Gefährliche Einsätze

18. September 2019 01:51; Akt: 18.09.2019 02:44 Print

Zürcher Sanitäter erhalten kugelsichere Westen

Die Sicherheitslage bei Einsätzen hat sich für die 370 Angestellten von Schutz und Rettung Zürich so sehr verschlechtert, dass sie nun Schutzwesten erhalten.

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Schutz & Rettung Zürich (SRZ) ist um die Sicherheit seiner Sanitäter besorgt: «Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren wesentlich verändert», sagt SRZ-Sprecher Ivo Bähni. Deshalb schafft man nun für alle 370 Angestellten, die an der Front im Einsatz sind, neue schuss- und stichsichere Westen an, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

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Bisher konnten die Rettungssanitäter eine Schutzweste beantragen, wenn sie wollten. Weil diese aber sechs Kilogramm schwer waren und unter der Kleidung getragen werden mussten, machten nur wenige von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Gerät künftig ein Sanitäter unvorhergesehen in eine Gefahrenzone, liegt seine neue persönliche Weste im Rettungswagen bereit, und er kann sie jederzeit über die Kleider anziehen. Etwa bei Reanimationen könnten die Schutzwesten zwar einengen, aber nur wenn die Rettungskräfte sicher seien, könnten sie anderen helfen, sagt Bähni.

Mit Pfeffersprays unterwegs

Gefährlich wird es für die Rettungssanitäter oft, wenn Alkohol und Drogen im Spiel sind. Die Aggression geht dabei bisweilen von Patienten aus, die eigentlich Hilfe benötigen – oder aber von Aussenstehenden, welche die Rettungskräfte angreifen.

Seit längerem können sich die Sanitäter mit Pfeffersprays ausrüsten. Etwa drei Viertel von ihnen machen davon Gebrauch. Wer einen Pfefferspray mit sich führen will, erhält zuvor von der Stadtpolizei Zürich eine professionelle Schulung.

(chk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger 1 am 18.09.2019 02:57 Report Diesen Beitrag melden

    Sanitäter müssen Schutzwesten tragen

    Es ist ja schon bedenklich, dass Sanitäter eine kugelsichere Weste tragen müssen. Was ist nur mit unserer Gesellschaft passiert? Das gibt mir zu denken.

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  • Mary Rüdi am 18.09.2019 03:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie weiter????

    Es kommt soweit, dass man keine solchen Einsätze mehr fährt. Wie tief sind wir gesunken?? Macht einfach nur nachdenklich und traurig

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  • Delizio am 18.09.2019 03:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie wollen "nur" helfen

    Wenn RETTUNGSkräfte, also menschen, mit absoluter GUTER absicht, eine kugelsichereweste beantragen, dan ist das DER beweis das die gesellschaft zu 1000% nichts wert ist. Geht und schämt euch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bob65 am 18.09.2019 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was soll das?

    Die Gesellschaft hat es weit gebracht. Was ist das Nächste? Werden die Sanitäter mit Waffen ausgerüstet? Dann aber bitte den Begriff "Notwehr/Notwehrhilfe" seeeehr grösszügig suslegen.

  • Pragmatiker am 18.09.2019 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umdisponieren

    Wie wäre es, einige Polizisten von der Verkehrskontrolle abzuziehen. Diese könnten als Sanitäter getarnt Hochrisiko-Einsätze begleiten und die Gewalttäter dann gleich einpacken. Das Grenzwachtkorps könnte auch noch ein paar Hanfsamen-Detektive beisteuern.

  • P. T. am 18.09.2019 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Werte im Wandel

    Ich betreibe seit 32 Jahren (1987) einen Nachtclub. Pöbeleien und Schlägereien gab es seit Beginn. Seit der Jahrtausendwende gibt es aber das Phänomen, dass der Türsteher bei jedem Abgewiesenen damit rechnen muss, dass dieser 30min später mit einem Messer bewaffnet zurückkommt. Seit einigen Jahren müssen wir ausserdem eine weitere Sicherheitskraft beschäftigen, die im Inneren patrouilliert und bei sexuellen Belästigungen eingreift, die Überhand genommen hatten. Gewalt gab es schon immer, aber eine Intensivierung durch die Migration ist zweifelsfrei festzustellen. Trotzdem gut Fest euch allen!

  • J.G. am 18.09.2019 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Amüsant

    Ich finde all diejenigen amüsant, die sich so über die Situation echauffieren...das ist mir schon lange bekannt. Man muss sich auch bei der freiwilligen Feuerwehr sorgen machen, dass man nicht von Idioten angegangen oder beinahe überfahren wird, wenn wegen eines Einsatzes eine Strasse wechselseitig befahren werden kann oder komplett gesperrt werden muss (egal ob Brand oder Unfall). Wenn irgendwelche unbeteiligte Gaffer den freiwilligen Ersthelfern und der Sanität die Hilfeleistung stören...jede solche Störung sollte direkt mit mindestens 5000.- unbedingter Busse bestraft werden...

  • Developer am 18.09.2019 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Arme, arme Schweiz...

    armes, armes Land! Bravo, weiter so Bundesbern! Swiss Quality! Wir sind schon weiter entwickelt als in Chicago oder in den Bronxen der USA!