Chicago Pro Show

07. Juli 2016 06:55; Akt: 10.11.2016 17:45 Print

Zürcher Bodybuilderin räumt in den USA ab

von Jennifer Furer - Das hat noch keine Schweizer Bodybuilderin geschafft: Jacqueline Fuchs (45) gewinnt die Chicago Pro Show in Amerika und gehört somit zu den zehn besten Bodybuilderinnen weltweit.

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Mit einem breiten Grinsen im Gesicht kommt Jacqueline Fuchs am Dienstagmittag am Flughafen Zürich an. Die 45-jährige Zürcherin fällt auf Anhieb auf mit ihrer kräftigen Statur, ihren bunten Nägeln und ihrem braunen Teint. Eben erst konnte sie einen der grössten Erfolge in ihrer Karriere verbuchen. Sie gewann einen der wichtigsten Wettbewerbe der Bodybuilder-Szene: die Chicago Pro Show. Fuchs setzte sich gegen etliche amerikanische und ausländische Konkurrentinnen durch – und das mit 45 Jahren.

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Nun gehört sie zu den zehn besten Bodybuilderinnen weltweit und darf an der Frauen-Bodybuilding-Weltmeisterschaft, die in Arizona stattfindet, starten. Fuchs ist überglücklich: «Als Schweizerin einen solchen Wettkampf zu gewinnen, ist schwieriger als ein 6er im Lotto.»

Bis zu fünf Stunden Training pro Tag

Fuchs' Erfolg ist aber nicht nur Glückssache. Dahinter stecken zwei bis fünf Stunden Training pro Tag. Aber auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Heisst das, es gibt nur Pouletbrüstli und Gemüse? Fuchs: «Nein. Meine Ernährung stimme ich auf die Bedürfnisse meines Körpers ab. Sie kann wöchentlich, täglich, ja sogar stündlich variieren.» Zucker kommt jedoch vor Wettkämpfen kaum auf den Tisch – Fuchs setzt vielmehr auf naturbelassene Produkte: «Es kommt auch vor, dass mir ein Kollege den Fisch frisch angelt oder das Fleisch direkt von der Jagd bringt.»

Naturbelassen sollen auch die Zusätze sein, die Fuchs einnimmt. Von illegalen Substanzen will sie nichts wissen: «Klar ist, dass der Körper irgendwann an seine Grenzen stösst. Um ihn aber dennoch weiter zu perfektionieren, bieten sich erlaubte Vitamine und Supplemente an.» Dass viele Amateure denken, dass professionelles Bodybuilding ohne Substanzen nicht geht, weiss Fuchs. Dennoch findet sie diese Sichtweise unangebracht.

«Um auf einen gewisses Niveau zu kommen, kann man nicht einfach Pillen schlucken, trainieren und denken, dass der Erfolg kommt. Man muss das Bodybuilding 365 Tage im Jahr leben.» Wichtig für Fuchs ist auch die mentale und finanzielle Unterstützung. Eine davon ist jene von Simon Wälti, ihrem Sponsor und Manager: «Durch seine Hilfe kann ich mich hauptberuflich auf den Sport konzentrieren.»

«Mein Alter ist ein Vorteil»

Fuchs' Erfolgsgeschichte begann bereits vor 20 Jahren. Die Dielsdorferin betrieb vor dem Bodybuilding Thai-Boxen, Boxen und Jiu-Jitsu. Im Thai-Boxen wurde sie zweimal Weltmeisterin. Bereits zu dieser Zeit gehörte sie zu jenen Sportlerinnen, die muskulöser waren als andere. Das erkannte auch ihr jetziger Trainer Raffaele Molinari. Fuchs hängte die Boxhandschuhe an den Nagel und stemmte fortan Eisen.

Dass sie erst mit 38 Jahren anfing und nun mit 45 Jahren an die Weltmeisterschaft geht, sieht sie nicht als Nachteil. Im Gegenteil: «Im Alter ist man selbstbewusster, bodenständiger und erfahrener.» Dies seien wichtige Voraussetzungen, um auf der Bühne zu bestehen und präsent zu sein. «Zudem sind die Muskulatur und der Geist reifer, um einen solchen Sport zu betreiben.»

Bereits im September wird sie an den Weltmeisterschaften starten. Ihr Ziel: vorne mitmischen. Damit das auch gelingt, zeigt sie schon nach der Landung am Flughafen Zürich wieder eiserne Disziplin. Als ihre Freundin ihr Schoggi als Willkommensgeschenk übergibt, sagt sie: «Erst nach dem Wettkampf.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wilma am 07.07.2016 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere

    45j? Gratuliere! Gefällt mir zwar nicht aber hut ab für die Disziplin!

  • Marco am 07.07.2016 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle Achtung

    Für Ihre Disziplin und Ihren Willen bewundere ich diese Frau, aber meine zierliche Partnerin ist mir dann doch wesentlich lieber.

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  • Rafael am 07.07.2016 07:01 Report Diesen Beitrag melden

    mehr Mann als Frau

    und was bitte ist jetzt an dieser Frau noch schön? Nein Danke!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • T. Sorm am 07.07.2016 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle sind auf Stoff... Na und?

    Herzliche Gratulation! Tolle Leistung. Hier wird immer über Steroide geredet. Ja und? Habt Ihr etwa das Gefühl das im Spitzensport noch einer sauber ist? Wo es um Geld geht, ist der Arzt nicht weit. Eishockey, Schwimmen, Leichtathletik, Gewichtheben, MMA, alles voll mit Stoff. Glaubt Ihr nicht?? Lance Armstrong ist das beste Beispiel. Alles immer abgestritten. Dann der grösste Skandal! ABER...es mildert die Leistung dieser Leute nicht. Denn alle Konkurrenten sind auch auf Stoff.

  • Timm am 07.07.2016 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    gute Ernährung

    Die Gesichtszüge werden jedes Jahr (noch) männlicher und die Stimme noch ein wenig tiefer... Sie nimmt an Nicht-Natural-Meisterschaften teil und das hat wohl seine Gründe.

  • Scorpione am 07.07.2016 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau?

    Unter "Frau" stelle ich mir etwas anderes vor. Nichts für ungut!

  • Jan Krcma am 07.07.2016 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rosa Elefäntchen

    Wenn jemand glaubt der auch nur minimales wissen hatt über diesen Sport, dass diese bodybuilderin keine verbotene Zusatzstoffe nimmt, der kann auch an Mickey mouse und rosa elefäntchen glauben...

  • Sven am 07.07.2016 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön ist anders

    Sorry, aber was soll an dieser Frau schön sein. Die hat ja überhaupt nichts mehr frauliches an sich!