Mathe-Genie

02. Oktober 2013 11:59; Akt: 02.10.2013 12:19 Print

Wunderkind Max darf doch nicht an die Uni

Der hochbegabte Maximilian (10) ist schon bei der ETH abgeblitzt – jetzt erhält er auch von der Universität Zürich einen Korb. Er darf aber ein Förderprogramm machen.

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Der hochbegabte Maximilian (10) aus der Zentralschweiz, der bereits die Matura-Prüfung in Mathematik bestanden hat, darf auch an der Universität Zürich (UZH) nicht regulär studieren. Bereits bei der ETH wurde er abgewiesen, weil er keine vollständige Matura besitzt.

Maximilian wird somit weiter das Gymnasium Immensee im Kanton Schwyz besuchen. Er darf aber ein spezielles Mathematik-Förderprogramm an der Uni absolvieren, in dem er sich vertieft mit der Materie auseinandersetzen kann, wie die UZH am Mittwoch mitteilte.

Alle zwei Wochen wird das kleine Mathe-Genie Lektionen in Zürich besuchen, dazu erhält er Aufgaben für selbstorganisiertes Lernen. Dieses Förderprogramm wird in Zusammenarbeit mit den Eltern und der Leitung des Gymnasiums Immensee durchgeführt.

Obwohl der Zehnjährige nicht «normaler» Student werden darf, sind die Eltern mit dieser Lösung zufrieden. «Wir freuen uns sehr über die individuelle Lösung, die die Universität unserem Sohn anbietet», werden die Eltern zitiert. Der Vater des Gymnasiasten aus Meierskappel LU ist Mathematik-Professor im Ruhestand.

Keine Anrechnung ans Studium

Von dieser erstmals angebotenen, individuellen Lösung profitiert auch die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät der UZH. Man betrachte diese Lösung «als Beispiel für eine vertiefte Kooperation mit Gymnasien». Junge Hochbegabte sollen also künftig vermehrt mit Spezialprogrammen gefördert werden.

Für ein allfälliges späteres Studium bringt das Förderprogramm allerdings nichts: Kreditpunkte können nicht gesammelt werden. Der Knabe kann sich die Leistungen auch nicht an ein späteres Bachelor- oder Masterstudium anrechnen lassen.

Der Zehnjährige übersprang in der Primarschule dreimal die Klasse und trat im Sommer 2012 in die erste Klasse des Gymnasiums Immensee ein. Im Frühling 2013 stellte er sich der Matura-Prüfung in Mathematik und bestand sie mit Bestnoten.

ETH lehnte ihn wegen fehlender Matura ab

Danach äusserten die Eltern den Wunsch, dass ihr Sohn als regulär immatrikulierter Student einzelne ETH-Vorlesungen besuchen und Prüfungen ablegen kann. Die ETH lehnte jedoch ab, weil der Knabe die Zulassungsbedingungen nicht erfülle.

Entscheidend sei nicht das Alter des Studienanwärters, sondern dass er nicht über eine eidgenössisch anerkannte Maturität verfüge oder eine Aufnahmeprüfung an der ETH bestanden habe.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dings Bums am 02.10.2013 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    NIIIIIICHT

    Mein Gott!!! Jetz hört doch BIIITTE auf mit diesem arogant wirkenden möchtegern genie!! Ich kanns nicht mehr hören oder lesen! Der kann ja ausser Mathe nichts!

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  • Michael am 02.10.2013 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Kindergarten

    Auch wenn er ein Genie ist, ein 10 Jähriger hat doch an einer Uni oder an der ETH nichts zu suchen!

  • Max Senior am 02.10.2013 14:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu Jung

    Er soll doch warten bis er älter ist....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pro Max am 02.10.2013 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wie oft wärmt Ihr diese Story noch auf?

    Max drücke ich die Daumen, dass seine Talente entsprechend gefördert werden. Neider und Besserwisser gibt es zu Hauf. Sieht man ja an den vielen negativen Reaktionen auf diese Story.

  • ds am 02.10.2013 18:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein!

    Interessiert mich nicht!! Sein Vater ist Mathematiklehrer und erlaubte ihm nur ein Hobby...

  • Rahel am 02.10.2013 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mano

    Also hallo! Mein jung ist au im mathe hochbegabt.da ers durchs asperger autismus ist er nur in mathe begabt.aber wegen dem schike ich ihn auch nicht an uni oder so was.mir ist viel wichtiger das er seine sozialen kompetenzen ausübt und lernt.lieber ein gluckliches kind mit freunden als alein und einsam mit mathe.aachja uni oder eth sollen alle gleich behandelt werden.und er hat numal keine ganze matura.und salter auch nicht.regeln sind regeln

  • ABCD am 02.10.2013 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst Matura machen?

    Wieso kann er dann nicht einfach zuerst einmal direkt in die Kanti / Gymnasium? Ich konnte erst mit 20 anfangen zu studieren wegen des Militärdienstes und den 13 Pflichtjahren im Aargau. Er ist 10 und man soll ihn direkt an die ETH / Uni schicken? Wenn er so ein Genie ist, soll er doch zuerst das Gymnasium / Kanti bestreiten und wenn er dann brilliert, studieren gehen.... dann hat er immer noch rund 4-6 Jahre Vorsprung auf alle anderen. Stattdessen soll man ihn direkt studieren lassen? Tut mir leid, absoluter Schwachsinn....

  • Der.med. und Biologe am 02.10.2013 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Multitalente bringen die Welt weiter

    Hier sollte man die Eltern zur Rechenschaft ziehen. Ein Bub hat an der Uni nichts verloren, so gescheit es auch sein mag. Soll seine Rechenaufgaben im Sandkasten erledigen oder in privaten, nicht staatlich finanzierten Instituten. Mal sehen, was dieser Dreikäsehoch zur Weltverbesserung beitragen wird. Rechnen allein heisst noch nicht Bildung, Intelligenz oder Reife. Nur die Verbindung aller Eigenschaften macht intelligent.