Wegen Rauchverbot

01. Februar 2011 22:58; Akt: 01.02.2011 21:41 Print

Wirte in Zürich locken mit neuen Angeboten

von David Torcasso - Das Rauchverbot schlägt den Beizern auf den Umsatz. Mit findigen Massnahmen wollen sie nun Gegensteuer geben.

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Im Neugasshof kann man nicht mehr rauchen, dafür neuerdings musizieren. (Nicolas Y. Aebi)

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Viele Zürcher Wirte spüren die Folgen des Rauchverbots – ihre Umsätze sinken. Jetzt versuchen sie mit neuen Ideen, andere Gäste anzulocken: «Statt nur fürs Rauchen und Trinken sollen die Leute auch wegen der Unterhaltung zu uns kommen», sagt Pascale Schrödler vom einst rauchgeschwängerten Neugasshof im Kreis 5. Am Dienstag- und Mittwochabend organisiert sie neuerdings eine Open-JamSession mit Karaoke. «Musiker, die keine Band haben, können sich hier im lockeren Rahmen zum Musizieren treffen.» Der Neugasshof stelle bestes Equipment bereit – «Marshall-Boxen und neuste Technics-Mixer», schwärmt Schrödler.

Auch andere Beizen, in denen fast nur Raucher verkehren, versuchen ihre Verluste wettzumachen: «Wir bieten über Mittag neuerdings Eingeklemmte an», sagt etwa Wirtin Wanda vom Restaurant Strauss an der Ecke Militär-/Langstrasse. So sollen Arbeiter aus der Umgebung angelockt werden. Ernst Bachmann, Präsident des Wirteverbands Gastro Zürich, bestätigt, dass bei den Wirten derzeit Aufbruchstimmung herrscht. Einige Wirte hätten es unmittelbar nach Einführung des Rauchverbots verschlafen, Mass­nahmen zu ergreifen. «Mittlerweile aber haben sie gemerkt, dass Klagen nichts hilft und sie sich etwas einfallen lassen müssen.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wenzin am 02.02.2011 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Trotzdem

    geh ich nicht mehr nach Zürich in den Ausgang. Unser rauchernder Freundeskreis hat sich bereits auf die Partys und gemütlichen Abende zu Hause eingestellt. Jetzt haben wir auch neu einen Partykeller mit Bar und Billiard und Aschenbechern. Hat so lange offen, wie wir wollen und (trotz Miete) sparen wir 80% von dem, was wir sonst liegen lassen haben. An dieser Stelle: Dank an alle Nichtraucher.

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  • der hamburger am 03.02.2011 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    ökologisch betrachtet

    rauchfrei lokal haben noch einen ganz anderen aspekt: man muss nicht mehr nach jedem besuch die klamotten in die waschmaschine geben, um den rauchgeruch loszuwerden. so sinkt mit rauchfrei beizen auch die umweltbelastung durch waschmittel !

  • B. Kerzenmacher am 02.02.2011 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Umgehen

    Bars oder Restaurants die keine Raucherecken anbieten sind konsequent zu auszulassen. Ausweichmöglichkeiten gibt es genug. Nur so kann man intolerante Wirte und den Staat elegant umgehen. Und das schmerzt diese umso mehr.

Die neusten Leser-Kommentare

  • der hamburger am 03.02.2011 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    ökologisch betrachtet

    rauchfrei lokal haben noch einen ganz anderen aspekt: man muss nicht mehr nach jedem besuch die klamotten in die waschmaschine geben, um den rauchgeruch loszuwerden. so sinkt mit rauchfrei beizen auch die umweltbelastung durch waschmittel !

  • B. Kerzenmacher am 02.02.2011 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Umgehen

    Bars oder Restaurants die keine Raucherecken anbieten sind konsequent zu auszulassen. Ausweichmöglichkeiten gibt es genug. Nur so kann man intolerante Wirte und den Staat elegant umgehen. Und das schmerzt diese umso mehr.

  • Wenzin am 02.02.2011 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Trotzdem

    geh ich nicht mehr nach Zürich in den Ausgang. Unser rauchernder Freundeskreis hat sich bereits auf die Partys und gemütlichen Abende zu Hause eingestellt. Jetzt haben wir auch neu einen Partykeller mit Bar und Billiard und Aschenbechern. Hat so lange offen, wie wir wollen und (trotz Miete) sparen wir 80% von dem, was wir sonst liegen lassen haben. An dieser Stelle: Dank an alle Nichtraucher.

    • ZH-Unterländer am 02.02.2011 17:01 Report Diesen Beitrag melden

      Wirte locken???

      Hallo Wenzin.In Zürich kannst Du nicht mehr in den Ausgang gehen,da alle Beizen voller Nichtraucher sind,also Du keinen freien Platz mehr findest.(lol).Ihr habt völlig recht.

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  • Mina am 02.02.2011 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Raucher - Beizen unterstützen -

    So einfach ist die Sache - die andern sollen weiter jammern bis zum geht nicht mehr.

  • Michi Breu am 01.02.2011 22:36 Report Diesen Beitrag melden

    Zu teuer!

    Wenn viele Beizen leiden, ist das ja lange noch nicht wegen dem Rauchverbot! Überall steigende Preise, höhere Mieten, Tram Bus, auch die Pachtpreise der Beizen steigen jedes Jahr in der Schweiz in die Höhe. Bald können es sich niemand mehr leisten eine Bar zu führen. Bald gibt es nur noch amerikanische Coffe-shops. Und das hat nichts mit den Rauchverbot zu tun! Leider zeigt der Artikel nicht die wirklichen Probleme auf...

    • Tom am 02.02.2011 06:47 Report Diesen Beitrag melden

      Mitdenken

      Super Idee vom Neugi und Struss. Mitdenke anstatt zu Jammern .Cool

    • Rolf Bern am 02.02.2011 07:08 Report Diesen Beitrag melden

      Ohne Rauch kein Drink

      Leider hat das Rauchverbot nebst den Preisen doch viel mit dem Beizensterben zu tun. Die Raucher sind es die früher am lange am Stammtisch sassen und für Umsatz sorgten. Den Alkohol und Rauchen gehört zusammen.Bin selber Raucher und Täglich im Restaurant gewesen. Heute 1x im Monat vielleicht bis zum nächsten Suchtstengel. MMhh

    • Thomas Hauser am 02.02.2011 11:53 Report Diesen Beitrag melden

      die freiheit im rahmen der privatsphäre zu hause

      jetzt ist endlich klar, dass sich der negative einfluss des rauchverbots auf den umsatz im gastgewerbe nicht mehr leugnen lässt. jeden raucher verwundert das auch nicht. ich bleibe mit meinen freunden auch vermehrt zu hause: für unterhaltung ist zu hause immer gesorgt, der kühlschrank voll und überdies kann ich tun und lassen was ich will! es lebe die freiheit im rahmen der privatsphäre ;) an alle radikalen nichtraucher: es wär jetzt an euch, das umsatzdefizit wieder gutzumachen, vermehrt in die beizen zu sitzen und eure solidarität mit den wirten zu zeigen.

    • der hamburger am 03.02.2011 14:36 Report Diesen Beitrag melden

      richtig

      genau thomas, ich bin dabei ! seid die raucher aus den beizen verschwunden sind, gehe ich viel öfter einen heben.

    • Geo am 13.03.2011 09:52 Report Diesen Beitrag melden

      Bezahlen Sie ihre Sucht bitte selbst!

      Und wenn Raucher an Krebs infolge Raucherei erkranken, will ich es nicht mit meine Krankenkassenprämien mitfinanzieren!

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