Zoo Zürich

20. Juni 2019 10:09; Akt: 20.06.2019 10:09 Print

Rabiater Vogelvater ist in den Zwangsferien

Im Zoo Zürich gibts Neuigkeiten zu den jungen Seehunden, und bei den Austernfischern freut man sich über Nachwuchs.

Während der Vater vorerst nicht zu den Austerfischer-Jungen darf, trainieren die jungen Seehunde Sinya und Skandi im Zoo Zürich
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Die zwei neuen Seehunde namens Sinya und Skadi haben seit letztem Dezember ihr neues Zuhause im Zoo Zürich. Die Halbschwestern sind in Berlin geboren und mit ihrem ersten Lebensjahr die jüngsten Seehunde im Zoo Zürich. Sie sollen zur Verjüngung der Seehund-Gruppe beitragen. Weibchen Farah ist beispielsweise 41 Jahre alt.

Seit ihrer Ankunft sind die beiden Jungen voll im täglichen Training involviert, das sehr wichtig ist, um das Vertrauen mit den Pflegern aufzubauen. Sie sind wie alle Seehunde spielerisch veranlagt, neugierig und interessiert.

Gibt es bald Seehund-Nachwuchs?

Sinya ist eher die lebhaftere der beiden Geschwister. Auch kommt sie an Land und lässt sich sogar anfassen. Das ist bei ihrer Halbschwester ein bisschen anders. Skadi ist eher noch scheu und zurückhaltend. Natürlich werden aber immer beide mit Essen belohnt.

Die zwei Seehunde werden einmal für Nachwuchs sorgen, jedoch wird dies frühestens in drei Jahren der Fall sein. Bei Seehündin Pila könnte es laut dem Zoo Zürich bereits demnächst so weit sein. Paarungszeit ist im Juli.

Vogelvater in den Zwangsferien

Bereits Nachwuchs bekommen haben die Austernfischer. Am 7. Juni haben zwei junge Vögel das Licht der Welt erblickt und werden seither sehr aufmerksam von ihrer Mutter betreut. Dabei stochert sie im Boden herum, um ihnen Würmer und Insektenlarven anzubieten.

Obwohl die Austernfischer normalerweise in einer monogamen Beziehung leben, fehlt vom Vater jede Spur. Er ist in den Zwangsferien in einer anderen Voliere. Der Grund dafür liegt ein Jahr zurück, wie der Zoo Zürich am Mittwoch mitteilte. Der Job des Vaters ist es, während der Brutzeit Artgenossen vom Revier fernzuhalten. Dies führte der Vater im vergangenen Jahr derart vehement aus, dass er nach dem Schlupf der Jungen auch das eigene Weibchen angriff. So blieb die Betreuung der Küken aus, was zu deren Tod führte.

Die Austernfischer gehören seit 1975 zum Tierbestand des Zoos Zürich. 33 Junge sind bis anhin hier geschlüpft. Das aktuelle Paar besteht aus einem 2007 in Zürich geschlüpften Weibchen und einem Männchen mit Jahrgang 2011 aus dem Zoo Augsburg.

(lar)