Zürich

10. Februar 2011 18:06; Akt: 10.02.2011 22:07 Print

Westrasse: Jeder 2. Mieter muss gehen

An der seit dem Sommer 2010 verkehrsberuhigten Weststrasse findet ein unfreiwilliger Exodus statt: Jeder zweite Mieter hat die Kündigung erhalten. Dies berichtet die SF-Sendung «Schweiz aktuell».

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Grund sind Luxussanierungen – die meisten Bewohner können die massiv höheren neuen Mieten nicht zahlen. «Diese Mieter dürften Mühe haben, woanders in der Stadt etwas zu finden», sagt ­Felicitas Huggenberger, Geschäftsleiterin des Zürcher Mieterverbands. Die Stadt hat die Hauseigentümer an der Weststrasse angeschrieben und gebeten, Kündigungen «sozial verträglich» zu gestalten. Dies sei zu wenig, sagt Huggenberger: «Die Stadt hätte die Eigentümer von Kündigungen abhalten müssen.» Dazu fehlten die rechtlichen Mittel, entgegnet man bei der Stadt.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • happige aussicht! am 11.02.2011 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    Regula Duller

    Zum Glück leben wir nicht unter der Herrschaft der SP und der anderen Linken. Was das bedeuten würde ist doch wohl klar. Sämtlicher Privater Besitz könte jederzeit verstaatlich werden und wäre so nicht mehr möglich. Solitärität muss freiwillig sein und kann nicht staatlich festgeschrieben werden. Ausserdem haben wir das Wohnungsschlamassel ja u.a. der SP, dank Personenfreizügigkeit, zu verdanken.

  • Heinrich Zimmermann am 13.02.2011 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Marktwirtschaft ist Krieg. Jeder sich selbst, Näch

    Ja so ist es mal halt nun, wer am Geldheben sitzt (Banker), hat es leicht viel Geld für bevorzugte Wohnlage auszugeben und in villaähnlichen Gebäuden zu wohnen oder die gar selber bauen um sie so zu haben wie sie es wollen. Leute die gesellschaftlich etwas abgefallen sind, Kuenstler, Familien, Ausländer, denen noch so miese Wohnlage recht ist, wenn sie nur nicht nach weg muessen, die konnten an der Weststrasse wohnen. Jetzt wo der Lärm weg ist, jetzt lassen die Inhaber die "Markwirtschaft" spielen. Das bringt Geld. "Haendereib..."

  • Didi am 11.02.2011 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz normal

    An der Weststrasse wurden viele der alten Gebäude von den Besitzern verkauft. Fehlende Einnahmen durch schlechte Vermietung. Erbgemeinschaften die Geld sehen wollten. Die neuen Besitzer haben auf die Verkehrsberuhigung spekuliert und ernten jetzt. Das Ausmass der Entwicklung war allen bekannt. Und geplant.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinrich Zimmermann am 13.02.2011 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Marktwirtschaft ist Krieg. Jeder sich selbst, Näch

    Ja so ist es mal halt nun, wer am Geldheben sitzt (Banker), hat es leicht viel Geld für bevorzugte Wohnlage auszugeben und in villaähnlichen Gebäuden zu wohnen oder die gar selber bauen um sie so zu haben wie sie es wollen. Leute die gesellschaftlich etwas abgefallen sind, Kuenstler, Familien, Ausländer, denen noch so miese Wohnlage recht ist, wenn sie nur nicht nach weg muessen, die konnten an der Weststrasse wohnen. Jetzt wo der Lärm weg ist, jetzt lassen die Inhaber die "Markwirtschaft" spielen. Das bringt Geld. "Haendereib..."

  • Simon Trachsel am 13.02.2011 01:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wer wurde für die letzten 40 Jahre entschädigt

    Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als die Weststrasse eine ruhige Quartierstrasse war. Dann wurden die Autobahnäste in die Stadt gebaut und fertig war's mit der Quartierstrasse. Hatte damals jemand Mitleid mit den Hauseigentümern? Hat jemand die Hauseigentümer für die lausige Rendite in den letzten 40 Jahren entschädigt? Jetzt plötzlich, wo der Wind wieder gedreht hat, geht das Geheul los!

  • Svenja am 12.02.2011 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist der Markt

    Ich verstehe nicht, was daran schlecht sein soll. Es versteht sich von selbst, dass aufgewertete Wohnungen in einem aufgewerteten Quartier teuerer werden. Dafür gibt es an anderen Orten wieder günstigeren Wohnraum. Eventuell halt ausserhalb der Stadt. Aber auch das ist der Markt ...

  • Dominik Grieder am 12.02.2011 01:20 Report Diesen Beitrag melden

    Vielen Dank an die Stadtregierung

    Werden Häuser/Wohnungen saniert, kosten sie nachher nun mal halt mehr. Nicht jeder kann es sich halt leisten in der Stadt zu wohnen, das Volk muss aufhören, alles halber gratis haben zu wollen, ohne dafür arbeiten zu müssen. Aber es haben sich ja sowieso alle am Verkehr gestört, jetzt gibt es die Chance, in eine ruhigere Gegend zu ziehen. Ach ja, wer ausziehen muss, kann sich bei der linken,grünen Stadtregierung bedanken: Seit Jahren falsche Entscheidungen, nun ist überall Stau und Chaos, statt vernünftiger Strassen baut man Schikanen und Tramlinien die nachher von niemanden benutzt werden.

    • Reto Egli am 14.02.2011 16:41 Report Diesen Beitrag melden

      Zustimmung von Dominik Grieders Beitrag

      Ich stimme Ihnen absolut zu! Freue mich schon, wenn die linke, grüne Stadtregierung vom Kanton bevormundet wird - Was wohl nicht mehr lange dauern wird bei solchen Entscheidungen...

    einklappen einklappen
  • happige aussicht! am 11.02.2011 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    Regula Duller

    Zum Glück leben wir nicht unter der Herrschaft der SP und der anderen Linken. Was das bedeuten würde ist doch wohl klar. Sämtlicher Privater Besitz könte jederzeit verstaatlich werden und wäre so nicht mehr möglich. Solitärität muss freiwillig sein und kann nicht staatlich festgeschrieben werden. Ausserdem haben wir das Wohnungsschlamassel ja u.a. der SP, dank Personenfreizügigkeit, zu verdanken.