Nach Demonstration

11. Januar 2019 05:51; Akt: 11.01.2019 05:51 Print

Zürcher Schüler fordern Klimanotstand

Nach einer Demonstration für das Klima hatte GLP-Stadtrat Andreas Hauri Schüler zum Gespräch eingeladen. Diese lehnten die Einladung ab – stellten aber Forderungen.

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«Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft raubt», skandierten etwa protestierende Schüler in Basel. Sie besammelten sich gegen 11 Uhr auf dem Basler Barfüsserplatz und zogen durch die Innenstadt. Demonstrierende Schüler passieren das Basler Rathaus. In Basel nahmen laut den Organisatoren rund 1000 Schüler am Klimaprotest teil. Sie fordern, dass der Klimanotstand ausgerufen wird und dass die Schweiz klimaneutral wird. Die Schüler forderten auch in Lausanne mit ihrer Kundgebung die Politik auf, den Klimanotstand auszurufen und damit die Erderwärmung als Krise anzuerkennen und entsprechend zu handeln. In Zürich streikten am Freitag Schüler ... ... im Namen des Klimas. Mit Transparenten machten Zürcher Schüler auf ihr Anliegen aufmerksam. Auch in St. Gallen versammelten sich die Schüler für das Klima. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler beteiligten sich... ... und zeigten... ... ihre Transparente. Zur Kundgebung hatte das Kollektiv Klimastreik Ostschweiz aufgerufen. In Bern protestieren die Schüler auch im neuen Jahr. Gegen drei Uhr Nachmittags besammelten sich mehrere hundert Menschen auf dem Waisenhausplatz. Mit riesigen Transparenten fordern sie eine Änderung der Klimapolitik. Die Schüler organisierten am 21. Dezember eine unbewilligte Demonstration für das Klima. In Basel gingen die Schüler auf die Strasse: «Natur statt Matur». Sie versammelten sich um den Weihnachtsbaum, der vor dem Basler Rathaus steht. Die Schüler machten sich in der ganzen Schweiz für den Klimaschutz stark. Vor dem Stadthaus demonstrierten sie friedlich. Sie riefen «Wem sini Zuekunft? Eusi Zuekunft» oder «Jugend fordert Klimaschutz!» Mehrere Hundert Schüler waren vor Ort. Schliesslich kam GLP-Stadtrat Andreas Hauri aus dem Stadthaus und suchte den Dialog mit den Schülern. Man werde im neuen Jahr zusammensitzen. Danach gingen die Schüler weiter in Richtung Paradeplatz und Bahnhofstrasse. Dies hatte zur Folge, dass der Verkehr komplett lahmgelegt war. Weiter ging es zum Zürcher Hauptbahnhof. Vor der Kantonsschule am Burggraben in St. Gallen versammelten sich zwischen 300 und 400 Schüler zum Klimastreik. Auch hier versammelten sich mehrere Hundert Schüler bei der Kantonsschule am Burggraben. Auch in Bern streikten Schüler für das Klima. Um 10 Uhr versammelten sich Schüler auf dem Bahnhofplatz in Bern. «Es geht für uns Jugendliche schliesslich um unsere Zukunft – und wenn nicht um unsere, dann sicher um die unserer Kinder», sagte die 14-jährige Zürcher Schülerin Paula Schmid im Vorfeld. Bereits am vergangenen Freitag waren mehrere Hundert Schüler in Zürich auf die Strasse gegangen.

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Die Stadt Zürich soll den Klimanotstand ausrufen. So lautet eine Forderung der Jugendbewegung Klimastreik Zürich. Die Teilnehmer dieser Bewegung haben am Donnerstagabend dem Zürcher Stadtrat Andreas Hauri (GLP) einen Forderungskatalog übergeben.

Der Forderungskatalog ist eine Folge des Streiks vom Dezember. Damals hatten Jugendliche in mehreren Schweizer Städten, darunter auch in Zürich, Forderungen zur Klimapolitik gestellt. Hauri hatte die Zürcher Jugendlichen daraufhin zum Gespräch eingeladen.

Schüler wollten Stadtrat nicht treffen

Man habe diese Einladung zwar dankend entgegengenommen, sich aber nach einer eingehenden Diskussion dafür entschieden, den Zürcher Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements nicht zum Gespräch zu treffen, heisst es in einer Mitteilung von Klimastreik Zürich.

Alle notwendigen Massnahmen zur Lösung der Klimakrise seien bekannt, unter anderem dank der Forschungsarbeit der ETH Zürich und der Universität Zürich. Die Jugendlichen sind der Meinung, «dass die Stadt Zürich genug Möglichkeiten besitzt, sich über die Erkenntnisse in der Forschung zu informieren». Diese Informationsvermittlung sei nicht ihre Aufgabe.

Netto null Treibhausgas-Emissionen bis 2030

Man begrüsse aber das Interesse des Stadtrats an «unserer Bewegung und unseren Anliegen». Aus diesem Grund wurden drei Forderungen an Hauri persönlich übergeben: Verlangt wird, dass die Stadt ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2030 auf netto null reduziert.

Zudem wird gefordert, dass der Klimanotstand ausgerufen wird und die Stadtzürcher Regierung die Bevölkerung über die Ursachen und existenzbedrohenden Folgen der Klimakrise informiert.

(sda)