Kunstprojekt

15. Juli 2010 15:14; Akt: 15.07.2010 22:35 Print

Zürcher Stadtrat will umstrittenen Hafenkran

Die Stadt Zürich soll nun doch einen Hafenkran bekommen: Der Zürcher Stadtrat hält am befristeten Kunstprojekt «zürich transit maritim» fest.

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So soll das Limmatquai mit dem Hafenkran aussehen. Das gefällt Ihnen nicht? Dann klicken Sie sich durch die Alternativen, die unsere Leser vorschlagen! Zürich als Wüstenstadt.... (Montage: Erwin Moser) Ich wünsche Zürich weder den Eiffelturm noch den Schiefen Turm, sondern ein bisschen mehr Hirn. (Montage: Reto Stadelmann) Wandergebiet über Zuerich wird manch Touristenherz höher schlagen! Leider heute etwas neblig. (Montage von Marcel Wiedmann) Zürich zu im Zeitalter von Mittelerde (Osciliart). (Montage: Stefan Benninger) Zu sehen ist ein Beach von Mexico mit eine paar Palmen, im Hintergrund die Malaysia Towers und ein neues Zürihochhaus. (Montage: Adrian aka. Psyborg.ch) Ob sich die Geologen und Vulkanologen doch getäuscht haben? (Montage: Chris Brändli) Zürich als neue Hauptstadt! (Montage: Taulant Gjukaj) Das wünschen wir uns natürlich nicht! (Bildmontage: Chris Brändli) Zürich vor 9/11? (Bildmontage: Isi Bloch) Wieso nicht ein paar Pyramiden in Zürich? Würde bestimmt Touristen anlocken. (Bildmontage: Fabio Kobel) Ein Aussichtsturm würde das Gesamtbild nicht stört. Die Kosten wären kaum grösser, als einen Haufen Schrott vom Meer herbringen zu lassen. (Montage: Yves) Wie wärs mit Renaturierung der Limmat. Zürich zurück zur Natur? (Montage: Christian Wyss) Das Kreuzfahrtschiff Queen Mary kommt nach Zürich. (Montage: Christian Wyss) Zwar nicht Zürich, aber für Bern ein echter Kracher. Eiger, Mönch, Jungfrau und Matterhorn auf einem Bild. (Montage: Christian Wyss) Zürich als Grossstadt. (Montage: Christian Wyss) Hier noch etwas Kreatives, damit wir das nicht mehr länger in Basel anschauen müssen. (Montage: netprofi.ch - zwei Exil-Zürcher in Basel) Auch ein spannendes Projekt: Ansiedlung von Delphinen statt eines weiteren Kunstwerks. (Montage: netprofi.ch - zwei Exil-Zürcher in Basel) Ich habe etwas in Photoshop gebastelt, dass Luzern garantiert in die Schlagzeilen bringen würde... (Montage: Remo Mattmann) «Schweizer Raumfahrt» (Montage: Peter Hermann) Für mich kommt spontan nur das Kolosseum in Frage kommt. Warum? Weil es einfach ein Stückchen Geschichte ist und doch einfach genial aussieht. (Montage: Marco Gilgen) Zu sehen ist der der Schiefe Turm von Pisa neben dem Dom. Und sollte der Turm eines Tages fallen, dann gibt es in der Limmat antike Baustücke. (Montage: Flavio Corezzola)

Zum Thema
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Für den Zürcher Stadtrat ist eine Weiterführung des Projekts «zürich transit maritim» ohne Hafenkran keine Option, wie er am Donnerstag mitteilte. Die gewünschte Dramaturgie werde nur durch einen realen Kran erreicht.Er will das Geld für den umstrittenen Kran im Budget 2012 noch einmal beim Gemeinderat beantragen.

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Sollte man das Kunstprojekt Hafenkran abbrechen?
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30 %
Insgesamt 3860 Teilnehmer

Das Zürich Stadtparlament hatte die 80 000 Franken für den Kran aus dem Budget 2010 gestrichen. Die bürgerliche Seite ärgerte sich während der Debatte im Dezember 2009 über das «viele Geld».

Stadtrat: Abbruch kontraproduktiv

Auch wäre ein Abbruch des Kunstprojektes gemäss Stadtrat kontraproduktiv. Bis heute gab die Stadt 229'000 Franken aus. Durch die einseitige Kündigung der Verträge würde die Stadt schadenersatzpflichtig und die möglichen Einsparungen für die Stadt wären nur gering. Zudem wären die bis heute getätigten Ausgaben verloren.

Der Stadtrat ist zudem überzeugt, dass das Projekt «zürich transit maritim» der Stadt weiter grosse Aufmerksamkeit bringen werde. Zürich werde als offene Stadt wahrgenommen und ihre Wahrnehmung um eine spannende, spektakuläre Facette erweitert.

Zürich als Hafenstadt

Nach dem Entscheid des Gemeinderates überarbeitete die Stadt Zürich zusammen mit den beteiligten Künstlern Chronologie und Dauer der einzelnen Projektteile. Die «Freilegung» des Krans soll nun erst 2012 - statt wie geplant bereits 2011 - erfolgen.

Mit dem Kunstprojekt soll Zürich zeitlich befristet in eine «Hafenstadt» verwandelt werden. In einer ersten Etappe werden am Limmatquai fünf Eisenpoller freigelegt. Höhepunkt des befristeten Kunstprojekts ist der vorgesehene Hafendrehkran beim Rathaus.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tim Eulenspiegel am 16.07.2010 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Das habt ihr von euer linken Wahl

    Für so etwas so viel Geld zu verschewenden ist nicht in Ordnung. Ich denke die Abstimmung und die Meinungen dazu sagen wohl alles. Aber die in der Regierung machen ja was sie wollen..

  • Steff R am 15.07.2010 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    gute Idee....

    ..dann kann man am Hafenkram endlich den grünen Kindergarten von Stadtrat daran aufhängen..Zürich schimpft sich zwar "Weltstadt"...doch dafür brauchts noch einiges mehr, als nur ein Paar Poller und einen Hafenkram. Für eine Weltstadt braucht es ; vernünftige Politik und Wähler, die neben Schiki-Micki die echten Prioritäten im Leben kennen.

  • Rudolf Hauser am 15.07.2010 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten Aufteilen

    Wenn die Politiker/innen die Kosten unter sich aufteilen bin ich auch dafür.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rico Canneloni am 23.07.2010 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die Wahlberechtigten dieser Stadt

    hätten vor ein paar Monaten die Hausaufgaben machen sollen. Dann hätten sie diesen Stadtrat gar nicht erst gewählt! Und dann wäre dieser Pseudokunst-Rosthaufen nie nach Zürich gekommen. Hoffentlich wird daraus eine Lehre für die nächsten Wahlen gezogen, denn dieser Stadtrat vertritt definitiv nicht die Interessen der Einwohnerschaft...

  • Jamc am 19.07.2010 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Neonpink !

    Warum nicht sämtliche Regierungsgebäude für 6 Monate neonpink anmalen ? .... Aah so sehr wünsch ich mir 500'000 CHF zum einfach sinnlos aus dem Fenster rauszuschmeissen. Wie das ganze auf "nur" 80k CHF geschrumpft ist, ist für mich ein Rätsel (siehe 20Min artikel vom 10.12.09).

  • Phil am 17.07.2010 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Frau Genner

    Hat denn Frau Genner noch alle Tassen im Schrank? Ist das nun linke Sozialpolitik? Viele Familien "krampfen" sich kaputt und zahlen Steuern. Und die Stadt subventioniert einen sogenannten Künstler, der uns mit etwas beglückt, das wir weder brauchen noch wollen! Liebe Stimmbürger von Zürich! CVP und rechts ist wählbar, Links zerstört unsere Finanzen und die Stadt!

  • Martin am 16.07.2010 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdige Kunst

    Über Kunst lässt sich ja bekanntlich streiten. Aber das kann ja nicht der ernst sein. Wieso sollte man sich ein solch überdimensionales, teures, völlig nutzloses Ungetüm aufzwingen lassen? Was unterschreiben diese Leute für Verträge, in denen man schadenersatzpflichtig werden soll wenn man (mit gutem Grund) so etwas extremes nicht aufstellen will. Unglaublich...

  • Rita Vögeli 16.0.10 15.00 am 16.07.2010 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    VERSCHLEUDERTE STEUERGELDER

    Es darf doch einfach nicht wahr sein was sich da der Stadtrat wiedereinmal mehr leisten will. Ein verrotterter Kran soll Kunstwerk sein ? Haben wir doch schon die ganze Stadt voller Kranen! Dieses "Kunstobjekt" ist verschleuderte Steuergelder und das nicht zu knapp. Als Zürcherin wünschte ich mir einen Stadtrat, der wirklich zum Geld der Steuerrzahler Sorge trägt!