Helvti Diner

28. Februar 2019 05:44; Akt: 28.02.2019 05:44 Print

Den veganen Hype-Burger gibts jetzt in der Schweiz

Der vegane Beyond-Burger soll den Markt revolutionieren: Ab sofort gibt es den Burger in den Zürcher Helvti-Diner-Restaurants.

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99 Prozent weniger Wasserverbrauch als bei Fleischproduktion, 90 Prozent weniger CO2-Emissionen und 46 Prozent weniger Energieverbrauch: Geht es nach den Machern der US-Firma Beyond Meat, ist das der Burger der Zukunft. Er sieht aus wie Fleisch, soll schmecken wie Fleisch, ist aber komplett vegan und wird im Labor produziert, basierend auf dem Protein von Erbsen.

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Die Idee schlug in den USA derart hohe Wellen, dass auch Schauspieler Leonardo DiCaprio und Microsoft-Milliardär Bill Gates zu den Investoren gehören. Auch der ehemalige McDonald's-CEO Don Thompson gehört dazu.

«Wir zielen damit auf Fleischesser»

Ab Donnerstag gibt es den veganen Burger aus dem Labor erstmals auch in der Schweiz: In allen drei Lokalen der Zürcher Burgerkette Helvti Diner. «Wir haben uns schon länger auf dem US-Markt nach nachhaltigen Fleischalternativen umgeschaut; das Produkt von Beyond ist geschmacklich aus unserer Sicht mit Abstand am besten», sagt Helvti-CEO Christian Kramer. Er sei überzeugt, dass das der Anfang einer Revolution sei. «Wir zielen damit aber nicht nur auf Veganer oder Vegetarier, sondern wollen Fleischessern, die nicht jeden Tag Fleisch essen möchten, eine andere Option bieten», sagt Kramer.

Die Zahl der sogenannten Flexitarier sei in der Schweiz inzwischen sehr gross. «Und etwas, das schmeckt und aussieht wie Fleisch, ist für mich deutlich sexyer als irgendein Bohnen-Burger.» Bei einer ersten Blindverkostung sei der neue Beyond-Burger sehr positiv bei den Gästen angekommen: «Sie glaubten zwar, wir hätten eine neue Fleischmischung, doch nie hätten sie erwartet, dass es sich um einen veganen Burger handelt», sagt Kramer.

Etwas mehr Kalorien als Fleisch – ähnlicher Preis

Gegenüber einem normalen Burger habe die Alternative von Beyond Meat zwar ein bisschen mehr Kalorien, aber: «Er hat mehr Proteine, mehr Eisen, 100 Prozent pflanzliche Fette und kein Cholesterin.» Zudem sei er frei von Antibiotika, Hormonen, Gluten und Soja. Auch günstiger ist der Labor-Burger nicht.

«Das Produkt ist im Einkauf alles andere als günstig und muss auch noch importiert werden. Wir bieten ihn also für 19.50 Franken an», sagt Kramer. Das liege genau in der Mitte zwischen dem günstigsten und teuersten Rindsburger. Auf Letztere wolle man trotz des veganen Beyond-Burgers auch in Zukunft nicht verzichten: «Wir wollen den Fleisch-Burger definitiv nicht ersetzen. Wir stehen hinter der Qualität unserer Produkte.»


So werden die Beyond-Burger in den USA produziert.

(wed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M. B. am 28.02.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Good stuff

    Habe ich in den USA gegessen, war übrigens sehr lecker! Und merkt euch was... ein Burger muss nicht gesund sein ;-)

  • Luisa am 28.02.2019 06:43 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Richtung

    Ich hoffe das der Burger hat auch keine Zusatz u. E Stoffe hat. Wie sieht es aus wenn wir dann die Erbsen in grossen Mengen produzieren müssen? hoffe das wird dann nicht das nächste Problem das die Menschheit hat. Aber für das Tierwohl ist es sicher besser.

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  • Chris am 28.02.2019 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    rein pflanzlich und lokal

    Würde ich sofort kaufen, sofern in der CH produziert und ohne Zusatzstoffe. :) Allemal besser als Tierkadaver.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mensch am 28.02.2019 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Nein Nein Nein

    entweder Fleisch oder dann eben nicht aber das ist nichts. Hört auf Fleisch ähnliche Produkte zu essen und esst richtiges Fleisch oder GARKEIN Fleisch. Labor Essen kann nicht die Zukunft sein.

    • Derdeff am 28.02.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

      Soso

      Ein Burgerpattie ist wohl kaum eine Form, die nur dem Fleisch vorenthalten ist...

    • Xsasan am 28.02.2019 15:39 Report Diesen Beitrag melden

      Doch

      Industrielles Fleisch mit Kraftfutter aus Soja- und Maismonokulturen auf Regenwaldfläche irgendwie auch nicht... Seien Sie doch froh, gibt es immer mehr vegane Alternativen. Je niedriger der weltweite Fleischkonsum, desto besser (und nachhaltiger) kann die Qualität des Fleisches wieder werden.

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  • Chris am 28.02.2019 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    rein pflanzlich und lokal

    Würde ich sofort kaufen, sofern in der CH produziert und ohne Zusatzstoffe. :) Allemal besser als Tierkadaver.

  • Avenarius am 28.02.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Sicher sicher

    99% weniger Wasserverbrauch, 100% Fütterung fällt weg, , 46% weniger Wasserverbrauch, Zwischenhandel Schlachthof fällt weg nur CHF 19.50 Nur der Preis ist zu 100% zu teuer für einen Burger.

  • T-Rex am 28.02.2019 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Auch wieder nicht recht

    Ich würde ja schon lange von Tieren ablassen und anfangen Veganer zu essen. Aber das wär ja auch wieder nicht recht.

    • Xsasan am 28.02.2019 15:40 Report Diesen Beitrag melden

      @T-Rex

      Ich denke, viele Veganer würden auch auf (artgerecht hergestelltes) Menschenfleisch umschwenken :D

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  • M. B. am 28.02.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Good stuff

    Habe ich in den USA gegessen, war übrigens sehr lecker! Und merkt euch was... ein Burger muss nicht gesund sein ;-)