Rapperswil-Jona

20. März 2019 17:41; Akt: 20.03.2019 18:04 Print

«Treffe Federer hoffentlich auf dem Tennisplatz»

Auf der letzten Bauparzelle in der Kempratner Bucht darf gebaut werden. Die Zeichen verdichten sich, dass hinter dem Projekt Tennisstar Roger Federer steht.

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Die letzte grosse Parzelle mit direktem Seeanstoss in Kempraten, Rapperswil-Jona, umfasst 16'000 Quadratmeter. Experten schätzen allein den Wert des Bodens auf 40 bis 50 Millionen Franken. Roger Federer soll sich das Stück Land gekauft haben, schreibt die «Linth-Zeitung». In der Immobilienszene von Rapperswil-Jona gilt es als «offenes Geheimnis», dass Tennis-Superstar Roger Federer hinter dem Projekt steht.

Zieht es Roger Federer also zurück an den Zürichsee, nachdem er seinen zivilrechtlichen Wohnsitz 2015 ins bündnerische Valbella verlegte und im letzten Jahr sein 1200-Quadratmeter-Grundstück in Wollerau SZ verkaufte? Rechtsanwalt Walter Locher, Vertreter der Bauherrschaft, will dies «weder dementieren noch bestätigen». Für eine solche exklusive Wohnlage gebe es immer eine Reihe von Interessenten.

«Wenn ich bei Euro Million gewonnen hätte»

Die zukünftigen Nachbarn freuen sich auf den Weltstar, wie eine Umfrage von 20 Minuten zeigt. Jedoch sind viele noch skeptisch, ob Federer wirklich dort wohnen wird. «Ich glaube es erst, wenn er einzieht», sagt etwa Martin Herrmann (54). Er habe sich aber eine Traumecke ausgesucht – allerdings eine teure. «Wenn ich bei Euro Millions gewonnen hätte, hätte ich selbst mit diesem Grundstück geliebäugelt.»

Mayya Boppart (36), die Tennis in Rapperswil-Jona spielt, findet es super, dass der Superstar in die Nachbarschaft kommen soll. Sie verfolgt seine Spiele häufig und freut sich, wenn er ein Turnier gewinnt. «Ich hoffe, ihn einmal auf dem Tennisplatz anzutreffen.» Sie schätze besonders die Natur, die Aussicht und die Nähe zum Zentrum.

«Seeanstoss ist attraktiv»

Dass das Grundstück gut gelegen ist, findet auch Ernst Güntensperger (48), der in der Nähe wohnt. «Schön daran ist die Umgebung mit See, Schloss und Bergen und die Aussicht.» Federer werde hier eine gute Nachbarschaft antreffen: «Die Leute hier sind eher zurückhaltend – typisch schweizerisch.» Er werde auch mit seinem berühmten Nachbarn nicht prahlen gehen.

Auf das Image der Stadt werde Federer aber wohl nicht einen grossen Einfluss haben, findet Tim Knott (23). «Rapperswil ist jetzt schon als schöne Stadt bekannt. Es freut mich aber, wenn eine berühmte Person mehr hier wohnt.» Am Grundstück von Federer sei sicherlich der Seeanstoss ein Plus. «Es ist sehr attraktiv, wenn man mit dem Boot direkt aufs Wasser kann.»

Stadt will sich nicht äussern

Bei der Stadt will man nichts zu einem möglichen Zuzug vom Tennisstar sagen. Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) möchte sich auch nicht dazu äussern, was ein Zuzug für die Stadt bedeuten könnte. Er sagt nur: «Es liegt auf der Hand, dass solche Lagen interessant sind für gute Steuerzahler.»

Laut zuverlässigen Quellen der «Linth-Zeitung» steht hinter dem Projekt je ein Architektenteam aus New York und Südafrika. Federer besitzt wegen seiner Mutter neben dem Schweizer bekanntlich auch den südafrikanischen Pass. Aus den Bauplänen war zudem ersichtlich, dass im Aussenbereich ein Tennisplatz sowie auch eine inwendige Sportinfrastruktur vorgesehen ist. Die Stadt hat für das Luxus-Projekt, das im letzten Herbst während zwei Wochen öffentlich aufgelegen ist, inzwischen grünes Licht gegeben.

(tam/20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 2019 am 20.03.2019 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht?

    Ist doch gut, wenn er es ist. Ist mir lieber als ein fremder Milliardär.

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  • Anton aus Tirol am 20.03.2019 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht?

    Lieber ein Schweizer als ein saudischer Ölscheich!

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  • RHB am 20.03.2019 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleiches Recht für alle!

    Die Öffentlichkeit sollte sich weniger ins Privatleben von Familien einmischen. Dieses Recht steht auch der Familie Federer zu. Vor allem die Kinder müssen geschützt werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mo.S. am 22.03.2019 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Rapperswilerin

    Er wird niemals nach Rapperswil ziehen ! Im Kanton St.Gallen ist es nicht erlaubt Kinder Zuhause zu Unterrichten!Das gilt auch für die Federes!

    • Pumpi am 23.03.2019 11:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mo.S.

      Bis das Land bebaut ist, wird RF nicht mehr 9 Mte im Jahr im Ausland Tennis spielen und somit ist das Thema auch vom Tisch. Ausserdem möchte ich den Kanton und die Gemeinde sehen, die keine Ausnahme machen würde, bei den zu erwarteten Steuern.

    • Martial2 am 23.03.2019 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mo.S.

      Sie setzten auf dem falschen Pferd, stimmt nicht...

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  • Pico am 22.03.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    sein Land unser See

    Freue mich jetzt schon auf den öffentlichen Uferweg!

  • Armin am 21.03.2019 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Landverschleiss kein Thema?

    Stellen Sie sich vor Blocher würde in Rapperswil an unverbauter Lage so eine landverschleissende Villa aufziehen: was würden da unsere Medien vermelden? Federer wird mehr und mehr zu einem Götzen.

  • Ylu am 21.03.2019 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    Zersiedelung?

    Erstaunlich! Fast keine Kommentare darüber, das 16'000 qm Natur zubetoniert wird? Das war doch damals bei der Zersiedelungsinitiative und mehr nicht so. Und jetzt werden 16'000 qm verbaut für 6 Personen(!). Aber ich gönne es Ihm, schliesslich hat er Jahrzehnte lang Höchstleistungen für die Schweiz gebracht. Und ausserdem leben dann in dieser Villa 6 Menschen. Es gibt andere Personen, in der Region, die die gleiche Wohnfläche haben aber nur zu zweit sind.

    • Martial2 am 23.03.2019 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ylu

      Ob Sie es dem Roger gönnen ist eher fraglich... Man vermutet Neid dahinten. Dazu wird es nicht "zubetoniert" er lässt die Natur wie sie ist. Ein Clever Man!!

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  • Art. 664 am 21.03.2019 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Zivilgesetzbuch

    Interessant, weil: "An den öffentlichen Gewässern (...) besteht unter Vorbehalt anderweitigen Nachweises kein Privateigentum."

    • DC am 21.03.2019 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Art. 664

      Tja, Cash regiert die Welt

    • Pumpi am 23.03.2019 11:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Art. 664

      Dann zeigen Sie mir mal den Schweizersee, wo dieses Gesetz svhon immer umgangen wurde. Ausser einigen Bergseen, gibt es keinen See in der Schweiz den man auf einem Uferweg komplett umgehen kann. Das wurde ja schon zur Genüge diskutiert und nichts ist und wird je geändert.

    • Martial2 am 23.03.2019 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Art. 664

      Was Sie nicht sagen... Dann geb's keinen Anwohner an den Schweizer Seen Ufer. Als Junge wohnte ich direkt am Bielersee Ufer, mit Bootanleger! Mein Vater hatte nie Probleme damit!

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