die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) bereits im Februar für ihre Personalwerbekampagne angewandt, die Mitarbeiter, die im Hintergrund wirken, sichtbar machen soll.

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Sowohl VBZ als auch SAH nehmen es gelassen, dass sie mit fast identischen Kampagnen werben. Da sich die beiden Firmen nicht im selben Umfeld bewegen, sei das auch kein grosses Problem, sagt VBZ-Sprecherin Natascha Hufschmid. Ähnlich sieht man das beim SAH Zürich, wo man mit den Bildern ein ganz anderes Ziel verfolgt: Am liebsten wäre ihnen, dass dank ihrer Kampagne «die Arbeitslosigkeit verschwindet», sagt Hans Fröhlich, Geschäftsführer SAH Zürich. «Es gibt noch immer zu viele Arbeitslose in der Schweiz. Darauf machen wir aufmerksam.»

Hilfe für Junge ohne Lehrstelle

Mit der Kampagne will das SAH Zürich auch auf seine eigenen Projekte und Kurse hinweisen. «Wir bieten eine Vielzahl von Beratungs- und Integrationsangeboten an», so Fröhlich. Diese bereiten die Arbeitslosen auf einem Wiedereinstieg in die Arbeitswelt vor. Zudem gebe es gezielte Projekte für Jugendliche. «Leider gibt es viele junge Menschen ohne Lehrstellen», sagt Fröhlich. «Das SAH unterstützt sie, im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen und sich auf ihre Zukunft vorzubereiten.»

Welche Organisation die Idee zu ihrer Camouflage-Kampagne zuerst hatte, ist unklar. Beim SAH wurde die Kampagne letzten Mai konzipiert. «Die nationale Lancierung fand dann jedoch erst im vergangenen November anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums der zehn SAH-Regionalvereine statt, bevor sie in diesem Frühling in Zürich lanciert wurde», so Fröhlich. Inspiriert wurde sie von der Kunstform des Chinesen Liu Bolin: Urban Camouflage.

«Die Idee hatten wir im letzten Frühling»

Auch die VBZ liess sich durch den Chinesen inspirieren. Laut Sprecherin Hufschmid hatte man die Idee ebenfalls im Frühling 2014: «Leider konnten wir die Kampagne erst im letzten November umsetzen, da es einige Verzögerungen gab.» So sei etwa der Künstler in den Ferien gewesen. Lanciert wurde die Personalwerbekampagne dann im Februar. «Obwohl das SAH die Kampagne vor uns durchgeführt hat, haben wir uns trotzdem für die Lancierung entschieden.» Die Idee habe ihnen so gut gefallen.

(fro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sarkas Mus am 04.04.2015 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen, die Chinesen kopieren alles

    "Inspiriert von Chinesen Liu Bolin " "klingt besser als von eine geklaute Idee von einem chinesischem Künstler"

  • citoyen am 03.04.2015 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Das SAH-Plakat ist künstlerisch Spitze

    Auch das Ziel, etwas für jugendliche Arbeitslose zu tun, ist gut. ich habe nur eine Frage: SAH ist ja das staatlich unterstützte Hilfswerk der Linken. Wenn es schon jetzt schwierig ist, Arbeitsplätze zu finden, wie vereinbart sich das mit der Forderung nach Aufnahme von Tausenden Flüchtlingen und Legalisierung von Zehntausenden Sans-Papiers?

  • Künstler am 04.04.2015 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Beide haben geklaut

    Beide haben die Idee geklaut:

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Künstler am 04.04.2015 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Beide haben geklaut

    Beide haben die Idee geklaut:

    • Manu Jost am 04.04.2015 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Woher?

      Woher denn, wenn ich bitten darf?

    einklappen einklappen
  • Sarkas Mus am 04.04.2015 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen, die Chinesen kopieren alles

    "Inspiriert von Chinesen Liu Bolin " "klingt besser als von eine geklaute Idee von einem chinesischem Künstler"

  • Alexa am 04.04.2015 02:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ei oder Huhn?!

    Das bedeutet aber nicht, dass auch die Idee zuerst da war. Es steckt eine menge Arbeit dahinter und nur weil kurz vor Veröffentlichung einer Kampagne eine andere, ähnliche rausgekommen ist, werden hunderte arbeitsstunden wohl kaum einfach weggeworfen...

  • citoyen am 03.04.2015 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Das SAH-Plakat ist künstlerisch Spitze

    Auch das Ziel, etwas für jugendliche Arbeitslose zu tun, ist gut. ich habe nur eine Frage: SAH ist ja das staatlich unterstützte Hilfswerk der Linken. Wenn es schon jetzt schwierig ist, Arbeitsplätze zu finden, wie vereinbart sich das mit der Forderung nach Aufnahme von Tausenden Flüchtlingen und Legalisierung von Zehntausenden Sans-Papiers?

  • Anonym am 03.04.2015 17:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Coole Kampagne

    Aus zuverlässiger Quelle weiss ich, dass das SAH Zürich zuerst mit dieser Werbekampagne geworben hat.