Wäscherei Wollishofen

30. März 2011 22:20; Akt: 30.03.2011 22:26 Print

Wieder ein Restaurant zu

von David Torcasso - Nicht einmal neun Monate dauerte der dritte Gastro-Versuch bei der Wäscherei Wollishofen: Das Roi hat geschlossen. Grund sind laut den Betreibern Lärmklagen.

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Das Roi bei der Wäscherei Wollishofen hat geschlossen. (nicolas y. aebi)

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Innerhalb von nur drei Jahren hat bereits das dritte Restaurant bei der Wäscherei Wollishofen dichtgemacht – diesmal das Roi, an dem unter anderem auch die Fussballer David und Philipp Degen und Unternehmer Fredy Hiestand beteiligt waren. «Wir haben Dutzende von Lärmklagen erhalten», sagt Gründer Jean-Paul Saija. So habe man keinen normalen Betrieb aufrechterhalten können. Selbst während einer Hochzeitsfeier sei plötzlich die Polizei gekommen. «Das ist natürlich ein Desaster.» Saija räumt aber auch ein, dass die Wäscherei Wollishofen wohl die falsche Location für ein Restaurant sei. «Der Ort lebt allein vom Sommerfeeling.»

Eine Anwohnerin ist froh über den Auszug: «Im gleichen Haus feierten Hochzeitsgesellschaften bis spät nachts, während eine Tür weiter Leute schlafen wollten.» Zudem habe das Restaurant nicht floriert, meint die Nachbarin. Eigentümerin der Wäscherei Wollishofen ist die Lienhardt & Partner Privatbank Zürich AG.

Deren Geschäftsleitungsmitglied Christian Lienhardt sagt, es sei noch unklar, wer neu ins Gebäude einziehen werde: «Es muss nicht unbedingt ein Restaurant sein, auch eine Galerie, eine Kanzlei oder ein Showroom würden passen.» Trotz des Aus des Restaurants möchte Jean-Paul Saija das Roi-Konzept in Lokalen wie dem Schmuklerski oder der Urania weiterführen – wer essen geht, erhält einen Teil des konsumierten Betrages für Produkte gutgeschrieben.