Christian Calabro

22. März 2018 09:39; Akt: 22.03.2018 09:42 Print

Zürcher begeistert mit Abfall-Kunst

Der Wahl-New-Yorker Christian Calabro ist weltweit erfolgreich und wurde schon für Grammys nominiert. Nun stellt er seine Werke zum ersten Mal in seiner Heimatstadt Zürich aus.

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Der Zürcher Künstler Christian Calabro lebt seit 25 Jahren in New York und ist international eine grosse Nummer. Mit seinen Designs und Grafiken für Stars wie Michael Jackson, Rage Against The Machine und Depeche Mode wurde er mehrfach ausgezeichnet und für mehrere Grammys nominiert. Seine Kunst wird in renommierten Galerien in Miami und Los Angeles gezeigt.

Der 46-Jährige lädt nun zu seiner ersten Ausstellung in seiner Heimatstadt ein. «Ich weiss nicht, wieso es so lange gedauert hat, aber für mich ist es ein unbeschreibliches Gefühl, meine Werke in Zürich ausstellen zu können», sagt Calabro. Vom 22. März bis 21. April sind über zwei Dutzend seiner Werke in der Tart-Galerie an der Gotthardstrasse zu sehen.

Collagen bestehen aus alten Strassenplakaten

«Es ist ein Mix aus meinen analogen Collagen, meinen politischen Spielereien und gemalten Werken», sagt der Wahl-New-Yorker. Die analogen Collagen stehen unter dem Motto «Your Trash is my Pleasure» – auf Deutsch: Dein Abfall ist mein Vergnügen.

«Die Bilder bestehen zu 100 Prozent aus Güsel, der keinen Wert mehr hat. Es sind Teile von Strassenplakaten oder Stickern, die von Wänden abgefallen sind», erklärt Calabro. Auf der Suche nach dem perfekten Abfall gehe er regelmässig mehrere Kilometer durch New York oder andere Städte.

«Wir werden mit News von Trump zugemüllt»

Bei den «politischen Spielereien» hat Calabro zwei Hauptmotive: US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un. «Wenn man in Amerika wohnt, wird man rund um die Uhr mit News über diese beiden Typen zugemüllt – mit meinen digitalen Collagen versuche ich, das Thema etwas zu entspannen.»

Und damit hat er Erfolg: «Bei meiner letzten Ausstellung in Dänemark wurden alle Werke innert weniger Tage verkauft», sagt der 46-Jährige. Ob das in Zürich auch der Fall sein wird, könne er nicht sagen. «In erster Linie freue ich mich auf jeden Besucher und viele bekannte Gesichter», sagt Calabro.

Am 29. März ist von 18 bis 20 Uhr ein Rundgang geplant, an dem Calabro allen Interessierten von seiner Kunst erzählt.


Eine kurze Dokumentation über Christian Calabro.

(wed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert am 22.03.2018 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Gratisausstellung in Zürich

    Als ich Zürcher und Abfallkunst im Titel las dachte ich nur, dass man in Zürich ja nur in gewissen Quartieren spazieren gehen muss um Abfallkunst zu bewundern. Seien es ganze Sammlungen von Abfall mit Schild "Gratis zum Mitnehmen", sonstigem Müll der Achtlos weggeworfen wird, teilweise keine 10 Meter von Abfalleimern entfernt, geschweige denn von tausenden Zigarettenstummeln. Werfe ich meinen offiziellen Gebührensack in einen unserer 6 Container ist auch dort oft illegaler Müll drin. Ueber diese Leute die das tun äussere ich mich hier nun nicht.

  • Martina Albertin am 22.03.2018 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Aber gerne

    Man ist tagein tagaus vom Müll umgeben. Ich würde es gerne sehen. Hab mir die Daten notiert. Mal etwas anderes. In einer anderen Form. Der Müll.

  • Gian-Luca - Morcote TI am 22.03.2018 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Haha, toll, bis

    aufs Malen hab ich das bereits als 12-Jähriger gemacht. Und auch mit Erfolg. Alles in der Schule aufgehängt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Abbas Schumacher am 22.03.2018 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kunst Abfall existiert

    in Zürich, wie in anderen Städten schon lange. Sollen mal Kunst bringen, die Animiert, dass er verschwindet!

  • Gian-Luca - Morcote TI am 22.03.2018 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Haha, toll, bis

    aufs Malen hab ich das bereits als 12-Jähriger gemacht. Und auch mit Erfolg. Alles in der Schule aufgehängt.

  • Martina Albertin am 22.03.2018 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Aber gerne

    Man ist tagein tagaus vom Müll umgeben. Ich würde es gerne sehen. Hab mir die Daten notiert. Mal etwas anderes. In einer anderen Form. Der Müll.

  • Schimun Murk am 22.03.2018 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dejà vue, mais oho

    Mimmo Rotella war weltweit Vorzeigekünstler mit abgerissenen Strassen- und Filmplakaten. Calabro sucht damit neue Wege. Ein Besuch der Ausstellung lohn sich.

  • Plakatkleber am 22.03.2018 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues

    Wer Jacques Villeglé kennt, bleibt wohl zuhause!