Tram-Engpass

27. August 2017 16:47; Akt: 27.08.2017 18:26 Print

Zürcher wollen keine Hilfe aus Basel

Die Basler hätten den Zürchern beim drohenden Tram-Engpass gern ausgeholfen. Doch die VBZ sagt ab.

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Weil sich die Beschaffung von 70 neuen Trams in Zürich verzögert, droht in Zürich ein Engpass an Fahrzeugen. Von Letzteren braucht es wegen Angebotserweiterungen wie dem Tram Hardbrücke ab kommendem Dezember nämlich mehr.

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Werden die VBZ den Tram-Engpass noch beheben können?
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Sicher ist: Die Basler helfen den Zürchern nicht aus der Patsche. «Wir wären gern dazu bereit gewesen und hätten unsere Trams zu einem Freundschaftspreis abgegeben», sagt Andreas Büttiker, Direktor der Baselland Transport AG (BLT), zu 20 Minuten. «Aber die VBZ hat uns abgesagt, leider.»

Zu schmal für Zürcher Verhältnisse

Das Problem: Die zur Diskussion gestandenen, rund 40-jährigen BLT-Trams des Typs Be 4/8 Sänfte sind nur 2,20 Meter breit, die VBZ-Trams hingegen 2,40. Der Spalt zwischen Perronkante und Fahrzeug wäre bei vielen Haltestellen offenbar zu gross gewesen – Stichwort Unfallgefahr.

Somit bleiben die sechs bis neun BLT-Trams auf dem Abstellgleis stehen. Sie kommen laut Büttiker weiterhin als eiserne Reserven zum Einsatz. Später sollen sie als Ersatzteillager dienen.

Die Medienstelle der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) wollte die gescheiterten Kaufabsichten weder bestätigen noch dementieren. Nur so viel: Man prüfe diverse Optionen, um den Engpass zu entschärfen.

(rom/tür)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chl am 27.08.2017 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Engpass?

    Wenn man Hilfe ablehnen kann, dann gibt es keinen Engpass!

  • Andreas Honegger am 27.08.2017 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Aber nicht doch

    Ein Basler Drämmli in Zürich? Aber nicht doch, tut das den armen Drämmlis doch nicht an... ;-)

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  • Bähnler am 27.08.2017 21:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hätte man...

    ... anstatt der zu schweren Bombardier-Trams, die Trams bei Stadler bestellt, würden die Trams erstens schon bald auf den Schienen stehen, zweitens gäbe es kein Engpass und drittens würde es der Schweiz zugute kommen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Juchler Thomas am 28.08.2017 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Tram 2000 gleich breit wie jene der BLT

    Dass die Basler Trams zu schmal für den Einsatz in Zürich seien, ist eine nicht akzeptable Begründung, sind doch alle Trams des Typs 2000 auch nur 2200 mm breit.

  • Herr leser am 28.08.2017 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schnitzelbänke

    Das grösste Problem ist doch nicht 10cm Abstand am perron sonder die Schnitzelbänke wenn basel für zürich "Entwicklungshilfe" schaffen muss

  • Aubähnler am 28.08.2017 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Zu schmal ??

    Was immer der Grund ist, die Fahrzeugbreite ist es nicht: Sämtliche Zürcher Trams - mit Ausnahme der Cobra - sind 2,2 m breit. Insider sprechen hinter vorgehaltener Hand von starkem Rostbefall der BLT-Sänften. Vielleicht wäre der Freundschaftspreis eher ein Danaergeschenk.

  • Alumdria841 am 28.08.2017 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Köln als Vorbild

    Ich komme gerade von der Gamescom in Köln und von der U-Strassenbahn bin ich echt begeistert. Das ist wie in Zürich ein Tram, was aber in der Innenstadt unterirdisch verläuft siehe Neumarkt, Heumarkt, Messe-Deutz, ect. Und die Trams fuhren dadurch weil der Straßenverkehr sie nicht behinderten auch im 2 Minuten Takt.

    • Aubähnler am 28.08.2017 12:27 Report Diesen Beitrag melden

      Maulwurftram

      Soviel ich weiss, haben es die Zürcher in X Abstimmungen abgelehnt, das Tram unter der Erde zu begraben und die Strassen den Autos zu überlassen. Übrigens - finden es die Kölner auch so toll, dass beim Tunnelbau seinerzeit ein Teil der Altstadt eingestürzt ist ?

    • Alumdria841 am 28.08.2017 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Aubähnler

      Dass das Stadtarchiv eingestürzt ist war aber ein Fehler der damaligen Verantwortlichen. So was passiert nicht wenn alles richtig berechnet wird. Das war einfach Pfusch am Bau.

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  • Fröschli am 28.08.2017 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts ist gefährlich

    Gefährlich? Alle die hier von gefährlich sprechen: Gefährlich sind höchstens die Leute die ihre Glubschaugen nicht benutzen um sich umzusehen bevor sie laufen - und das sieht man in Zürich massenhaft, da können die Trams gar nichts dafür!

    • Patricia am 28.08.2017 14:26 Report Diesen Beitrag melden

      Augen auf!

      Bravo Fröschli, so ist es und wie es scheint wird es nicht besser.

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