Regelmässige Sitzungen

24. Oktober 2019 21:20; Akt: 24.10.2019 22:37 Print

Wurde Roger Köppel aus Kulturcafé geworfen?

Roger Köppel schreibt auf Twitter, er sei aus dem Zürcher Buchcafé Sphères geworfen worden. Der Geschäftsführer des Lokals dementiert.

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Was ist an der Hardturmstrasse 66 im Zürcher Kreis 5 los? SVP-Nationalrat Roger Köppel behauptet, er sei dort aus dem Kulturcafé Sphères ausgesperrt worden. Der Geschäftsführer der Bar, Philipp Probst, behauptet das Gegenteil.

Anlass der Auseinandersetzung ist ein Tweet, den Köppel am Donnerstag absetzte: «Die linke Zürcher Szene-Beiz mit Buchladen Sphères sperrt die ‹Weltwoche› aus. Ich kaufe dort seit Jahren Bücher. In einer abgeschiedenen Ecke hielten wir am Mittwoch beim Lunch im kleinen Kreis unsere Themensitzung ab. Jetzt schmeissen sie uns raus. Linke Intoleranz in Zürich.»

Gäste beschwerten sich über Köppels Anwesenheit

Es sei nicht die erste Sitzung an einem Mittwoch gewesen, erklärte Sphères-Wirt Probst gegenüber der NZZ. Seit einigen Wochen habe Köppel im Café einen Tisch für drei bis vier Personen reserviert, um sich dort mit Leuten zu treffen. Die Redaktion der «Weltwoche» liegt ganz in der Nähe des Lokals. Ein Gast des Cafés soll den «Weltwoche»-Verleger dann mal angesprochen und ihm gesagt haben, dass er dort nicht willkommen sei.

Probst gibt zu: In letzter Zeit haben sich einige Gäste über die Anwesenheit des SVP-Politikers beschwert. Doch der Wirt hat mit Köppels Präsenz kein Problem, wie er der NZZ sagte. Er habe sogar am Donnerstagvormittag die Sekretärin des SVP-Politikers angerufen, um die Sache zu klären. «Ich habe ihr erklärt, dass einige Gäste reklamiert haben. Anscheinend hat die Sekretärin das dann so interpretiert, dass Köppel nicht mehr kommen könne.»

Probst findet es schade, dass Köppel die Angelegenheit nicht mit ihm persönlich geklärt hat. Er sei gerne bereit, mit dem «Weltwoche»-Chefredaktor zu reden. «Und wenn Köppel weiterhin hierherkommen will, sehr gerne.» Das Sphères sei ein Kulturcafé «mit einer Haltung, aber wir sind nicht politisch engagiert. Wir sind ein Café, hallo?!»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bürger am 24.10.2019 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Studenten-Kindergarten

    es steht keinem zu, andere Meinungen abzulehnen. Respekt andern Meinungen gegenüber entspricht der Reife eines Erwachsenen, auch wenn man anderer Meinung ist.

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  • alex am 24.10.2019 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GIF-Funktion

    Ich drücke es nett aus: Ich wünsche mir, dass manndie GIF-Funktion wieder entfernt. Absolut keine normale Kultur mehr beim Kommentieren. Unnötig. Danke.

  • M.B. am 25.10.2019 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Vermutlich nicht die Schuld des Besitzers. Trotzdem zeigt es die Intoleranz der linken. Da wird schon sehr viel Wasser gepredigt und Wein getrunken.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • simi2000 am 25.10.2019 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • cuddy am 25.10.2019 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das passt.

    ich bin politisch neutral. in meinem auftreten sehr zurückhaltend - meist schwarz gekleidet. die wenigen male wo ich dort war, empfand ich wie ein spiessrutenlaufen. unter all den supercoolen alternativlingen fühlt man sich nichtbso willkommen. wenn dann noch leute im anzug kommen... könnte das dem einen oder anderen schon zu vielnsein, dort. als inhaber hätte ich auf jedem fall dem gast hausverbot erteilt, der herr köppel anpöbelte. das wiedetum scheint ja nicht geschehen zu sein?

  • Alfred am 25.10.2019 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    nicht überreagieren

    Der Besitzer hat mehrfach betont, dass Köppel willkommen ist und betont, dass Köppel nicht aus dem Cafe geworfen wurde! Sehe hier kein Problem...wenn ich in unser Bahnhöfli gehe und eine Klimajugend Treffpunkt veranstalte garantiere ich, dass auch da blöde Sprüche fallen. Da sollte Köppel eigentlich nicht so sensibel reagieren!

  • Entköppler am 25.10.2019 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Jammertante Köppel

    Naja, ob Köppel irgendeine Art von Kultur verkörpert möchte ich da schon mal hinterfragen. Warum geht einer der Meilenweit an jeder Kultur vorbeischrammt in ein Kulturkaffee? Das wäre etwa so als würde ich als überzeugter Atheist in eine Moschee gehen..

  • Per Holund am 25.10.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beste Entscheidung ever

    Die beste Entscheidung die Köppel je getroffen hat ist das nicht antreten zur Ständeratswahl.