26. Mai 2008 12:39; Akt: 26.05.2008 13:03 Print

Zürich: 27-Jähriger wegen missachtetem Vortritt getötet?

Die Bluttat im Zürcher Kreis 4 vom Wochenende hatte offenbar einen nichtigen Grund. Bei dem Streit wurde ein 27-jähriger Türke tödlich verletzt. Der Täter hat gestanden.

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Ein 46-jähriger eingebürgerter Schweizer mit Herkunft Dominikanische Republik hat gegenüber dem Staatsanwalt zugegeben, für den tödlichen Stich bei einer Messerstecherei im Zürcher Langstrassenquartier verantwortlich zu sein. Ein 27-jähriger Türke starb in der Nacht auf Sonntag (20 Minuten Online berichtete).

Wie Staatsanwalt Markus Imholz auf Anfrage am Montag weiter sagte, gehe man von einem Raufhandel aus. Beide Seiten hätten also zur Tat beigetragen. Die Staatsanwaltschaft gehe jedoch davon aus, dass der Angeschuldigte zugestochen habe.

Gemäss Imholz handelt es sich dabei um ein vorläufiges Resultat. Weitere Details müssten noch abgeklärt werden. Laut Imholz liegt der Strafrahmen für vorsätzliche Tötung zwischen fünf und zwanzig Jahren.

Als Motiv schäle sich ein Streit um ein Vortrittsrecht heraus, bestätigte Imholz eine Meldung von Radio 24 vom Montag. «Diese Auseinandersetzung schaukelte sich auf beiden Seiten hoch mit Drohungen, Beleidigungen und Stinkefingern. Am Ende eskalierte die Situation vollständig», so Imholz.

Bei der Messerstecherei im Zürcher Stadtkreis 4 war in der Nacht auf Sonntag eine Person getötet und eine weitere verletzt worden. Vier Männer wurden verhaftet, darunter der Verletzte.

Bei den Verhafteten handelt es sich um einen 29-jährigen Türken, zwei 46-jährige Schweizer mit Herkunft Dominikanische Republik sowie einen verletzten 26-jährigen Türken.

(meg/thi/sda)