Schaffhausen

23. März 2011 09:47; Akt: 23.03.2011 17:13 Print

Wenger Delikte - mehr versuchte Tötungen

2010 sind im Kanton Schaffhausen insgesamt 6366 Straftaten begangen worden. Das bedeutet einen Rückgang um 6,5 Prozent. Entgegen diesem Gesamttrend stieg die Zahl der versuchten Tötungen um 250 Prozent von 4 auf 14 Fälle. Dazu kam eine (2009: 0) vollendete Tötung.

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Die am Mittwoch veröffentlichte Schaffhauser Kriminalstatistik weist aus, dass der Fall der 54-jährigen Frau, die Ende April 2010 getötet wurde, bis Ende des Jahres nicht geklärt wurde. Ein Verdächtiger war im Juli 2010 nach zwei Monaten wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Von den 14 versuchten Tötungen wurden aber 13 geklärt (82,9 Prozent), von den 17 Raubüberfällen waren es nur 7 (41,2 Prozent). Aufgeklärt wurden alle 9 (8) Vergewaltigungen, aber nur die Hälfte der 6 (7) angezeigten sexuellen Handlungen mit Kindern.

Insgesamt sank die Zahl der sogenannten gemeingefährlichen Verbrechen und Vergehen laut Strafgesetzbuch um die Hälfte von 48 auf 24 Taten. Um 23 Prozent auf 329 Fälle gesunken ist die Zahl der minderschweren Gewalttaten von Schlägereien bis zu Drohungen gegen Beamte.

Knapp die Hälfte der Delikte geklärt

Insgesamt klärte die Schaffhauser Kriminalpolizei im vergangenen Jahr 47,3 (44,8) Prozent aller Straftaten nach Strafgesetzbuch. Nicht nur die Zahl der Strafgesetz-Delikte ging zurück - auch die Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz nahmen um 7 Prozent auf 721 ab.

Rückläufig war zudem die Zahl der Jugendlichen Beschuldigten. Von gesamthaft 1663 Tatverdächtigen waren 175 unter 18 Jahre alt. Sie machten damit noch 10,5 Prozent der Beschuldigten aus, 2009 waren es noch 12,3 Prozent gewesen.

(sda)