Zürich

08. März 2011 20:44; Akt: 08.03.2011 20:46 Print

Vermieter soll Zins offenlegen müssen

Wer eine Wohnung mietet, soll erfahren, wie viel der Vormieter für sie zahlte. Das verlangt eine Initiative des Mieterverbands.

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In Zürich soll der neue Mieter wissen, was sein Vorgänger bezahlt hat. (keystone)

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Als ein Mieter seine 4-Zimmer-Wohnung an der Langmauerstrasse im Kreis 6 nach zehn Jahren gekündigt hatte, tauchte sie tags darauf auf Homegate für 2500 Franken auf – bisher hatte sie 1260 Franken gekostet. Ähnliches geschah bei einer Wohnung am Idaplatz im Kreis 3: Die Miete wurde von 1500 auf 2500 Franken erhöht – ohne wesentliche Erneuerungen. «Das ist modernes Raubrittertum», ärgert sich Walter Angst vom Mieterverband Zürich (MV). Dieser Praxis möchte der Mieterverband einen Riegel vorschieben: Er hat 7474 Unterschriften für die Initiative «Transparente Mieten – Offenlegung von Anpassungen bei Neuvermietungen» gesammelt und gestern beim Kanton eingereicht. Die Abstimmung findet voraussichtlich im Sommer 2012 statt. Sie will den Vermieter dazu verpflichten, die Miete des Vormieters dem neuen Mieter zu nennen. «Wir erhoffen uns eine dämpfende Wirkung auf die explodierenden Miet­zinse in Zürich», so Angst.

Besonders in den beliebten Kreisen 3, 4 und 5, wo es viele Wohngemeinschaften gebe, werde «alles aus den Leuten herausgepresst», so Angst. Der Hauseigentümerverband Zürich (HEV) lehnt die Initiative ab: «Nochmals ein neues Formular für die Vermieter bringt nicht mehr freie Wohnungen», sagt HEV-Direktor Albert Leiser.

(tor/20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bruger Marc am 08.03.2011 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot und Nachfrage

    Bestimmt den Preis ! Wenn ich auf das Formular schreibe Vormieter Fr. 1500.- Mietzins neu Fr. 3000.- ändert das was am neuen Mietzins ?

    einklappen einklappen
  • Dänu M`Stein am 09.03.2011 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Willkür......

    Richtig:Diese willkürkliche Mietzinswucherei,(ausgehend von den Vermietern!), soll endlich das Handwerk gelegt werden! Mieter und Mieterinnen sind keine Milchkühe!!!

  • Simone Walt am 10.03.2011 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    dies ist nicht nötig

    ich glaube kaum, dass das nötig ist, mann oder Frau kann die Wohnung vor der Miete ja ansehen. Im übrigen richtet der Hausmeister in der Regel die Wohnung ja wieder etwas her, aussrdem steigen für den Vermieter, laufend erhöhte Kosten der Gemeinde ectr.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Simone Walt am 10.03.2011 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    dies ist nicht nötig

    ich glaube kaum, dass das nötig ist, mann oder Frau kann die Wohnung vor der Miete ja ansehen. Im übrigen richtet der Hausmeister in der Regel die Wohnung ja wieder etwas her, aussrdem steigen für den Vermieter, laufend erhöhte Kosten der Gemeinde ectr.

  • Blanche am 09.03.2011 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Adjeu

    wenn mir der Vermieter sagen kann warum der Zins auf einmal so steigt ist es ja auch akzeptabel. Bsp. Renovierung, etc. Jedoch bei alten Wohnungen verstehe ich das nicht. Selber Wohnungen gesehen wo ich sagen musste, sorry so was zahle ich einfach nicht. Adjeu...ich schaue weiter. Wenn man noch Boiler zwischen Bad und Küche umschalten muss und die Farbe von der Wand blättert...auaa.

  • Dänu M`Stein am 09.03.2011 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Willkür......

    Richtig:Diese willkürkliche Mietzinswucherei,(ausgehend von den Vermietern!), soll endlich das Handwerk gelegt werden! Mieter und Mieterinnen sind keine Milchkühe!!!

  • Blanche am 09.03.2011 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn

    Alle kommen immer mit Angebot und Nachfrage. Jedoch ist es die Geldgeilheit das eine Miete über "Nacht" von 1200 auf 2500 springt. Das ist pure Gewinnsucht und da muss mir niemand kommen es sei die Nachfrage. Es lebe der Mammon!

  • Jessica am 09.03.2011 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kann jetzt schon verlangt werden!

    Was soll diese Initiative wieder?!? Der neue Mieter kann die Offenlegung des früheren Mietzinses jetzt schon verlangen. Wer's nicht tut, den interessiert's wohl auch nicht...