Rare Objekte

18. Februar 2015 05:55; Akt: 18.02.2015 11:34 Print

Zürcher verkauft Globi-Buch für 9500 Fr.

Globi-Freunde dürfen sich freuen: Das Buchantiquariat Benz verkauft den Nachlass von Globi-Schöpfer Schiele – das älteste Buch ist 80 Jahre alt.

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Im Buchantiquariat Benz beim Zürcher Grossmünster hat es Globi-Objekte so weit das Auge reicht: Bücher, Aquarell- und Tusch-Zeichnungen, Figuren oder auch Pins. «Wir haben den gesamten Nachlass von Ignatius Karl Schiele von 1932 bis 1967 ausgestellt», sagt Marcus Benz, Besitzer des Antiquariats. Schiele gilt als der geistige Vater von Globi, der zusammen mit dem Zeichner Robert Lips den blauen Papagei-Menschen kreiert hat.

Über 600 Objekte kann man ab dem 19. Februar im Antiquariat kaufen. Ein Buch kostet zwischen 2000 und 9500 Franken – Zeichnungen sind schon ab 100 Franken zu haben. «Die Objekte sind alles seltene Originale und deshalb bei Sammlern extrem begehrt», so Benz. Dies gelte besonders für den drittältesten und teuersten Globi-Band «Globi an der Landesausstellung» aus dem Jahr 1939: «Das Buch enthielt wohl heikle Texte für die damalige Zeit während des 2. Weltkrieges. Deshalb wurden vermutlich viele Exemplare aus dem Verkauf gezogen.»

«Volk soll sich an Kulturobjekt erfreuen»

Die Sammlung hat einen Gesamtwert im unteren sechsstelligen Bereich. Wie viel Benz zahlte, als er den Nachlass 1993 übernahm, will er nicht sagen: «Nach Schieles Tod wollten seine Töchter die Globi-Sammlung nicht mehr weiterpflegen und übergaben uns die Aufgabe», so Benz. Nun wollen er und seine Ehefrau diese einmalige Geschichte unter die Leute bringen. «Das Volk soll sich auch an dem Kulturobjekt erfreuen – wir haben lange an der Ausstellung gearbeitet.»

Globi sei einst eine Werbestrategie von Globus gewesen, so Benz. «Schiele wurde 1930 als Marketingdirektor von Globus eingestellt», sagt Benz. Seine Aufgabe sei es gewesen, wieder Schwung in den Laden zu bringen. Zusammen mit dem Zeichner Robert Lips entwarf er dafür das Maskottchen Globi. 1932 warb dieses auf Plakaten für das erste Jugend-Meeting von Globus.

«Viele Globus-Besucher waren zwar anfänglich nicht sehr erfreut über die anwesenden Kinder, doch das hat sich in kürzester Zeit geändert.» 1935 erschien dann das erste Buch namens «Globi's Weltreise», das Benz nun mit den Originalzeichnungen für 7000 Franken verkauft.

(fro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Conny am 18.02.2015 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der gute alte Globi

    Jaja der gute alte Globi... Ohne dein Beret sieht er irgendwie nackt aus. Aber im gegensatz zu mir ist er kein bisschen gealtert... Waren schöne Zeiten ich vermisse sie.

  • Globinchen am 18.02.2015 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kinderheld

    "Kinder, kommt ans Jugend-Meeting." Meeting?? Damals schon um 1930? Trendsetter Globi! Übrigens: meine alten Globibücher gibts etwas günstiger, dafür eigenhändig von meinen Geschwistern und mir ausgemalt!

  • a.l. am 18.02.2015 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ins Landesmuseum!

    weshalb geht die Sammlung nicht ins Landesmuseum?? dann hätten alle was davon und vorallem bliebe die Sammlung zusammen!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • fin am 20.02.2015 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Globi-Fan

    Die Idee mit dem Landesmuseum finde ich eine super Sache. Trudi Gerster alias Märlitante hat dort auch eine Sonderausstellung bekommen. Würde deswegen Wiedermal dorthin gehen.

  • Fredy am 20.02.2015 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Globischatz

    Gute Werbung für das Buchantiquariat Benz in Zürich. Verkaufe meine Globi Sammlung nur dort, bekomme dort vermutlich am meisten dafür. Super da werde ich entlich Reich. Versucht es auch mal.

  • Alexej Schmid am 18.02.2015 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Globi Bücher

    Ich habe auch noch solche Globibücher genau die wo er hat. Kann ich die jetzt auch für 9500.- verkaufen? :-)

  • Papa Moll am 18.02.2015 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeiten...

    Er ist ein wahrer Kinderheld, viele Kinder mögen ihn über alles und sehen ihn als grössten Held; ein Spassbold der mit Tieren sprechen kann

  • Hubi Knorrli am 18.02.2015 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Ein geniales, nachhaltiges Marketing

    Eigentlich sollte die Sammlung als Gesamtwerk erhalten bleiben. Na ja, die Zeit bleibt nicht stehen. Betreffend Marketing wurde damals mit Respekt Interesse und Vertrautheit geweckt. Heute wird in einem übesättigten Markt mehr mit Druck bis hin zu Nötigung gearbeitet. Nach 80 Jahren wäre es schön wenn sich ein neuer "Schiele" zeigen würde.