Sturz auf Schiene

13. Juni 2014 08:10; Akt: 13.06.2014 13:25 Print

Zürcher Stadträtin hatte einen Velounfall

Stadträtin Claudia Nielsen ist unter der Zürcher Hardbrücke mit dem Velo auf einer Schiene ausgerutscht. Danach musste sie eine Woche im Spital bleiben.

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Die sonst so sportliche Claudia Nielsen ist seit gut drei Wochen auf die Hilfe der Spitex und der Nachbarn angewiesen. (Bild: Keystone/Patrick B. Kraemer)

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Einen Moment nicht aufgepasst und schon war es passiert: Die Zürcher Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen (SP) rutschte vor drei Wochen auf den Tramschienen aus, als sie unter der Zürcher Hardbrücke radelte. Nicht so schlimm, dachte sich die 52-Jährige und fuhr nach Hause.

Doch in der Nacht wurden die Schmerzen in der linken Schulter und rechten Hand immer stärker. Am nächsten Morgen fuhr sie mit dem Tram ins Triemli-Spital, dort musste sie gleich eine Woche stationär bleiben. Denn die Stadträtin hatte sich beim Sturz die Sehne an der Schulter und das Band am Daumen angerissen. Zusätzlich hatte sie eine leichte Gehirnerschütterung.

«Ich wollte jeden Tag heim»

Trotz dieser Diagnose war Nielsen keine geduldige Patientin. «Ich wollte jeden Tag heim, doch jedes Mal sagte der Unfallchirurg, es sei noch zu früh», sagte sie gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Schliesslich wurde Nielsen entlassen, doch sie hat noch immer einen Arm am Körper fixiert und die Hand des anderen im Gips. «Es ist obermühsam, mir stehen nur vier Finger der rechten Hand zur Verfügung.» Die Spitex kam zu Beginn zweimal täglich, um beim Duschen zu helfen und die Orthoschiene an- und auszuziehen. Vergangene Woche wollte die Stadträtin schon wieder ins Büro.

«Ich werde sehr schnell müde»

Doch sie musste feststellen, dass so ein Unfall den Körper mehr schwächt als bis anhin gedacht. «Es ging nicht. Ich werde sehr schnell müde.» Deshalb arbeitet sie bis auf weiteres, so gut es geht, zu Hause.

Eine eindrückliche Erfahrung für die sonst so sportliche und gesunde Gesundheitsministerin. Immerhin: Ihr soziales Netz funktioniere, meint Nielsen: «Jeden Abend kommt jemand und kocht mir ein feines Essen, und auch die Nachbarn gehen mir zur Hand.»

(som)

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