ZÜRICH

07. Dezember 2008 22:42; Akt: 12.08.2010 13:27 Print

Zürcher möchte einen Jumbojet vergraben

von David Torcasso - Ein junger Zürcher möchte eine globale Kulturbewegung ins Leben rufen. Sein erstes Projekt: einen Jumbojet vergraben.

Fehler gesehen?

Ein Zürcher Künstler plant von Zürich aus eine neue weltweite Kulturbewegung: Schon das erste Projekt soll für Aufsehen sorgen: «Wir möchten in den nächsten drei Jahren einen Jumbojet Boeing 747 kaufen und vergraben», sagt der 31-Jährige. Ab 2,50 Dollar pro Monat kann man beim Projekt «Bury the Jumbo» mitmachen. «Das Vergraben
eines Jumbos kostet rund zwei Millionen Franken», sagt der Künstler, der im Vorfeld mit einem amerikanischen Flugzeug-Dealer über den Preis und die Transportkosten verhandelte. Für das Gelingen brauchts also mindestens 33 000 Anhänger.

Bei «Bury the Jumbo» gehe es aber in erster Linie nicht um das Vergraben eines Flugzeugs, sondern «um den Kommunikationskanal für Künstler», sagt er. Mittels Videos und Blogs auf www.burythejumbo.com haben diese die Möglichkeit, ihr Können der Öffentlichkeit zu präsentieren – und auf Aufträge zu hoffen. Der Street-Art-Künstler Pirmin Breu ist beispielsweise schon mit an Bord. «Viele Künstler, die zwar Talent, aber keine Galerie oder Plattenlabel hinter sich haben, können durch das Projekt auf sich aufmerksam machen», sagt der Künstler. Morgen Abend lädt er zum Spatenstich im Cabaret Voltaire ein. An dem Ort in Zürich, wo der Dadaismus seinen Ursprung hatte. «Unsere Community fühlt sich in diesem historischen Haus sehr wohl.»