Reduktion gefordert

08. Dezember 2016 08:54; Akt: 08.12.2016 08:54 Print

Wie viele Events verträgt der Sechseläutenplatz?

65 Veranstaltungstage, wie es die Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz» fordert, sind dem Zürcher Stadtrat zu wenig. Sein Gegenvorschlag: 125 Tage.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz» geht dem Zürcher Stadtrat zu weit. Er beantragt daher dem Gemeinderat, die Ablehnung der Initiative zu empfehlen und legt einen Gegenvorschlag vor. Damit soll der Sechseläutenplatz nur noch an 125 Tagen pro Jahr belegt sein und nicht mehr wie bisher an 185 Tagen.

Wenn sich der Anlass auf weniger als die Hälfte der nutzbaren Fläche beschränkt, werde nur die Hälfte der belegten Zeit an die 125 Veranstaltungstage angerechnet, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung vom Mittwoch.

«65 Tage reichen nicht»

Dieser Gegenvorschlag berücksichtige beide Anliegen: sowohl das nach einem möglichst freien und offenen Platz als auch das nach beliebten Publikumsanlässen. Die Initiative fordert dagegen eine Reduktion auf 65 Tage pro Jahr. In der übrigen Zeit soll der Platz vollständig frei gehalten werden.

65 Veranstaltungstage reichen aber laut Stadtrat nicht einmal für Sechseläuten, Circus Knie und Weihnachtsmarkt aus. Mit einer so starken zeitlichen Einschränkung wären Streetparade, Herbstzirkus, Zurich Film Festival und die Veranstaltungen des Opernhauses ernsthaft gefährdet.

Zu viele Anlässe bewilligt

Das aktuelle Nutzungskonzept besagt, dass der Sechseläutenplatz an höchstens 185 Tagen im Jahr für Anlässe zur Verfügung steht. Gleich bei der Einweihung im Frühling 2014 wurden jedoch zu viele Anlässe bewilligt, sodass das Kontingent überschritten war.

Unter diesem Eindruck entstand die Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz», wie es in der Mitteilung heisst. In den Jahren 2015 und 2016 wurde der Höchstwert mit 135 beziehungsweise 138 Veranstaltungstagen nicht erreicht.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marcus.L am 08.12.2016 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Nörgeln wo man kann...

    Genau aus Gründen wie diesem ist Zürich für mich keine Weltstadt... eher das grösste Dorf der Schweiz

  • El Mac am 08.12.2016 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erlebnis

    Solange es ein Kulturerlebnis für alle ist (gratis), sollte man es erlauben.

  • anerom am 08.12.2016 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow

    wenn das probleme sind dann proscht nägeli. Sorry aber zürich wird mir immer unsympathischer. Die Stadt der Verbote....merke nichts von Weltoffenheit

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Circusarbeiter am 11.12.2016 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Rote Marktwirtschaft

    Stillschweigend wird der Herbstzirkus in den Jahren 2015 u. 2016 vom Stadtrat trotz gültigem Benutzer-Reglement gestrichen. So kann man nun sagen, man hätte die Höchstbelegung in diesen Jahren nicht erreicht. So versteht man freie Marktwirtschaft in der Stadt Zürich!!

  • ZürcherBürger am 10.12.2016 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Am Besten 365 Tage belegen

    damit der hässlichste Platz der Zürcher Innenstadt nicht so ganz auffällt und durch die Einnahmen wenigstens Sinn macht. Ausser man würde ihn mit Humus überdecken und wieder begrünen

  • Ueli am 09.12.2016 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Valserstein in Zürich

    Diese Begegnungsstätte wurde mit der Wiese beerdigt, die teure Sanierung mit der unökologischen zuführung von Valserstein auf Befehl der rot-grünen Regierung, bezahlen werden es ja die Steuerzahler

    • Stadtzürcherin am 09.12.2016 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ueli

      Danke für Ihre Aussage! Echte geborene Stadtzürcher müssen mitansehen, wie auswärtige über unsere Stadt mitreden!

    einklappen einklappen
  • Tina am 08.12.2016 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Begegnen

    65 Tage sind genug. Immer diese Gier nach Geld. Wir, das Volk, haben auch gerne mal eine Begegnungsstätte. Ohne diesen kommerziellen Trubel die ganze Zeit.

  • Weissesbesser am 08.12.2016 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Platz bebauen

    Am besten man stellt den Manifesta-Pavillon, ein leeres Haus zum besetzen, das Asylzentrum und 10'000 Veloparkplätze auf den Sechseläutenplatz...