Zürich

06. Februar 2011 22:42; Akt: 06.02.2011 21:44 Print

Wolkenkratzer für eine Millionen Menschen

von Raffaela Moresi - Die FDP Kanton Zürich will hoch hinaus: In «Wolkenkratzer-Städten» soll Wohnraum geschaffen werden für eine Million Leute. Kritiker befürchten Gettos wie in Paris.

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«Skyline Schweiz 2030» heisst die Vision, die die FDP Kanton Zürich am Samstag an der Delegiertenversammlung zum Thema Migration präsentieren wird. Die Idee: In gut erschlossenen Gegenden wie etwa dem Glatttal sollen «Wohn- und Lebenszentren mit Wolkenkratzern» gebaut werden, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. In den neuen Hochhäusern könnten schweizweit bis zu einer Million Menschen untergebracht werden, glaubt Initiant Beat Walti. «Ohne Zweifel ist der Platzbedarf in den letzten Jahren dramatisch angestiegen», so der Präsident der Kantonalpartei. «Unser Vorschlag vermindert den Druck auf die dicht bebauten Gebiete.»

Der Präsident der Glatttaler Gemeinde Wallisellen, Bernhard Krismer (SVP), hat «grosse Vorbehalte». Wolkenkratzer mit gemischter Nutzung könne er sich zwar noch vorstellen. «Reine Wohnsilos kommen aber der Batteriehaltung von Hühnern ziemlich nahe.» Für den Dübendorfer SP-Kantonsrat Peter Anderegg sind Hochhäuser grundsätzlich eine Option: «Doch selbstverständlich kann man nicht einfach ein kleines Manhattan ins Glatttal pflanzen.» Zudem dürften in den Wolkenkratzern «nicht bloss Low-Cost-Wohnungen für Migranten» angeboten werden. Vor gettoähnlichen Zuständen wie in den Pariser Banlieues warnt auch der SVP-Kantonsrat Bruno Walliser. «In solchen Siedlungen verschwinden die Menschen in der Anonymisierung.» Eine gute Durchmischung sei wichtig, gibt FDP-Präsident Beat Walti zu. «Ich glaube fest daran, dass dies möglich ist.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul Gerber am 07.02.2011 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt eine andere Lösung!

    Die Schweiz kann wegen beschränkten Ressourcen nicht ewig wachsen: Der Verkehr, der Energiekonsum und der Bodenverschleiss laufen aus dem Ruder. Es muss endlich eine Obergrenze für die sesshafte Bevölkerung definiert und durchgesetzt werden: 8 Millionen sind genug! Es ist auch eine Frage der Lebensqualität, die mit zunehmender Bevölkerung dramatisch abnimmt!

  • eric am 07.02.2011 01:31 Report Diesen Beitrag melden

    entweder wir holzen den wald ab oder wir bauen höh

    wir schweizer gehen zwar nicht jeden tag in wald aber wir lieben unseren wald also gibt es eigentlich nur eine wahl und zwar nach oben und zwar hoch oben und wenn es gut geplant wird wie in dubai dann gibt es keine ghettos und wir schweizer sind doch bekannt dafür dass wenn wir etwas erreichen wollen dass wir dass schaffen.

  • DB am 07.02.2011 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Das ist der einzige sinnvolle Weg... Entweder wir machen für Einwanderer bald die Grenzen dicht oder wir bauen endlich in die Höhe. Die Schweiz darf nicht weiter mit Einfamilienhäuser (welcher Bügler kann sich das denn überhaupt noch leisten?) "zugemauert" werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger K., Zürich am 24.03.2011 06:26 Report Diesen Beitrag melden

    Schön gebaut die perfekte Idee!

    Das dürfen keinesfalls Billig-Wohnungen sein. Natürlich nicht wie in Frankreich - die Schweizer kennen immer nur die üblen Beispiele. Viele Städte der Welt (z.B. in Kanada) bauen seit 10-20 Jahren Wohn-ansprechende Hochhäuser z.B. mit flachen Giebeldächern, grossen Balkonen + Fenstern bis zum Boden. Das ist sehr attraktiv und ergibt sicher eine gute Durchmischung. Da die Eigentümer pro Fläche viele Wohnungen bauen können muss man sie aber auch in die Pflicht nehmen, immer eine bestimmte Anzahl Häuser, Etagen oder Wohnung für die sozial schwächeren vorzubehalten.

  • Puya Babush am 19.02.2011 04:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wiso nicht

    Das währe eine super idee weil die Schweiz sowieso so klein ist und zu Zürich würde es noch sehr gut passen und man könnte auch no mehr Läden eröffen und das heisst mehr Arbeitzpläze. Und zum themo ``GHETTO`` die Schweiz ist doch zu Reich für einen Ghetto das ist doch lächerlich

  • Franz am 08.02.2011 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweiz baut ihre Risiken immer mehr

    aus - das ganze ist eine Spirale / Blase die eines Tages zum platzen kommt. Das Gleichgewicht kann mit diesem Wirtschafts-Unfug nicht wett-gemacht werden. Das weltweit herrschende Überbevölkerungs / Armut-Problem wird auch noch die Schweiz einholen, wenn unsere Politiker so weiter wursteln.

  • Dimino am 08.02.2011 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweiz braucht keine Wolkenkratzer

    Dieses Hirngespinst darf man nicht einfach den Politiker überlassen. Das Schweizer-Volk sollte über solche Sachlagen abstimmen können, und nicht vor wahre Tatsachen gestellt werden.

  • Poldi am 08.02.2011 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Und schon bald kreist der Pleitegeier

    seine Runde. Solchen Wirtschafts-Blödsinn / Visionen / Risiken muss man abstellen, bevor es zu späht ist - denn am Schluss zahlt immer das Volk den Preis, nicht die, welche uns diesen Blödsinn aufschwatzen wollen.