Kantonsrat stimmt zu

16. November 2015 09:45; Akt: 16.11.2015 09:52 Print

Zürich erhält definitiv ein Jugendparlament

Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag in zweiter Lesung beschlossen, ein Jugendparlament einzuführen. Mehr als diskutieren wird das neue Gremium aber nicht.

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Der Saal des Zürcher Kantonsrat darf künftig auch von jungen Erwachsenen für eine politische Debatte benutzt werden. (Archivbild) (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Jugendliche dürfen im Kanton Zürich künftig politisch mitreden: Das Parlament entschied mit 116 zu 55 Stimmen, das Kantonsratsgesetz entsprechend zu ändern. Gegen die Einführung eines Jugendparlamentes stimmten nur SVP und EDU.

Die EDU bezweifelte, dass es dafür eine Nachfrage gibt. In vielen Gemeinden würden diese nur auf Sparflamme laufen. Die SVP kritisierte bereits in der ersten Lesung, dass in diesen «geschützten Werkstätten» fast nur Kantonsschüler mitmachten.

Anliegen nur in Form von Petitionen

Im Jugendparlament sollen aktuelle, politische Themen diskutiert werden, die Jugendliche betreffen oder interessieren. Es steht allen Jugendlichen im Alter von 12 bis 21 Jahren offen, wobei explizit auch Ausländerinnen und Ausländer mitmachen dürfen.

Mehr als geredet wird in diesem Gremium allerdings nicht. Der Kantonsrat entschied bereits in der ersten Lesung, dass das Jugendparlament seine Anliegen nur in Form von Petitionen vorbringen darf. Weitergehende Instrumente lehnte das Parlament ab, weil die Mitglieder nicht demokratisch gewählt werden.

Die Jungparlamentarier können aber eine Delegation entsenden, die das Thema bei einer kantonsrätlichen Kommission deponieren darf. Die Kommissionen sind jedoch nicht dazu verpflichtet, sich die Anliegen der Jugendlichen auch immer anzuhören. Wie das Jugendparlament finanziert werden soll, ist im Gesetz nicht geregelt.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Politik Er am 16.11.2015 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Molina

    Wenn dann Leute eines Schlages Fabian Molina teilnehmen, kann leider nichts Sinnvolles erwartet werden...

    einklappen einklappen
  • wuwi am 16.11.2015 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Reden ist Silber

    toll, da lernen sie schon jung, dass eine Schwatzbude auch noch bezahlt wird.

  • Duke Nukem am 16.11.2015 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut gedacht, mäßig umgesetzt

    Debattier Club wäre wohl passender als das Parlament zu nennen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ANonym am 16.11.2015 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    Idee ok,

    Finde gut, dass es soetwas gibt. Aber ich bezweifle, dass 12 Jährige daran teilnehmen werden. Ein Interessenclub täte es auch, das muss nicht von einer Stadt etc organisiert werden.

  • Duke Nukem am 16.11.2015 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut gedacht, mäßig umgesetzt

    Debattier Club wäre wohl passender als das Parlament zu nennen.

  • Politik Er am 16.11.2015 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Molina

    Wenn dann Leute eines Schlages Fabian Molina teilnehmen, kann leider nichts Sinnvolles erwartet werden...

    • Chnoblibrot am 16.11.2015 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Politik Er

      Aber wenn dann Schüler mit dem Verständnis eines C. Blocher kommen, dann ist für Sie natürlich alles okay?!

    einklappen einklappen
  • wuwi am 16.11.2015 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Reden ist Silber

    toll, da lernen sie schon jung, dass eine Schwatzbude auch noch bezahlt wird.

  • Freiheit am 16.11.2015 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo, ein guter Anfang

    Alles muss einmal aufgebaut werden und seinen Anfang nehmen: Dieser ist nun gemacht und das ist gut so! Ausweiten kann man immer noch (ev. wählen Jugendliche später ihre Abgeordneten!?), auch mit Kompetenzen... Jetzt den Jugendlichen bereits Handlungs-Instrumente geben und diese dann doch wieder abschaffen wollen, ginge gar nicht.