Zürich

07. Dezember 2011 08:00; Akt: 08.12.2011 19:24 Print

Zechprellerin hat wieder zugeschlagen

von Attila Szenogrady - Mit der 49-jährigen Deutschen Sylke P. hat wieder einmal die frechste Zechprellerin in der Region Zürich zugeschlagen. Einmal mehr hat sich die Serientäterin in einem gediegenen Zürcher Restaurant den Bauch vollgeschlagen und nichts bezahlt.

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Die Geniesserin Sylke P. ist nicht nur in der Zürcher Gastroszene, sondern auch an den Zürcher Gerichten schon seit Jahren ein treuer Stammgast. Die deutsche Staatsangehörige reist immer wieder illegal in die Schweiz ein und sucht danach gezielt edle Zürcher Speiselokale auf. Diesmal beehrte sie im letzten August das Restaurant Amber am Bahnhofquai, wo sie sich Getränke und Esswaren für 106 Franken gönnte. Darunter eine Bowle und einen Gamberoni Salat sowie vier Weissbier. Zum Schluss bestellte sie zwei BBC-Drinks.

Endstation: «Hotel Knast»

Wie gewohnt, nahm das Nachtessen ein wenig appetitliches Ende. Wie immer verweigerte Sylke P. unter einem billigen Vorwand die Bezahlung der Rechnung. Mit der Folge, dass schon bald die Polizei im Lokal auftauchte und die alt bekannte Zechprellerin einmal mehr im «Hotel Knast» unterbrachte. Diesmal für mehrere Monate.

Am Dienstag stand sie wieder einmal vor dem Bezirksgericht Zürich. Erneut drohte sie der Schweiz mit einer Millionenklage. Was sie nicht daran hinderte, fast im gleichen Atemzug auf ihre längst verlangte Einbürgerung zu pochen. „Ich will in der Schweiz leben, lieben und hassen“, stellte sie vor den Schranken einmal mehr klar. Sie sei weder kriminell noch gestört, schob sie nach.

Nach Schuldspruch folgt erneute Ausschaffung

Der zuständige Verteidiger tat seine Pflicht und verlangte Freisprüche. Er verwies auf eine erheblich reduzierte Schuldfähigkeit seiner Klientin. Allerdings vergebens. Sylke P. wurde einmal mehr wegen rechtswidriger Einreise sowie Zechprellerei verurteilt. Diesmal zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von vier Monaten. Da die Rückfalltäterin die Strafe schon abgesessen hat, soll sie in den nächsten Tagen wieder in ihre Heimat ausgeschafft werden. Allerdings stehen die Wetten für ihre baldige Rückkehr wie immer sehr gut. Unklar ist nur noch, welches Speiselokal Sylke P. bei ihrem nächsten Ausflug aufsuchen wird.